Die Bundesregierung plant angesichts hoher Kraftstoffpreise erneut einen zeitlich begrenzten Tankrabatt von bis zu 17 Cent pro Liter. Bereits im Mai und Juni hatte es eine vergleichbare Maßnahme gegeben. Martin Roemheld, Chef der EnBW mobility+, sagt vor diesem Hintergrund: „Wer über einen Fahrzeugwechsel nachdenkt, für den ist jetzt ein guter Zeitpunkt, den Umstieg auf ein E-Auto zu prüfen.“
Die aktuelle E-Auto-Förderung und die Verfügbarkeit zunehmend preislich attraktiver Fahrzeugmodelle könnten die Anschaffungshürde senken. Hinzu kämen niedrigere Energiekosten im laufenden Betrieb, wie aktuelle Berechnungen zeigen, so Roemheld.
Diese Entwicklung spiegele sich bereits im Markt wider: 2025 sei knapp jeder fünfte neu zugelassene Pkw in Deutschland batterieelektrisch gewesen. Die Zahl der Neuzulassungen sei gegenüber 2024 um rund 43 Prozent gestiegen. Im August 2026 sei bereits fast jeder dritte Neuwagen ein reiner Stromer gewesen. Der Anteil batterieelektrischer Pkw habe bei 32,4 Prozent gelegen.
Eine Beispielrechnung der EnBW setzt für einen Benziner 7,7 Liter Verbrauch je 100 Kilometer, 15.000 Kilometer Jahresfahrleistung und einen E10-Preis von 2,89 Euro je Liter an. Daraus ergeben sich Energiekosten von rund 3338 Euro. Ein E-Auto mit 20 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch je 100 Kilometer kommt im regulären EnBW-Ladetarif L mit 39 Cent je kWh und 11,99 Euro monatlicher Grundgebühr auf rund 1314 Euro jährlich. In diesem Beispiel liegen die Energiekosten damit rund 60 Prozent niedriger.
Der Ladetarif L richtet sich an Menschen, die häufig öffentlich laden. Für Menschen, die nicht regelmäßig öffentlich laden, bietet die EnBW die Tarife S und M an. Der kWh-Preis im Tarif L nähert sich laut dem Energiekonzern dem angegebenen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37 Cent je kWh an. Für Bestandskunden mit zusätzlichem Strom-, Gas- oder Wärmestromvertrag bei dem Unternehmen betrage der Preis im Ladetarif L 35 Cent je kWh, wodurch sich im selben Rechenbeispiel jährliche Energiekosten von rund 1194 Euro ergäben.
Die EnBW betont abschließend, die Ladetarife über längere Zeit stabil gehalten sowie Preissenkungen und befristete Rabattaktionen genutzt zu haben. „Wann immer es Spielräume gibt, geben wir diese an unsere Kundinnen weiter“, sagt Roemheld.

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