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Toyota entwickelt System zum „Abwürgen“ von E-Autos

19.06.2026 in Autoindustrie, Technik von Thomas Langenbucher | 9 Kommentare

Toyota-C-HR+

Bild: Toyota (Symbolbild)

Toyota arbeitet an einem System, das die Fahrweise von Elektroautos durch simulierte manuelle Schaltvorgänge beeinflussen soll. Ein kürzlich von dem Portal Carbuzz entdecktes Patent beschreibt eine Technologie, die das Verhalten eines Verbrenungsmotors nachahmt. Dabei können sogar die negativen Folgen eines ungeschickten Schaltens reproduziert werden.

Das System nutzt demnach eine Vorrichtung zur virtuellen Änderung der Drehmomentübertragung. Diese Komponente soll die Bedienung einer Kupplung bei einem Schaltwagen imitieren. Ergänzt wird dies durch einen Rechner für die virtuelle Motordrehzahl, der ermittelt, welcher Gang und welche Drehzahl in einem Verbrennungsmotor vorliegen würden.

In Verbindung mit einem simulierten manuellen Getriebesystem kann das Elektroauto bei falscher Bedienung absterben. Ein solches Absterben bedeutet im Kontext der Toytoa-Erfindung einen plötzlichen Wegfall des gesamten Drehmoments sowie das Einsetzen der Bremsen. Dies würde eine ruckartige Bewegung erzeugen, die dem Abwürgen eines Verbrenners gleicht.

Die Technologie umfasst laut dem Bericht auch ein System, das auf die Fahrfertigkeit der Person reagiert. Das Elektroauto soll beurteilen, ob man geschickt agiert oder nicht. Bei mangelnder Kompetenz könnte das System automatisch den Berganfahrassistenten aktivieren. Zudem ist ein Launch-Control-Modus vorgesehen, in dem ein abruptes Lösen der virtuellen Kupplung zu einem aggressiveren Anfahren führt als ein sanfter Vorgang.

Toyota entwickelt diese Technologie nach Informationen von Carbuzz bereits seit mehreren Jahren. Das System umfasst demnach einen Schalthebel sowie ein Kupplungspedal. Ein ähnliches, von vielen gelobtes Konzept findet sich bereits beim Hyundai Ioniq 5 N. Dort können virtuelle Begrenzer für die Drehzahl genutzt werden, um das Fahrgefühl interessanter zu gestalten. Wenn beim Hyundai die Schaltwippen nicht rechtzeitig betätigt werden, kappt der Computer die Leistung in einer Weise, die an einen Drehzahlbegrenzer erinnert.

Das neue System von Toyota geht jedoch laut Carbuzz über die reine Simulation von Drehzahlen hinaus. Es zielt darauf ab, die Konsequenzen ungeschickter Schaltvorgänge, wie das Einlegen eines zu hohen Gangs, technisch bei einem Elektroauto umzusetzen.

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Via: Carbuzz
Unternehmen: Toyota
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Mike meint

    19.06.2026 um 13:54

    Mein Vorschlag für ein weiteres Patent: baut einen Kaminofen ein, damit man wirklich alle Nachteile der Verbrenner noch in BEV mit übernimmt.

    Antworten
  2. Rob meint

    19.06.2026 um 13:52

    Ich mag bezweifeln, dass es nun genau die fehlende Möglichkeit ist, ein Elektroauto „abwürgen“ zu können, welche die Kunden vom Umstieg abhält.

    Antworten
  3. Peugeot 106 Electrique meint

    19.06.2026 um 13:50

    Ist heute der 1.te April?

    Antworten
  4. Jörg2 meint

    19.06.2026 um 13:29

    Warum fallen bei Verbrennerautos hinten keine Pferdeäpfel raus?
    Es gibt doch bestimmt Pferdeliebhaber in der Käuferschaft.

    Antworten
  5. mipu meint

    19.06.2026 um 13:23

    Und für sowas wird F&E-Budget bereitgestellt … sind die denn alle nur noch bescheuert?

    Antworten
  6. MK meint

    19.06.2026 um 13:16

    Ich prognostiziere mal die nächsten Toyota-Entwicklungen:
    – Ein Auto bei dem die Klimaanlage im Sommer simuliert, dass sie das Auto gar nicht kühlen könne und ein Teil der Abwärme eines Verbrennungsmotors weitergegeben werden muss.
    – Ein Modell, bei dem der elektrische Fensterheber nicht durch betätigen eines Kippschalters, sondern durch betätigen einer Handkurbel bedient wird.
    – Einen Touchscreen, wo alle Funktionen gesperrt sind bis auf die Einstellung der UKW-Frequenz per Drehregler
    Früher war halt doch ALLES besser…

    Antworten
  7. McGybrush meint

    19.06.2026 um 13:03

    Ich hoffe…. Ich hoffe bei aller Inständigkeit… wir reden hier darüber das man das einzig und allein für ab Werk Produzierte Fahrschulautos anbietet und nicht als echtes Gimmik.

    Andere Frage. Weiss einer was die neuen LG und Samsung OLED TV‘s rauskommen mit einem nach aussen gewölbten Glas und eine optionalen PAL Auflösung von 720×576 bei einer in der Mitte des screens genutzten Diagonale von 22“
    Damit könnte man schöne Nostalgische Kinosabende machen.

    Und das Umschalten der Sender sollte laute Knall Geräusche von Tasten machen.

    Antworten
  8. THeRacer meint

    19.06.2026 um 13:03

    … hej Toyota – aufwachen! Der 1.April ist vorbei. Oder …? Halt – nein, die meinen das ernst 😑🤪 😖

    Antworten
  9. M. meint

    19.06.2026 um 13:01

    Ok, langsam wird’s affig.
    Also, im Ernst.
    Welche Autos werden heute noch beim Anfahren abgewürgt, und wer wollte das jemals haben?
    Sound, ja. Virtuelle Schaltung, Grenzbereich für Nerds, aber das hier?

    Toyota: setzt euch mal Prioritäten. Seit wann baut ihr Autos für 50 Menschen jährlich?

    Antworten

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