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Mer und Cariqa starten KI-gesteuertes Pilotprojekt für dynamische Ladepreise

07.07.2025 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

Mer-Germany_IKEA_Symbolbild

Bild: Mer

Mer Germany und Mer Austria sind auf die Planung und den Betrieb ganzheitlicher Ladelösungen spezialisiert. Sie kooperieren künftig mit der Zahlungsplattform für das Laden von E-Autos Cariqa. Im Rahmen der Partnerschaft nutzt Mer die KI-gestützten Funktionen der Cariqa-Plattform, um Ladepreise dynamisch anzupassen und an E-Fahrer kommunizieren zu können.

Im Rahmen der Integration auf der Cariqa-Plattform testet Mer erstmals dynamische Preismodelle für sein Ladenetz in Deutschland und Österreich. Durch die Integration in die End-to-End-Lösung von Cariqa sollen die Nutzer die aktuellen Ladepreise von Mer immer in Echtzeit abrufen können und zudem von dynamischen Preisanpassungen profitieren. Die Berechnung beruht auf historischen Daten, Nutzerverhalten und mehr.

Bisher arbeiteten Ladenetzbetreiber (CPOs) oft mit festen Preismodellen, die die schwankende Nachfrage an einzelnen Ladestandorten nicht widerspiegeln. Dies führte dazu, dass einige Stationen nicht genug genutzt wurden, während andere überlastet waren. Mit durch Künstliche Intelligenz (KI) unterstütztes „Smart Pricing“ lässt sich laut Mer die Preisgestaltung jedoch dynamisch an die tatsächliche Auslastung der Ladestationen anpassen, was zu einer besseren Verteilung der Nutzung führe.

Das KI-gesteuerte Preismodell von Cariqa analysiere hierfür täglich Millionen von Datenpunkten, um Nutzungstrends frühzeitig zu erkennen. So könne für jede Station eine nachfrageorientierte Preisgestaltung vorgenommen werden. Dabei flössen mehr als 20 Faktoren wie die Auslastung der Ladestation, die zeitliche Nachfrage und die Verkehrslage in der Umgebung ein. Bei geringer prognostizierter Nachfrage sänken die Preise automatisch – so könnten Nutzer von günstigen Tarifen profitieren, wenn sie außerhalb der Stoßzeiten laden.

Durch die Zusammenarbeit mit Cariqa soll E-Fahrer auch von individuellen Angeboten und attraktiven Konditionen an ausgewählten Standorten profitieren.

„Durch unser Pilotprojekt mit Cariqa möchten wir für unsere Kund*innen eine weitere Möglichkeit testen, um kosteneffizient und nachhaltig in unserem Ladenetz zu laden“, sagt Anton Achatz, Geschäftsführer bei Mer. „KI-basiertes Smart Pricing ermöglicht es uns, noch mehr Erfahrungen im Bereich dynamische Preisgestaltung und Auslastungssteuerung zu sammeln, sodass jeder E-Fahrer und jede E-Fahrerin von flexiblen und gerechten Ladepreisen profitieren kann.“

„Die Ära von Einheitspreisen beim Laden von E-Autos geht zu Ende“, so Issam Tidjani, Mitgründer und CEO von Cariqa. „Gemeinsam mit Mer führen wir einen intelligenteren Ansatz ein – einen, der sich in Echtzeit an Nachfrage, Nutzungsmuster und lokale Gegebenheiten anpasst. Unsere KI-basierte Preis­Engine ermöglicht ein transparenteres und faireres Ladeerlebnis für Fahrerinnen und Fahrer und unterstützt Betreiber wie Mer dabei, effizienter im großen Maßstab zu arbeiten. Diese Zusammenarbeit ist ein entscheidender Schritt hin zu einer intelligenteren, profitableren und nutzerzentrierten Ladeinfrastruktur.“

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Via: Mer
Tags: Kooperation, Ladestationen, PreiseUnternehmen: Cariqa, Mer
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Donald meint

    07.07.2025 um 21:55

    Bitte nicht so ein Quatsch. Schon jetzt blockieren immer mehr unfähige VW-Konzern-Fahrzeug-Lenker die Supercharger. Abgesehen davon, dass die SuV doch angeblich soooo schlecht sein sollen, kein Cent fur Elon, und gegenüber bei superbillig Ionity alles frei ist….sind die 35 Cent wohl doch zu verlockend. Und seltsam, die anderen haben ja alle schon 800V, hab ich hier gelesen, und was wollen die dann an den Museumsladern? Fragen über Fragen.

