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BMW 7er bietet „Neue-Klasse“-Technologien, über 720 Kilometer Reichweite

22.04.2026 in Neues zu Modellen von Thomas Langenbucher | 6 Kommentare

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Bilder: BMW

Die BMW Group stellt die neue 7er-Limousine als umfassend überarbeitete Baureihe vor. In der siebten Generation übernimmt das Modell die Einführung von für die Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ entwickelten Technologien in bestehende Fahrzeuge. Das markiert laut dem Hersteller den Beginn eines antriebs- und segmentübergreifenden Technologie-Rollouts für künftige BMW-Automobile. Der Produktionsstart und die weltweite Markteinführung sollen ab Juli erfolgen.

Die 7er-Limousine wird als erste Luxuslimousine mit Technologien der Neuen Klasse bezeichnet. Seit der Einführung im Jahr 1977 sei sie als Innovationsträger und technologischer Pionier positioniert worden. Die neue Modellgeneration wird als umfangreichste Modellüberarbeitung in der Geschichte der BMW Group angekündigt.

Im Design setzt die Oberklasse-Baureihe auf eine neue Formensprache für das Luxussegment. Genannt werden ein monolithisches Exterieur, die BMW-Niere „Iconic Glow“ und minimalistische Kristallleuchten. Die Seitenansicht ist von reduzierten Flächen, einer Charakterlinie und Details geprägt, das Heck von neugestalteten Leuchten und klaren Formen. Drei BMW-M-Performance-Modelle, das „M Sportpaket“, das M Sportpaket Pro, Individualisierungsoptionen von BMW Individual sowie ein Räderportfolio von 20 bis erstmals 22 Zoll ab Werk ergänzen das Angebot.

Im Innenraum nennt BMW eine Kombination aus luxuriösen Materialien, modernem Design und neuer Technik. Aufgeführt werden Leder, Textil, Holz, Kristallglas und Metall sowie ein neues BMW Panoramic iDrive mit erstem BMW Passenger Screen, ein weiterentwickelter BMW Theatre Screen, ein Lichtkonzept mit ambienter Lichtleiste, ein Soundsystem von Bowers & Wilkins mit Dolby Atmos Unterstützung, ergonomische Sitze einschließlich optionaler Executive Lounge, neue Lenkräder, weiterentwickelte Automatiktüren und ein digitaler Innenspiegel. Zur Serienausstattung zählen Panorama-Glasdach, 4-Zonen-Klimaautomatik und Travel & Comfort System.

Im digitalen Bereich erhält das Modell das BMW Panoramic iDrive mit BMW Operating System X und einen erweiterten BMW Intelligent Personal Assistant inklusive Amazon-Alexa+KI-Technologie. Hinzu kommen BMW Maps, Smartphone-Integration, digitale M-Inhalte aus BMW Digital Premium, der BMW Digital Key Plus, optionale ConnectedDrive Upgrades und regelmäßige Over-the-Air-Software-Updates. Der serienmäßige BMW Passenger Screen sowie der optionale BMW Theatre Screen bieten 8K-Streaming, Gaming und Video-Calls. Das Entertainment-Angebot ist im stehenden Fahrzeug auch auf dem Zentral-Display verfügbar.

Mild-Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und E-Auto-Varianten

Beim Antrieb nennt BMW Verbrennungsmotoren mit 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie, Plug-in-Hybride und vollelektrische Varianten. Für die rein elektrischen Versionen wird eine Reichweite von über 720 Kilometern nach WLTP-Norm angegeben, unter anderem dank Batterierundzellen der sechsten Generation. Erwähnt werden außerdem intelligente Ladelösungen, ladeoptimierte Routenplanung, adaptive Rekuperation und die Integration in den Energiemarkt für kostenoptimiertes Laden. Neu zur Auswahl stehen neben dem BMW 740d xDrive auch der BMW 740 xDrive, hinzu kommen zwei Plug-in-Hybrid-Varianten und drei BMW-M-Performance-Modelle.

Bei Assistenzsystemen verweist BMW auf BMW Symbiotic Drive, SAE-Level-2-Fahrerassistenzsysteme und den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz (KI). Der Autobahnassistent ermöglicht freihändiges Fahren bis 130 km/h in diversen europäischen Ländern. Der City-Assistent unterstützt erstmals navigationsgeführte „Adress-2-Adress“-Fahrten im Stadtverkehr. Neu ist zudem eine Fahrerassistenz-Visualisierung in BMW Maps. Zum Parken nennt BMW einen serienmäßigen Parkassistenten, KI-gestützte Parkplatz-Erkennung und Manöver-Planung.

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(Zum Vergrößern anklicken) Bild: BMW

Für Fahrwerk und Fahrverhalten werden eine serienmäßige Adaptive 2-Achs-Luftfederung mit vier elektronisch geregelten Stoßdämpfern, erstmals 22-Zoll-Räder ab Werk und mindestens 20 Zoll Einstiegsbereifung genannt. Optional sind Adaptive Chassis Control mit Integral-Aktivlenkung sowie Adaptive Chassis Control Professional mit Integral-Aktivlenkung und Wankstabilisierung erhältlich. Hinzu kommen M Sportpaket, drei BMW-M-Performance-Automobile, digitale Reifenzustandskontrolle mit KI, integriertes Bremssystem und aktornahe Radschlupfbegrenzung.

