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Handel fordert Tempo bei neuer Elektroauto-Kaufprämie

09.03.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | 10 Kommentare

Skoda-Enyaq

Bild: Skoda

Die deutsche Automobilbranche blickt mit gemischten Gefühlen auf das Jahr 2026. Es sollen zahlreiche neue Elektroautos auf den Markt kommen, zugleich hat die Bundesregierung eine neue Kaufprämie für Stromer angekündigt. Sie richtet sich vor allem an Privatkunden mit geringem Haushaltseinkommen und soll den Kauf von voll- sowie teilelektrischen Autos erleichtern. Eigentlich wären das aus Sicht des Handels gute Voraussetzungen für steigende Verkäufe. Doch eine Umfrage unter 590 Autohändlern und Werkstätten zeigt, dass die Stimmung in der Branche derzeit deutlich verhaltener ist.

Die Befragung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) zeigt zwar vorsichtigen Optimismus hinsichtlich der neuen Förderung. Rund zwei Drittel der Betriebe erwarten positive Effekte auf die bislang schwache Nachfrage von Privatkunden nach Elektroautos. Gleichzeitig blickt etwa die Hälfte der Unternehmen mit Skepsis auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der kommenden Monate.

Vor diesem Hintergrund sprach das Portal Edison mit ZDK-Präsident Thomas Peckruhn und dem Hauptgeschäftsführer des Verbands Jürgen Hasler. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 39.230 Autohäusern, Karosserie- und Kfz-Meisterbetrieben mit insgesamt 468.000 Beschäftigten in Deutschland. Peckruhn führt zudem die Autohaus Liebe Gruppe mit neun Standorten zwischen Braunschweig und Leipzig.

Nach Angaben Peckruhns setzte seine Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr rund 4000 neue Škoda-Fahrzeuge sowie eine ähnliche Anzahl an Gebrauchtwagen ab. Der Anteil rein elektrischer Modelle lag bei etwa 30 Prozent der Neuwagenverkäufe und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Eine wichtige Rolle spielten dabei SUV-Modelle wie der Enyaq und der neue Elroq. Letzterer habe sich besonders gut vermarkten lassen, da er preisgleich mit seinem Verbrenner-Pendant Karoq angeboten wurde, berichtet Peckruhn. „Das hat uns im Marketing und in der Kundenansprache enorm geholfen.“

Händler werden zudem indirekt durch Vorgaben der Hersteller in Richtung Elektromobilität gesteuert. Diese spiegeln sich unter anderem im Bonussystem wider, bei dem bestimmte CO₂-Ziele und Anteile alternativer Antriebe erreicht werden müssen, um den vollen Neuwagenbonus zu erhalten. Für Peckruhns Unternehmen bedeutete dies eine strategische Entscheidung: Entweder auf Elektromobilität zu setzen oder auf einen Teil der Marge zu verzichten. „Wir haben uns als Gruppe entschieden, dieses Thema unbedingt ins Portfolio aufzunehmen, weil das Volumen-Segment in Zukunft elektrisch fahren wird.“

E-Mobilität verändert Kostenstruktur in Werkstätten

In den Werkstätten verändert die E-Mobilität die Kostenstruktur. Zwar benötigen Elektroautos weniger klassische Wartungsarbeiten wie Ölwechsel oder den Austausch von Auspuff und Zündkerzen. Dennoch liegen die Stundenverrechnungssätze für Arbeiten in vielen Betrieben inzwischen höher. Peckruhn nennt dafür vor allem den Umgang mit Hochvolttechnik und die Reparatur nach Unfällen als zentrale Kostentreiber. Für Arbeiten an Batterien seien beispielsweise spezielle Hebebühnen und zusätzliche Flächen erforderlich, außerdem müssten sogenannte Quarantäneplätze für beschädigte Fahrzeuge bereitstehen.

