Volkswagen richtet seine Kernmarke unter dem Leitmotiv „True Volkswagen“ neu aus und stellt dafür ein neues Portfolio elektrischer Klein- und Kompaktwagenmodelle für Europa vor. Die Fahrzeuge seien in Europa und für Europa entwickelt worden, unterstreicht das Unternehmen. Zum neuen Angebot zählen ID. Polo, ID. Cross, ID.3 Neo, ID. Polo GTI und ID.3 GTI. Beschrieben werden sie als erschwingliche Elektroautos für Stadtfahrten, Wochenendtrips, den Arbeitsweg und Urlaubsfahrten.
Als gemeinsame Merkmale der neuen Modelle werden ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine neue Designsprache, sicht- und fühlbare Wertigkeit, Technologien auf dem Niveau der jeweils nächsthöheren Klasse und eine intuitive Bedienung genannt. Mit ihnen beginnt nach Darstellung der Marke eine neue Phase unter dem Motto „True Volkswagen“. Im Zentrum steht die Konzentration auf die eigenen Stärken, um E-Mobilität mit innovativen und bezahlbaren Fahrzeugen breiter zugänglich zu machen.
Die Neuorientierung knüpft an Merkmale an, mit denen sich Volkswagen seit Jahrzehnten definiert: „eine breite Produktpalette, einen hohen Qualitätsanspruch, eine hohe technische Kompetenz sowie ein zeitloses, klares Design und ein intuitives Bedienkonzept“. Hinzu kommen über Generationen fortgeführte Modellreihen, neue technische Ausstattungen und eine hohe Verlässlichkeit. Auch der hohe Wiedererkennungswert im Design und etablierte Modellnamen wie Polo, Golf oder Passat werden als Elemente genannt, die die Bindung zu den Produkten prägen.
Ergänzt worden sei das Markenbild über die Jahre durch neue Modelle in verschiedenen Segmenten, vom Kleinwagen up! bis zum Touareg in der Oberklasse, so Volkswagen. Auch Label wie GTI, GTE, TDI oder R werden als prägende Bestandteile der Marke beschrieben. Sie stünden über Jahrzehnte hinweg für unterschiedliche Charaktere innerhalb des Portfolios, darunter Vernunft und Fahrspaß.
Thomas Schäfer, seit Juli 2022 Mitglied des Volkswagen-Konzernvorstands, CEO der Marke Volkswagen Pkw und Leiter der Markengruppe Core, verweist auf eine Richtungsentscheidung aus dem Jahr 2022. „2022 haben wir im Markenvorstand eine klare Entscheidung getroffen: Wir schärfen die Marke Volkswagen und konzentrieren uns wieder konsequent auf unsere Kerntugenden.“ Mit dem Debüt von ID. Polo, ID. Cross und ID.3 Neo sollen ab diesem Jahr die ersten elektrischen Baureihen auf den Markt kommen, die dieses neue Volkswagen widerspiegeln und die Kleinwagen- und Kompaktklasse erweitern.
Drei Aspekte stehen bei „True Volkswagen“ im Fokus
Im Mittelpunkt von „True Volkswagen“ stehen drei Aspekte: Anspruch, Begeisterung und Baukästen. Beim Anspruch formuliert die Marke das Ziel, auf höchstem Niveau zu liefern und die Führungsposition unter den Volumenherstellern einzunehmen. Genannt werden verlässliche Modelle, präzise Fahrdynamik, kontinuierliche technische Innovationen und hohe Wertigkeit. Mit diesem Anspruch soll Elektromobilität für mehr Menschen erschwinglich werden.
Der zweite Schwerpunkt ist Begeisterung. Die neuen ID.-Modelle werden „mit technischer Perfektion“, klarem Design, spür- und sichtbarer Premiumqualität und einem geräumigen Interieur beschrieben. Ausstattung, Bedienkomfort, Optik, Haptik und Materialgüte sollen ein „100 Prozent-Volkswagen-Gefühl“ erzeugen. Zugleich spiegeln die Fahrzeuge die neu entwickelte Designsprache „Pure Positive“ wider, mit der die Design-DNA der Marke weiterentwickelt, neu interpretiert und an den Zeitgeist angepasst wird.
