Kia hat die Ausstattungsdetails und Preise des PV5 Cargo bekannt gegeben. Der Elektro-Transporter, mit dem die Marke ins Nutzfahrzeugsegment einsteigt, kann jetzt bestellt werden. Es ist das erste Serienmodell auf Basis des „Platform Beyond Vehicle“-Ansatzes der Südkoreaner, der neben vollelektrischen Fahrzeugen ein Ökosystem von Lade- und Software-Lösungen bis zum Flottenmanagement umfasst.
Die PBV-Nutzfahrzeuge vertreibt Kia Deutschland über ein spezialisiertes Händlernetz, das zurzeit aufgebaut wird und bis Jahresende 100 Standorte umfassen soll. Den PV5 Cargo wird es in drei verschiedenen Karosserievarianten geben. Die als Erstes bestellbare Langversion mit normal hohem Dach (L2H1) wird ab Mitte November ausgeliefert. Eine Kurzversion (L1H1) und eine Langversion mit Hochdach (L2H2) sollen folgen.
Der knapp 4,70 Meter lange PV5 Cargo L2H1 (Breite 1.895 mm, Höhe 1.923 mm) verfügt über einen 4,4 m³ großen Laderaum. Die Nutzlast beträgt je nach Ausstattung bis zu 790 Kilogramm. Zur Markteinführung stehen zwei Batterievarianten zur Wahl: 51,5 und 71,2 kWh. Die Preise starten bei 39.190 Euro (netto 32.932,77 Euro) für das Modell mit 51,5-kWh-Akkupack und 43.805 Euro (netto 36.810,92 Euro) für die Version mit der Langstreckenbatterie. Kia gewährt für den PV5 Cargo sieben Jahre Herstellergarantie (oder 150.000 km) sowie acht Jahre Batteriegarantie (oder 160.000 km).
Mit der 71,2-kWh-Batterie hat der frontgetriebene E-Transporter eine Reichweite von bis zu 397 Kilometern nach WLTP-Norm, mobilisiert eine maximale Leistung von 120 kW (163 PS) und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h. Die 51,5-kWh-Version kann mit einer Ladung bis zu 291 Kilometer zurücklegen und leistet 89 kW (122 PS; Spitze 135 km/h). Beide Batterien lassen sich an einer Schnellladestation unter optimalen Bedingungen in 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Die Antriebspalette soll zu einem späteren Zeitpunkt um eine dritte Batterievariante mit einer Kapazität von 43,3 kWh erweitert werden.
Die PBV-Modelle basieren auf der eigenständigen Plattform E-GMP.S (Electric Global Modular Platform for Service). Sie baut auf der bestehenden Elektroauto-Plattform E-GMP auf, die die Basis der Kia-Modelle EV6, EV9 und EV3 bildet. Die E-GMP.S ist laut Kia auf die Bedürfnisse von PBV-Geschäftskunden ausgerichtet. Ihr Skateboard-Konzept bilde eine flache Basis für unterschiedliche Karosserieaufbauten, und durch die integrierte modulare Architektur (IMA) ließen sich wesentliche Komponenten wie Batterien und Motoren standardisieren.
Die E-GMP.S ermögliche es dem Unternehmen, eine PBV-Palette zu entwickeln, die ein breites Segmentspektrum und unterschiedlichste Nutzungsanforderungen abdeckt, so Kia. Um die Produktionsbedingungen auf das neue Fahrzeugkonzept zuzuschneiden, hat die Marke im Kia Autoland Hwaseong in Korea ein spezielles PBV-Werk (Hwaseong Evo Plant) eingerichtet.
Neben den weiteren Karosserie- und Antriebsvarianten des PV5 Cargo will Kia sein PV5-Portfolio unter anderem durch ein Fahrgestell (Chassis-Cab) und Werksumbauten wie einen „Crew Van“ ergänzen. Die Pkw-Variante PV5 Passenger soll in verschiedenen Konfigurationen angeboten werden, darunter ein Fünfsitzer (Sitzkonfiguration 2-3-0) mit großem Gepäckraum und ein Siebensitzer (2-2-3). Geplant ist darüber hinaus die Einführung einer Taxi-Variante und eines rollstuhlgerechten WAV-Modells (Wheelchair Accessible Vehicle) mit seitlicher Rampe (Konfiguration 2-0-3).

Stratos meint
Getönte Frontscheiben an der A-Säule in Deutschland und Europa so nicht zulassungsfähig. In den USA ja. Des Weiteren, was hat der Trasnporter für Felgendimensionen? Auf den Fotos sieht es aus wie 10 Zoll Sackkarrenräder und die sind für Handwerker und Kurierdienste, die auch mal auf unbefestigtem Untergrund unterwegs sind unbrauchbar.
Donald meint
Jaja. Kia PV5 Cargo hat 16Zoll, wie Sprinter und Co . Du hingegen hast – keine Ahnung.
Tt07 meint
Wenn die Passenger Version im Verhältnis ähnlich günstig angeboten wird, dürfte dies der Sargnagel des ID.Buzz werden.
Donald meint
Halber Preis vom Buzz. 135, naja, fur die City geht das grad so 🤣
Aber schön, tut sich was im Segment.
Gewährleistungszeitraum ist schon mal ne Ansage…..