Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat Ende September an der A81 in Baden-Württemberg den bundesweit 100. Schnellladepark eröffnet. Die Anlage gehört zum Ausbau der Ladeinfrastruktur durch das Bundesministerium für Verkehr. Sie befindet sich an der PWC-Anlage Räthisgraben in Fahrtrichtung Stuttgart.
Der Schnellladepark verfügt über sechs Ladepunkte mit einer Leistung von jeweils bis zu 400 kW. Ein Mittelklassefahrzeug soll dort in zehn Minuten Strom für eine Reichweite von 300 bis 500 Kilometern laden können. Das Bezahlsystem akzeptiert gängige Lade-, Debit- und Kreditkarten. Betreiber ist die E.On Drive Infrastructure GmbH.
Mit dem „Deutschlandnetz“ will das Bundesverkehrsministerium 9000 zusätzliche Schnellladepunkte für Elektroautos schaffen. Mehr als 1000 Standorte werden von privaten Unternehmen im Auftrag des Ministeriums aufgebaut, davon rund 900 im urbanen und ländlichen Raum sowie 200 direkt an Autobahnen.
„Eine moderne Verkehrspolitik muss die Infrastruktur von morgen bereits heute auf den Weg bringen. Mit der Eröffnung des 100. Deutschlandnetz-Standortes an unbewirtschafteten Rastanlagen kommen wir unserem Ziel einen weiteren Schritt näher: dass die Menschen überall zuverlässig und schnell laden können“, sagte Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr. „Mit jedem neuen Standort schaffen wir Vertrauen in die Elektromobilität, erleichtern den Umstieg und verbinden individuelle Mobilität mit wirksamem Klimaschutz.“
An den Autobahnen entstehen insgesamt 1000 Schnellladepunkte an 200 Standorten. Dagmar Fehler von der bundeseigenen NOW GmbH bezeichnete den 100. Deutschlandnetz-Schnellladepark an der Autobahn als einen wichtigen Meilenstein beim Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. „Das Deutschlandnetz verbindet Regionen und macht Elektromobilität auf langen Strecken verlässlicher. Unser Ziel ist ein Ladeangebot, auf das sich die Menschen überall in Deutschland verlassen können: hochwertig, zuverlässig und genau dort verfügbar, wo sie es brauchen.“

Thorsten 0711 meint
„Betreiber des Ladeparks ist E.ON Drive Infrastructure, das als einer von vier Bietern neben Autostrom Nord, Fastned und TotalEnergies im Februar 2024 bei der Ausschreibung der Autobahnlose des Deutschlandnetzes erfolgreich war. Diese vier Sieger bauen und betreiben seitdem im Auftrag des Bundes die insgesamt 200 geplanten Ladeparks auf unbewirtschafteten Rastanlagen entlang der Autobahn.“
J. Weber meint
Ich lese kein Wort dazu, was die kWh kostet.
Vermutlich wieder exorbitant teuer. Nicht der Industriestrom muss billiger werden, sondern der Fahrstrom. Zu Hause 8 cent und an der Autobahn 80 cent. Das kann die Lösung nicht sein,.
CJuser meint
Wo bekommst du Strom für 8 ct/kWh bzw. wie hoch ist da die Grundgebühr?
eBikerin meint
„Zu Hause 8 cent “ Spiegelt aber nicht den durchschnittlichen Haushaltsstrompreis wieder.
Auch hast du irgendwie vergessen, die ganzen Investitionen die es sogar bei dir zuhause gibt einzurechnen. Wer hat den eigentlich den Stromanschluss, die Elektroarbeiten, die PV und deine Wallbox bezahlt? Irgend ein Stromanbieter oder eventuell du (bzw. der der mal das Has gebaut hat)?
Und wer 80 cent an der Autobahn bezahlt ist schlicht selber schuld.
Steffen meint
@eBikerin: PV rechnet und amortisiert sich auch ohne Auto, kann man bei der Rechnung also außen vor lassen. Ebenso wie den Hausanschluss, der war so oder so notwendig und ist eh da bzw. ist im Hauskredit enthalten. Dann bleibt nur noch die Amortisation der Wallbox, weil die wurde wirklich fürs Auto angeschafft.
MichaelEV meint
Diese BS-Story muss man doch nicht weitertragen. Vielleicht gibt es ein paar Ladeanbieter, die auch von Eh-Da-Kosten profitieren (z.B. ein Supermarkt mit fertigen Parkflächen, Netzanschluss mit freien Kapazitäten bzw. PV auf dem Dach), für viele Ladestandorte muss all das dediziert beschafft, errichtet, erschlossen und zusätzlich teure Ladehardware bezahlt werden.
Die Kosten fallen an und werden selbstverständlich über das Produkt abgerechnet.
Die PV amortisiert sich übrigens durch eine fixe Vergütung – selbst zu Zeiten, wo der Strom nichts wert ist.
Und auch sonst wird man mit PV und großen variablen Verbrauchern nach Standardlastprofil mit geringer Gleichzeitigkeit und statischem Netzentgelt abgerechnet, obwohl nicht mehr viel Standard dran ist.
M. meint
An 80 ct. glaube ich jetzt nicht. Es gelten halt die Tarife der jeweiligen Anbieter, die an diesen Ladepark vertreten sind.
Aber wenn du die meiste Zeit für 8 ct. laden kannst, kommst du auch mit zwischendurch mal 59 noch auf einen guten Schnitt.
Mäx meint
Ja das ist beim Deutschlandnetz teils schwierig rauszufinden, gerade wenn die Säulen neu sind.
Und warum wird das nicht einfach genannt:
Weil man sich dann mit seinen eigenen Fehlern konfrontiert sehen müsste.
Ursprünglich sollten die Lose mal für max. 44Cent/kWh versteigert werden.
Da gab es aber wohl zu wenig Zuspruch und dann hat man dass klammheimlich eingestampft.
Was es jetzt für ein Kriterium gibt für die Verlosung weiß ich aber auch nicht.
MichaelEV meint
Ja, ist grauenhaft herauszufinden, müssten hier wohl 69 Cent/kWh sein. Das man es noch nicht mal beim Deutschlandnetz schafft, Preise transparent darzustellen, ist ein Trauerspiel.
Aber könnte wirklich Absicht sein, denn hier musste man sich (möglichst heimlich) eingestehen, dass sich „faire“ Adhoc-Preise nicht bei 44 Cent/kWh, sondern eher im Bereich von 65 bis 75 Cent/kWh bewegen.
Mäx meint
Hab es tatsächlich nochmal nachgelesen.
Es wurde das schöne Ausdruck atmende Preisobergrenze benutzt.
Dann muss man nicht so viel erklären sondern kann einfach auf den Markt verweisen.
Aber dass man das so umständlich machen muss ist wirklich eine Frechheit.
Ich glaube es gab ein paar Standorte wo so eine LED Tafel das angezeigt hatte. Aber das waren nur so ein paar von einem bestimmten Betreiber.
Peet meint
Zieht sich echt wie Kaugummi. 5 Jahre für 100 Standorte ist. 900 fehlen noch. #Deutschlandtempo