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Mercedes-Vans-Chefentwickler über VLE: „Das Fahrzeug ist eine echte Grand Limousine“

18.06.2026 in Neues zu Modellen, Transport von Thomas Langenbucher | 11 Kommentare

Mercedes-VLE

Bild: Mercedes‑Benz

Mercedes-Benz Vans bringt den elektrischen Van VLE, der mit innovativen Technologien und einem hochwertigen Interieur aufwartet. Er verfügt über 800-Volt-Technik, die dank mehr als 300 kW Leistung ein Nachladen von bis zu 350 Kilometern in 15 Minuten ermöglicht. Zudem bietet er eine Hinterachslenkung und ein Interieur auf Limousinen-Niveau mit bis zu acht Sitzplätzen. Die WLTP-Reichweite beträgt über 700 Kilometer bei einem Verbrauch von 18,4 kWh auf 100 Kilometern.

Der verantwortliche Entwickler, Benjamin Kaehler, betont in einem ausführlichen Interview mit dem Portal Electrive die Bedeutung der neuen Elektro-Plattform VAN.EA, die als Basis für zukünftige Vans von Mercedes-Benz dient. Diese Architektur ermöglicht es, sowohl Pkw-Modelle wie den VLE als auch große gewerbliche Fahrzeuge zu entwickeln. Kaehler hebt hervor, dass die Differenzierung nicht mehr im Antriebsstrang liege, sondern in der Gestaltung und den Funktionen des Fahrzeugs.

Ein besonderes Highlight des VLE sei das ausgefeilte Klimasystem, das dank des elektrischen Antriebs innerhalb kürzester Zeit die gewünschte Temperatur erreiche. Zudem biete der VLE eine flache Aufbauform mit einem ebenen Ladeboden und verstellbaren Sitzen. Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Spreizung der Plattform gewesen, um sowohl kleine als auch große Fahrzeuge mit unterschiedlichen Anforderungen abzudecken.

Die technische Basis mit 800-Volt-Elektrosystem und ähnlichen Merkmalen ist laut Kaehler mittlerweile üblich. Die Differenzierung erfolge vielmehr durch, das Interieur, NVH (Noise, Vibration, Harshness), Komfort und innovative Funktionen wie ein vollintegriertes großes Display im Dachhimmel oder Sitze mit Massagefunktion. Dabei fühle man sich in der zweiten Sitzreihe „nicht mehr wie in der zweiten Klasse“. Hinzu komme Sicherheit auf einem neuen Niveau. Auch das Exterieurdesign werde viele „begeistern“. Und die Hinterachslenkung ermögliche einen Wendekreis von 10,9 Metern, was dem VLE besonders wendig mache.

„Ich glaube, dass die aktuellen Elektrofahrzeuge auf dem Markt bei den elektrischen Eigenschaften inzwischen einen guten Stand haben. Jetzt wird wieder der klassische Automobilbau wichtig“, so Kaehler. „Das Fahrzeug ist eine echte Grand Limousine – mit Blick auf Haptik, Interieur und Komfort. Genau das werden unsere Kunden mögen.“ Nach dem VLE plant Mercedes-Benz den VLS als noch luxuriöseres Fahrzeug, gefolgt von gewerblichen Modellen.

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Via: Electrive
Tags: Elektro-Transporter, Mercedes VLEUnternehmen: Mercedes-Benz
Antrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge, Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. LMdeB meint

    19.06.2026 um 07:36

    OMG wie häßlich diese front. Man sollten den Designer und die Absegner „grillen“. SPAß!! Nicht wörtlich nehmen! Im übertragenen Sinne … ihr wisst schon.

    Antworten
  2. Matthias meint

    18.06.2026 um 19:04

    „Auch das Exterieurdesign werde viele „begeistern“.“
    Ich bin eher „entgeistert“ von der bescheuerten Frontpartie mit einem Fake-Kühlergrill der vermutlich größer ist wie damals beim Mercedes 600. Bei einem E-Auto! Dabei haben Actros-LKW von Mercedes bzw. „Daimler Trucks“, inzwischen eine abgetrennte eigene Firma, sogar als Verbrenner eine fast vollständige glatte Front. Omnibusse mit Heckmotor haben schon seit vielen Jahrzehnten bei allen Marken keinen nenneswerten „Kühlergrill“ mehr, außer veraltete US-Schulbusse natürlich.

    Und dazu der einsam in der Blechhaube steckende Mercedes-Stern, dereinst eine Kühlerfigur auf dem echten Kühlerdeckel, in der Position eher eine Witzfigur. Einen „einsamen Rufer in der Wüste“ gab es allerdings schon beim Käfer-Gegenstück 130H in den 1930ern. Dass die chinesische Kundschaft das so wolle ist wohl immer die Ausrede für derartige Entgleisungen. Sogar der neue Smart ForTwo #2 hat so einen Riesen-Pseudo-Kühler. Beim Tesla Model S, einst war Daimler ja Miteigner, ist die schwarze Wir-holen-euch-damit-ab-Schnauze gottlob vor 10 Jahren entfernt worden.

    Antworten
    • M. meint

      19.06.2026 um 15:01

      Du bist schlecht informiert.
      Die Kabine ist beim Actros eine Option, auch beim „e“. Du kannst auch die Standardkabine bekommen mit der klassischen Optik.

