Der rein elektrische Sportwagen Polestar 6 steht kurz vor der Serienreife. Die Pläne für die Produktion sind jedoch pausiert, um preisgünstigere Modelle zu forcieren. Graeme Lambert, globaler Leiter für Produktkommunikation bei der schwedisch-chinesischen Marke, sagte dem Portal Edmunds, dass ein Großteil der Entwicklung bereits abgeschlossen sei. Der Roadster sei im Grunde ein gekürztes Derivat der ab diesem Jahr an Kunden gehenden großen Sportlimousine Polestar 5.
Die technische Grundlage bildet die Polestar Performance Architecture (PPA). Dabei handelt es sich um eine maßgeschneiderte Struktur aus geklebten Aluminiumkomponenten, die von Polesters ehemaligem britischem Forschungs- und Entwicklungszentrum entwickelt wurde. Mit dem Polestar 5 gibt es bereits ein serienreifes Elektroauto auf der Architektur, was weitere Modelle darauf erleichtert. „Wenn man den 6 als den zweitürigen Polestar 5 betrachtet, ist die Komponentenbasis im Wesentlichen bereits vorhanden“, so Lambert.
Die verbleibenden Arbeiten am Polestar 6 konzentrieren sich den Angaben zufolge auf die Entwicklung des faltbaren Hardtop sowie der Rücksitze. Polestar betont, dass die notwendige Expertise für den Abschluss des Projekts in Schweden vorhanden sei. Auf die Frage, ob das Elektroauto zu 95 Prozent fertiggestellt sei, widersprach Lambert dieser Einschätzung nicht. Er würde „zögern zu sagen, dass es zu 100 Prozent fertig ist“.
Der Polestar 6 soll das 112-kWh-Akkupack des Polestar 5 nutzen, die Aussparungen für die Füße im zweiten Sitzbereich entfallen. Auch die Motoren und die Aufhängung bleiben laut Lambert identisch. Zudem unterscheide sich der vordere Teil der Kabine weitgehend nicht.
Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf die Profitabilität. Aufgrund von Zöllen und einer geringeren Nachfrage nach E-Autos stehen die Einführung der nächsten Generation der Mittelklasselimousine Polestar 2 sowie des neuen Kompakt-SUVs Polestar 7 mit Produktion in Europa im Vordergrund. Diese Modelle nutzen Architekturen des chinesischen Mutterkonzerns Geely. Lambert betonte: „Der Schlüssel für uns ist es, den 7 und den 2 korrekt auszuliefern, das Geschäft voranzutreiben und dann in der Lage zu sein, etwas anderes zu tun.“
Neben dem Polestar 5 und 6 könnte die PPA-Plattform auch für ein neues Crossover-Modell genutzt werden, um insbesondere mit SUVs der etablierten Premiummarken Porsche, Lamborghini oder Bentley zu konkurrieren. Die Architektur wurde laut Lambert „für die weitere Nutzung“ entwickelt, eine Entscheidung über weitere Modelle bleibe eine Möglichkeit.

Egon_meier meint
sagen wir es mal so … Polestar schleicht sich allmählich aus dem Markt.
Defizite ohne Ende und Geely will dem schlechten Geld nicht noch gutes hinterherwerfen und lässt die Marke langsam austrocken.
Andere bleiben dran, bringen neue Modelle …