Hasler verweist darüber hinaus auf erhebliche Investitionen der Werkstätten. Neben dem Aufbau der Ladeinfrastruktur müssten Mitarbeiter regelmäßig geschult werden, da viele Hersteller für neue Modelle zusätzliche Trainings verlangen. Die zunehmende Modellvielfalt verschärfe diesen Aufwand. Auch Spezialwerkzeuge und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen bei Reparaturen verursachten zusätzliche Kosten, die letztlich in die Kalkulation der Betriebe einfließen müssten.

Regionale Unterschiede zeigen sich besonders deutlich zwischen Ost- und Westdeutschland. Peckruhn sieht die Ursache dafür nicht in einer größeren Skepsis gegenüber neuer Technik. Vielmehr spielten wirtschaftliche Faktoren eine entscheidende Rolle. In vielen Regionen sei Elektromobilität weiterhin eine Kostenfrage, insbesondere wegen der Strompreise. Zudem sei die Ladeinfrastruktur in Metropolregionen dichter ausgebaut als in ländlicheren Gebieten.

Entscheidend für viele Kunden ist nach Beobachtung des Händlers auch die Ladesituation. Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden könne, habe mit Elektromobilität meist wenig Probleme. Wer hingegen auf öffentliche Ladepunkte angewiesen sei, werde häufig von den Kosten und der mangelnden Preistransparenz abgeschreckt.

Beim Kaufverhalten zeigt sich laut Peckruhn eine klare Tendenz: Elektroautos werden selten bar bezahlt, sondern überwiegend geleast, auch wegen der Sorge vor Wertverlust. Von der angekündigten Kaufprämie erwartet die Branche grundsätzlich positive Impulse, doch die fehlenden Details sorgen derzeit für Unsicherheit. Hasler kritisiert die langwierigen politischen Debatten über Förderbedingungen und Berechtigungen. „Die ständigen politischen Debatten darüber, wer nun genau unter welchen Bedingungen förderberechtigt ist und wer nicht, sind konjunkturell für die gesamte Automobilwirtschaft eine absolute Katastrophe.“

Auch Peckruhn sieht darin ein akutes Problem für den Handel. Viele Kunden, die sich bereits im Kaufprozess befanden, warteten nun zunächst ab, weil unklar sei, ob und wie sie die Förderung tatsächlich erhalten. „Aktuell haben wir Kunden, die sich mitten im Kaufprozess befanden, die hochgradig interessiert waren – und die jetzt den Stift fallen lassen und erst einmal abwarten“, berichtet er. Solange wichtige Details zur Förderung ungeklärt blieben, wirke die angekündigte Elektroauto-Kaufprämie daher eher als Kaufhemmnis.

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Via: Edison
Tags: Förderung, Händler, ZDKAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. R2D2 meint

    09.03.2026 um 20:43

    solange Arbeitnehmer das blau machen mit dem Satz „ich zahle JA Krankenkassenbeiträge dafür“, muss man solche Themen wie diese nicht weiter kommentieren. Ich war auch mal arm, bettelarm sogar, aber solche Sprüche hatte ich damals nicht.

    Fakt ist, wenn ein Arbeitnehmer fehlt, zahlt der Arbeitgeber doppelt, dreifach, vierfach diese Fehlzeiten. Im Grunde der Endkunde… Und wenn der nicht, geht der AR pleite. Das kapiert eigentlich jeder Depp aus der Hauptschule.

    Antworten
  2. Bender meint

    09.03.2026 um 12:48

    Das die Förderung zur Zeit für Verzögerung sorgt, kann ich absolut bestätigen.
    Wir suchen auch grade ein neues… aber da ja nichts klar ist und erst ab Mai alles offiziell vorliegt, werden wir wohl auch erstmal keinen Neuwagen bestellen. Wir haben uns diverse Fahrzeuge angesehen und durchkalkulieren lassen.
    Aber wenn die Förderung nachher anders aussieht oder gar nicht kommt, bleib ich drauf sitzen. Das will ich nicht.