Der dritte Schwerpunkt betrifft die technische Basis. Der Modulare E-Antriebsbaukasten MEB gilt dabei als zentral, die neueste Entwicklungsstufe MEB+ kommt erstmals in ID. Polo, ID. Cross und ID.3 Neo zum Einsatz. Diese Basis ermögliche Features, die in diesen Fahrzeugklassen zuvor nicht finanzierbar gewesen seien, heißt es. Dazu zähle die nächste Generation des Assistenzsystems „Connected Travel Assist“, das den Wagen erstmals automatisch an einer roten Ampel stoppe. Dazu Kai Grünitz, Volkswagen Markenvorstand für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung: „Im neuen Technikbaukasten gibt es überraschende Details. Sie sind das gewisse Etwas zusätzlich, das Volkswagen auszeichnet und auf das wir stolz sind.“

Jörg2 meint
Blume:
„Überkapazitäten sind für unser Unternehmen langfristig nicht tragfähig«, so der seit 2022 an der Konzernspitze stehende Blume in dem Interview. »Und in der heutigen Markt- und Wettbewerbssituation ist die Volumenplanung der Vergangenheit unrealistisch.«
Quelle: aktuelle Presselage 21.04.2026
A.Hörmann meint
Es ist der 21 April 2026 und ich kann immer noch keines der „erschwinglichen“ super Autos kaufen. Ich weiss nicht mal den genauen Preis und wie er dann aussieht !
Wann hört das jahrelange Marketing Geschwafel von VW endlich auf und man kann Produkte sehen, die wirklich bezahlbar sind. (Vermute mal, dass die Autos bei 25.000 starten und mit einigen Extras und größerer Batterie dann 35.000 kosten werden oder ?)
Also war das Warten umsonst …
Die Wahrheit meint
Erinnert mich stark an true social. -:)
Trump als neue Werbefigur bei Volkswagen nach der Amtsenthebung?
Steffen meint
Das heißt aber halt Truth Social…insofern seltsame Gedankenverknüpfung.
David meint
In der Tat ist der ID.3 Neo unter 30.000 € zu haben und die vier neuen Modelle sowieso. Damit hat man elektrische Autos wieder ein Stück erschwinglicher gemacht. Das wird neue Käufer für die Elektromobilität begeistern. Wobei das eine grundsätzliche Listenpreisbetrachtung ist. Wir alle wissen aber auch, dass VW für charmante Angebote bekannt ist. Die können sie sich leisten, denn sehr gute Skaleneffekte sind bei geplant siebenstelligem BEV Ausstoß ganz sicher zu erwarten.
Gerry meint
Na wird auch langsam Zeit für VW aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen 👍.
Vor ein paar Wochen hieß es noch jetzt kommt mit dem ID. Polo ein „echter“ Volkswagen. Jetzt halt „true“ Volkswagen.😄. Zeit wirds…
LMdeB meint
Genug des Marketings, lasst mich nun endlich Taten sehen. Mit dem ID3neo ist der 1ste Schritt getan. Weiter so!
Besser-BEV-Wisser meint
Der Anfang mit ID.Polo und Co ist gut. Aber eine wirkliche innovative VW offensive fehlt.
Ohne diese wird VW nicht zurück auf den Wachstumspfad global gehen kommen.
Der erste echte Gradmesser der Strategie wird der „ID.1“ sein.
Wann soll der Nochmal kommen? ende 2026 oder 2027, oder …?
Daniel meint
Überzeugende E-Modelle? So wie der neue ID3 mit 105kW schnellladen? :-)
M. meint
Wer kennt sie nicht, die Geschäftsreisenden, die sich für ihre täglichen 300 km-Etappen die Version mit 50 kWh-Akku aussuchen und den mit 79 kWh links liegen lassen…
Für die Menschen, die sich das Auto (mit 105 kW Ladeleistung) aussuchen, wird die Schnellladeleistung weniger wichtig sein.
Nebenbei bemerkt: die Ladezeit zählt, nicht irgendein Peak, den das eine Auto 10 Minuten, und das andere für 10 Sekunden hält.
Thomas meint
Die 105kW sind per se kein Problem sofern sie lange aufrechterhalten werden.
Sind am Wochenende knapp 550km (einfach) gefahren mit dem Verbrenner und haben trotzdem ziemlich genau in der Mitte der Strecke eine Pause von knapp 45min gemacht. In der Zeit wär der Akku mit 105kW locker voll gewesen.
MK meint
@Daniel:
Ich verrate Ihnen mal ein Geheimnis: Es gibt verschiedene Varianten und es ist tatsächlich möglich, die Variante auszuwählen, die zu einem selber am besten passt…aber nicht weitererzählen ;)
Till meint
Entscheidend ist der Coulombwert. Der alte pure hatte – gegen Aufpreis-110kW Ladeleistung. Das ist ein C Wert von 2,4. Der Aktuelle hat nun nur noch 2,1. Aber der Neue Mercedes EQS ist mit 2,9 auch kein Ladewunder. Man dümpelt immer um die 30 Minuten bei 10-80% herum.