      Antworten
      • Matthias meint

        20.06.2026 um 01:11

        Du willst falsch informieren, auch lügen genannt. Ich habe geschrieben dass auch Mercedes-Verbrenner-Actros die verlängerte abgerundete Procabin haben, im Sinne von zur Auswahl haben, als Option. Der große konventionelle Kühlergrill ist also nicht notwendig sondern reines Gewohnheitsdesign das bescheuerterweise auch beim eActros angeboten wird.

        Antworten
  3. South meint

    18.06.2026 um 15:03

    Weil es gerade hier auch erwähnt wird. Erstaunlich wie viel schneller eAutos im Sommer im Vergleich zum Verbrenner runterkühlen… und auch gut. Man muss keinen Motor laufen lassen, wenn man steht. Ein eAuto ist im Stau also viel effektiver beim kühlen und heizen…
    Faires halber. Wenn man mit einem Verbrenner länger fährt, heizt der Raum besser auf, weil einfach beim Verbrenner viel Abwärme anfällt. Aber bevor die Diskussion losgeht, ein eAuto kann im Winter auch sehr gutbeheizt werden, also keine Kritik, ein Verbrenner ist halt wie ein alter Holzofen, liefert so einen überschüssigen Wärmeüberschuss…

    Antworten
    • EVrules meint

      19.06.2026 um 09:25

      Auch ein BEV heizt sich selbst über die Fahrdauer auf – energetisch betrachtet (vorallem im Winter), ist der Aufwand das BEV (Akkusystem) auf Betriebstemperatur zu bringen deutlich höher, als bei einen Verbrennungsmotor.

      Ein BEV ist auch nicht nennenswert effektiver beim Kühlen, denn das liegt nicht im Antrieb, sondern im Klimakompressor.

      Man kann sogar die Frage in den Raum stellen, ob das Akkusystem im Boden, mit der entsprechenden Abwärme, nicht dafür sorgt, dass der Innenraum potentiell mehr Wärme abbekommt, als beim Verbrennungsmotor in der Front.

      Die Thematik um die thermischen Eigenschaften sind deutlich komplexer, als es nur auf den Antrieb zurückzuführen wäre.

      Ansonsten läuft man schnell Gefahr, Vergleiche zu ziehen, wo keine bestehen.

      Antworten
    • eBikerin meint

      19.06.2026 um 16:27

      „Erstaunlich wie viel schneller eAutos im Sommer im Vergleich zum Verbrenner runterkühlen“ Haben die ne andere Klimaanlage?
      „Man muss keinen Motor laufen lassen, wenn man steht.“ Naja beim Verbrenner läuft der Motor weil die Klima sonst die Starterbatterie leer saugt – beim eAuto ist halt ne riesen Batterie drin.
      „Ein eAuto ist im Stau also viel effektiver beim kühlen“ Nein ist es nicht.
      „nd heizen…“
      Erst recht nicht – hast du ja selbst weiter unten in deinem Text geschrieben,

      Antworten
      • MK meint

        20.06.2026 um 12:08

        @eBikerin:
        Dass eAutos eine andere Klimaanlage hätten als Verbrenner, kann man nicht pauschal sagen. Aber: Eine Wärmepumpe ist letztlich nichts anderes als eine Klimaanlage. Ob die Wärme von außen ins Auto pumpt oder aus dem Auto nach draußen, ist dabei egal. Wer im VW Konzern also ein MEB-Fahrzeug mit Wärmepumpe kauft, hat also eine 6kW-Klimaanlage drin. Fragt man Klimaanlagenanbieter, welche Kühleistung man für eine Hausklimaanlage bräuchte, rechnen die meist mit 30 W pro m³. 6 KW würden demnach für eine 80 qm-Wohnung mit 2,5 m Deckenhöhe reichen. Oder anders formuliert: Die Wärmepumpe in den VW-MEB-Fahrzeugen z.B. ist um ein vielfaches überdimensioniert. Daher heizt es im Winter schnell und kühlt auch im Sommer schnell..und eben deutlich schneller als die Verbrenner-Klimaanlage, die nur dafür dient und nicht im Winter auch heizt (beim Golf z.B. dürften es rund 50% weniger Leistung sein als beim ID.3, wobei es schwierig ist, da etwas über die Anschlussleistung zu finden…meist findet man nur die maximale Kälteleistung, die bei einer Wärmepumpe aber deutlich oberhalb der Anschlussleistung liegt).
        Ich denke nach Beschwerden bei den ersten eAutos, dass die sich schlecht beheizen ließen, werden viele Hersteller solch überdimensionierte Geräte verbaut haben, um jeden Zweifel im Keim zu ersticken.

        Antworten
  4. David meint

    18.06.2026 um 13:05

    Ja, da haben die Mercedes-Leute recht. Reichweite und Ladegeschwindigkeit sind für ein so großes und luxuriöses Fahrzeug schlichtweg beeindruckend und man muss sagen, sogar der Preis ist fair. Das Auto wird seine Kunden finden.

    Antworten
    • simon meint

      18.06.2026 um 17:31

      Und es ist der einzige Van mit 800V, großen Akku und ausbaubare Sitzen. Die Chinesen verkaufen einen nur so Kino Sessel, beim ID.Buzz kann man die Sitze nicht ausbauen und bei Kia bekommt man (auch wenn der viel billiger ist) weder ausbaubare Sitze noch einen großen Akku. Das ist der einzige „richtige“ reisetaugliche Van den man überhaupt kaufen kann.

      Antworten
      • Norbert Riedel meint

        18.06.2026 um 18:35

        Es wäre ein noch schöneres Auto, wenn es nicht diesen riesigen LKW-Grill hätte.

        Antworten

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