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Geely Smart Charging nutzt KI für ultraschnelles Laden

25.09.2026 in Aufladen & Tanken, Technik von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

Geely-Ultra-Fast-AI-Powered-Geely-Smart-Charging

Bild: Geely

Geely Auto Group hat Geely Smart Charging vorgestellt: eine Künstliche-Intelligenz-gestützte Ladetechnologie für schnelleres Laden, geringere Wärmeentwicklung, höhere Sicherheit und eine längere Batterielebensdauer. Kern des Systems ist Xingrui PowerMind, ein von Geely Auto Group und StepFun gemeinsam entwickeltes KI-Modell für das Energiemanagement. Es koordiniert Elektrofahrzeug, Batterie, Ladestation, Cloud, Stromnetz und Energiespeicher.

Die Technologie prognostiziert Batterietemperaturen bis zu 30 Sekunden im Voraus und passt die Ladeleistung dynamisch an. Die durchschnittliche Batterietemperatur beim Laden soll unter 55 °C bleiben, während Spitzenwerte auf unter 65 °C begrenzt werden. Ein Fünf-Punkte-Flüssigkühlsystem führt Wärme entlang der gesamten Ladekette vom Energiespeicher der Ladestation bis zum Batteriepaket ab.

Xingrui PowerMind kann den Angaben zufolge für jedes Fahrzeug und jede Batterie eine angepasste Ladestrategie erstellen und dabei Spitzenstrom, Kühlintensität und Ladedauer in Echtzeit verändern. Zusätzlich entwickelte Geely eine Lithium-Ionen-Pulsregeneration, bei der Mikroimpulsströme Lithium-Ionen reaktivieren sollen, die sich bei wiederholtem Schnellladen an den negativen Elektroden angesammelt haben. Die Kombination aus KI-Lademanagement und Batterieregeneration erhöht nach Angaben des chinesischen Fahrzeugherstellers die Batterielebensdauer in Ladezyklen um bis zu 20 Prozent.

Die fünfte Generation der Geely Smart Charging Station erreicht eine Spitzenladeleistung von bis zu 2250 kW. Ihre KI-Schnellladefunktion stimmt die Ladeleistung auf den aktuellen Zustand der Batterie ab. Die laut den Entwicklern für ultraschnelles Laden und hohe Leistung entwickelte Shendun Golden Battery unterstützt eine Spitzenladerate von 12C.

In Praxistests lud die Batterie eingesetzt in den Geely-Modellen Lynk & Co 10 und Zeekr 001 von 10 auf 70 Prozent in 4 Minuten und 30 Sekunden sowie von 10 auf 97 Prozent in 8 Minuten und 40 Sekunden. Der Konzern bezeichnet dies als seine bislang schnellste serienreife Ladeleistung. Für das Laden zu Hause entwickelte die Gruppe eine Strategie mit niedriger Ladeleistung, die Degradation durch wiederholtes Schnellladen schrittweise reduzieren beziehungsweise teilweise rückgängig machen und die Batteriezellen über deren Lebensdauer schützen soll.

Mit der Next-Gen Ultra Short Blade Battery stellte Geely zudem einen Energiespeicher vor, der auf Lebensdauer und Sicherheit ausgerichtet ist und zugleich die Ladeleistung verbessern soll. Eine von Geely entwickelte Laserschweißtechnik für Zellkontakte und Abdeckungen soll die Wärmeentwicklung beim Laden um 10 Prozent reduzieren. Die Spitzenladerate steigt auf 6C.

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Via: Geely
Tags: China, Ladestationen, SchnellladenUnternehmen: Geely
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Jörg2 meint

    26.09.2026 um 08:39

    Es geht immer weiter ….

    Bei „4 Minuten“ kommt man langsam in den verbrenner-gewohnten Bereich „kannst gleich am Auto stehen bleiben“. Das bietet die Chance auf hohen Durchsatz, hohe Auslastung. Mieter ohne eigen Lademöglichkeit (City) können solche Ladezeiten gebrauchen. Alle „Großnutzer“ (Lkw, Bahn, Boot, Flugzeug, Baumaschine…) sowieso.

    Ich vermute: Solche Ladepunkte werden Puffer-Akkulösungen brauchen/haben. Diese können dann netzdienlich eingesetzt werden.

    Antworten
    • M. meint

      28.09.2026 um 11:52

      Eigentlich steht da „8 Minuten und 40 Sekunden“.
      Sonst kommt der nächste mit 2 Minuten für 30% Ladehub. 🙄
      Und dann stehen diese 87% Ladehub – im bezahlbaren Bereich – bei 60 bis 80 kWh (100%) für 300 bis 450 km. Also steht man doppelt so oft.
      Keine Frage: das ist technisch schon deutlich weiter. Aber 1x 3 Minuten oder 2x 9 ist trotzdem nicht das gleiche. Das Thema Degradation wälzen wir mal auf „20 Jahre Herstellergarantie“ ab.

      Und dann, „bezahlbar“. Sicher werden die Autos damit kommen, und irgendwann wird das nach unten durchsickern, das ist in der technischen Entwicklung immer so gewesen. Aber aktuell gibt es einen Denza für knapp 150 k€, und das war’s. Und was das irgendwann mal pro kWh kostet, wissen wir auch noch nicht, und daran wird sich das in der Breite entscheiden, das sollte der Kämpfer für das Durchleitungsmodell eigentlich verstehen.

      Abgesehen von der Infrastruktur:
      Es gibt in Deutschland ca. 112.000 Zapfsäulen. Weil das natürlich verschiedene Spritsorten sind, ignorieren wir mal, dass es zeitweise trotzdem „Stau“ gibt, und nehmen an, wir brauchen „FlashCharger“ nur für die Hälfte der BEV-Fahrer: Faktor 0,5. Der Rest lädt im Beispiel langsamer.
      50% laden überwiegend zuhause, die anderen 50% öffentlich: Faktor 0,5
      Wenn man von dem o.g. techn. Stand ausgeht, also 3 vs. 18 Minuten für die gleiche Reichweite: Faktor 6.
      Als Zwischenstand für 2040 einen (optimistischen) Zulassungsanteil von 50% BEV: Faktor 0,5.

      Also: 112.000 x 0,5 x 0,5 x 6 x 0,5 = 84.000 FlashCharging Ladepunkte.
      Überwiegend in Städten. Neben allem anderen, was es von 11 bis 400 kW gibt.
      Du kannst die Faktoren gerne nach deinen Vorstellungen anpassen oder eine bessere Methode vorschlagen.

      Antworten

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