Mit dem BMW 7er Protection kündigt das Unternehmen auch eine Schutzversion an. Das Fahrzeug soll vor Angriffen mit Schusswaffen und Sprengladungen schützen, ist nach VR9 zertifiziert und optional auch in der Widerstandsklasse VPAM 10 erhältlich. Als Basis dient der BMW Protection Core mit mehrschichtiger Panzerung aus Stahl, Speziallegierungen, Verbundmaterialien und kugelsicherem Glas. Fahrwerk und Bremsen sind speziell abgestimmt. Ein neues vollelektrisches Sonderschutzfahrzeug auf Basis des jüngsten 7er befindet sich laut BMW in der finalen Entwicklung.

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Beim Thema Nachhaltigkeit verweist der Premiumautobauer auf ressourcenschonende Entwicklung und Produktion sowie auf Maßnahmen entlang des gesamten Lebenszyklus. Für den elektrischen i7 werden reduzierte CO₂e-Emissionen durch Sekundärmaterialien, erneuerbare Energien und optimierte Herstellungsprozesse genannt, darunter bei den Gen6-Batteriezellen und Aluminiumfelgen mit hohem Recyclinganteil.

Gefertigt werden alle Modell- und Antriebsvarianten im BMW-Group-Werk Dingolfing auf einem Montageband. „Mit dem Start des Roll-out der Technologien der Neuen Klasse übernimmt das BMW Group Werk Dingolfing einmal mehr die Rolle des Leitwerks für die neue BMW Oberklasse“, so das Unternehmen.

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Via: BMW
Tags: BMW 7er, BMW i7, DesignUnternehmen: BMW
Antrieb: Elektroauto, Hybridfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. South meint

    22.04.2026 um 15:54

    Das neue Design ist echt gut, auch wenn es nen Schnaps zu wuchtig ist, aber Geschmacksache. Innen in der Klasse einfach einen Bildschirm hinklatschen, das geht aber irgendwie gar nicht. Und ja, da sieht man’s mal wieder, der Schlüssel ist die 800V Technik, also schnelles laden, da reichen einem die 720 WLTP aus. Lustig, genau ein BMW mit „nur“ 720 WLTP, da ja die BMW’ler ansonsten immer so tun, als ob man WLTP Rekorden 800+ oder 900+ nachhecheln müsste. Wobei ich jetzt witzigerweise sagen würde, wenn denn Reichweite wirklich für Kunden zählt, dann eigentlich hier in der Oberklasse…
    Mal über den Tellerrand, unfassbar ist eigentlich, dass Audi in der Oberklasse gar nix vergleichbares hat…

    Antworten
    • eBikerin meint

      22.04.2026 um 16:51

      “ Innen in der Klasse einfach einen Bildschirm hinklatschen, das geht aber irgendwie gar nicht. “
      Da bin ich komplett bei dir. Fahre ab und zu in dem aktuellen 7ner mit – es ist denke ich bekannt, dass ich diese hingeklatschten Tabletts absolut nicht ab kann – das aktuelle Display gefällt mir super gut. Es wird gerne darauf hingewiesen, dass damit das sog. panaramic-View nicht gehen würde. Kann ich nicht nachvollziehen.
      Wenn ich das nächste mal mit fahre, schaue ich aber nochmal ganz genau ob das aktuelle Display da wirklich ein Problem sein könnte

      Antworten
    • brainDotExe meint

      22.04.2026 um 16:55

      „Und ja, da sieht man’s mal wieder, der Schlüssel ist die 800V Technik, also schnelles laden, da reichen einem die 720 WLTP aus.“

      Der i7 hier basiert weiterhin auf 400V.

      „Lustig, genau ein BMW mit „nur“ 720 WLTP, da ja die BMW’ler ansonsten immer so tun, als ob man WLTP Rekorden 800+ oder 900+ nachhecheln müsste“

      Du musst bedenken, das sind die Maximalangaben. Machst du breite Schlappen, Sportreifen, schicke Felgen und M Optikpakete drauf, schwupps sind aus den 900+ „nur“ noch 700+ geworden.

      Antworten
  2. Daniel S meint

    22.04.2026 um 15:43

    Jetzt wo BMW 7er und DB S Klasse ekektrisch über 750km Reichweite haben, bin ich gespannt wie, viele Politikerautos endlich als BEV daherkommen.

    Antworten
  3. eBikerin meint

    22.04.2026 um 15:37

    720 km Reichweite finde ich jetzt aber etwas dürftig für das Schlachtschiff. Ob da nicht mehr Batterien reinpassen? Es sind zwar knapp 100 km mehr als im aktuellen, aber gegen die direkte Konkurrenz mit dem Stern ist das schon etwas „wenig“.

    Antworten
    • brainDotExe meint

      22.04.2026 um 16:57

      Es ist halt immernoch eine Mischplatform mit begrenztem Bauraum für das Akkupack. Dazu weiterhin Modulbauweise und kein Cell-To-Pack, wenn ich das richtig gelesen habe.

      Das Facelift muss ja auch lediglich 3 Jahre überbrücken, dann kommt der neue 7er auf reiner Elektroplattform.

      Antworten

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