    Antworten
  3. Daniel S meint

    09.03.2026 um 11:26

    Die geplante Förderung von BEV scheint zu komplziert zu sein. Wenn die Käufer deshalb zuwarten ist das schlecht.
    Wäre eine Förderung nur für günstige BEV bis z. B. Max. 35000€ nicht zielführender? Das sind sehr wahrscheinlich genau die Autos welche sich Menschen mit durchschnittlichem Einkommen wohl leisten noch wollen.

    Antworten
    • Gerry meint

      09.03.2026 um 21:15

      Natürlich wär das zielführender 👍.
      Aber sowas kannst von der aktuellen Politik nicht erwarten.

      Antworten
      • Test meint

        10.03.2026 um 20:10

        Für Großfamilien wie unsere wäre es dann praktisch unmöglich, mit Förderung ein Elektroauto zu fahren. Dabei wäre für meine Frau und mich allein ein ID. Polo vollkommen ausreichend.

        Wir fahren übrigens schon seit Jahren elektrisch – und das mit einem ganz normalen Mediangehalt.

        Ich finde die Förderung deutlich sinnvoller wobei das Vermögen noch begrenzt sein müsste bis zu der es Förderung gibt

        Antworten
  4. David meint

    09.03.2026 um 11:10

    Machen wir uns nichts vor: bei uns wissen 30% nicht den Unterschied zwischen brutto und netto. Woher sollen sie dann wissen, wie hoch ihr Haushaltseinkommen ist? Zumal sie nicht einmal wissen, was das ist. Da waren die früheren Prämien einfacher: die hingen am Auto und für das Auto garantierten Andere.

    Antworten
  5. Walter meint

    09.03.2026 um 10:24

    Ich übersetze mal:
    Verantwortlich für die höheren Kosten in den Werkstätten bei BEV sind:

    Gier
    Mitnahmeeffekte

    Das werden Wartungen erfunden, wie z.B. der Kühlmittelwechsel der HV Batterie
    Das wird CO2 einfach mal nach 4 Jahren für 1000€ gewechselt
    Den Kunden maximal ausnehmen, weil ja der Ölwechsel wegfällt

    Spezielle Hebebühnen, selten so einen Mist gelesen!
    Spezielle Plätze für havarierte BEV, meine Fr….

    Kein Wunder das das nicht funktioniert mit dem Wechsel der Antriebsart!
    Es geht nur um Gewinnmaximierung, ohne Rücksicht auf Verluste !!

    Antworten
    • TomTom meint

      09.03.2026 um 12:30

      Genau.
      Der Handel kann es nicht erwarten sich zu bereichern und drängelt deshalb…

      Antworten
    • ap500 meint

      09.03.2026 um 13:47

      @Walter du hast vergessen das diese Autos extra so konstruiert werden das teure Wartungen notwendig sind.

      Antworten
    • M. meint

      09.03.2026 um 15:00

      Von „speziellen“ Hebebühnen habe ich noch nichts gelesen, aber bei der Traglast fordern manche BEV die bestehenden schon heraus. Früher hatte eine einfache PKW-Werkstatt oft Bühnen bis 2 Tonnen, das kannst du nicht mehr brauchen, und auch mit 2,5 Tonnen ist man nicht auf der sicheren Seite.

      Havarierte BEV:
      Es ist (bei der Feuerwehr zumindest) bekannt, dass eine Batterie auch noch viele Stunden nach einem Schadensereignis („Unfall“) anfangen kann zu brennen. Wenn das passiert, sollte um dieses Fahrzeug herum nicht direkt etwas anderem stehen, weil das dann auch brennt. Naheliegend, oder?
      Und schon hast du deinen „speziellen Platz“.

      Das o.g. Wechselintervall „kenne“ ich jetzt nur von Kia, die haben aber konventionelle Kühlflüssigkeit drin, kein CO2, und 1000 € fallen bei dem Wechsel auch nicht an.

      Antworten

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