    • Thorsten 0711 meint

      08.07.2025 um 09:03

      Für mich sieht die Situation so aus:

      Laden bei Ionity für 39 Cent bei 4,99€ Grundgebühr. Unterwegs auf Langstrecke fahre ich ausschließlich Ionity an da ich keine Lust habe auf Abseits der AB gelegene Ladeparks zu fahren.

      Gestern habe ich rein aus Neugierde mal kurz bei Tesla in Leonberg geladen. Total unpraktisch mit der Ladedose hinten rechts meines Pro S. Und 58 Cent ohne Abo ist 7 Cent teurer als mein grumdgebührfreier EnBW Vorteilstarif. Tesla bleibt für mich ein Notfallbackup.

      • Sebastian meint

        08.07.2025 um 19:24

        Dafür kannst in Leonberg beim Lidl einen guten Kaffee für 1 Euro kaufen, evtl. frisches Obst einkaufen und sogar noch Sushi einkaufen. Mach das mal bei den tollen Iontiys mitten auf der Autobahn.

        • Thorsten 0711 meint

          09.07.2025 um 18:03

          Sebastian

          Gegenüber ist auch der McDoof 😅

          Warum sollte ich denn in Leonberg für 58 Cent laden wenn ich in Gerlingen für 44 Cent laden oder in Gerlingen und Giebel für 29 Cent? Ich war da nur weil mein VW Händler in Leonberg ist, der Weeber.
          Beeindruckend finde ich allerdings die Anzahl der Säulen. Da könnte sich Ionity mal ein Beispiel nehmen 👍

          Ionity brauche ich BTW nur für Langstrecke und da fahre ich am liebsten 0 Meter Umweg. Das bietet mir fast nur Ionity 🤷‍♂️

    • Dagobert meint

      08.07.2025 um 09:11

      Warum sind die unfähig, weil sie am Supercharger laden, und warum muss man sich direkt dafür interessieren was Musk so treibt, wenn einem Design und Bedienkonzept von Tesla nicht gefallen?

  2. mabra meint

    07.07.2025 um 19:41

    Ohne mich. Ich will mir doch nicht Gedanken darüber machen, wie in zwei Stunden der Preis sein könnte. Ich hab meine paar Anbieter, bei denen ich den Preis im Kopf habe und die fahre ich an. Alles andere macht das Fahren doch nur unentspannter.
    Ich nutze auch keine Tankapps, nur um 2-3 Cents pro Liter zu sparen.

  3. Sebastian meint

    07.07.2025 um 17:08

    aha. Ich fahre also mit der family von zuhause an den Gardasee auf Urlaub, wie genau kann mir da KI oder Pipi Langstrumpf helfen? Kurz vor diesem komischen Berg (Alpen) muss ich laden, egal welche Uhrzeit, Sonnenstand, Mondphase oder Wind oder ähnliches gerade ist.

    Oder anderes Beispiel… die KI weckt mich nachts um 3 Uhr, weil am HPC bedingt durch Windsturm Strom gerade günstig ist?

  4. Jörg2 meint

    07.07.2025 um 14:42

    Ich halte das für ein Mittel der „Preisoptimierung nach oben“, also der Profitmaximierung.

    Jemand, der vor 3 Stunden mit einer Ladeplanung XY losgefahren ist, wird eher zwangsweise die dann an der geplanten Ladesäule gültigen Preise zahlen, als, weil dieser Ladepunkt „überlastet“, irgendwo anders hinzufahren.

  5. McGybrush meint

    07.07.2025 um 12:44

    Ohne mich.

    Ich fahr bei 40Cent los und komm bei 70Cent an und hab bei 5% dann nicht mal mehr be Wahl.

    Wenn es Morgens schon fest steht was ich abends zahle, gehe ich noch mit. Aber in Echtzeit wird das nix mit mir.

    Bei Benzin schwankt der Preis um so 5%. Bei Ladesäulen ja gleich um 20% und mehr.

    Wenn einige Säulen leer stehen und andere überbelastet sind dann scheint der Standort A besser zu sein als Standort B.

    Könnte man ja an Standort A generell mal die Preise ändern und an Standort B mehr Säulen hinbauen. Bzw im Umkreis was dann entzerrt.

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