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Automobilindustrie unterstützt Ziele des Industrial Accelerator Act

06.07.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Mercedes-GLC-Produktion-2026

Bild: Mercedes-Benz (Symbolbild)

Die European Automobile Manufacturers’ Association (ACEA) hat ihre Position zum Industrial Accelerator Act (IAA) veröffentlicht und bekräftigt die Unterstützung der Branche für die Ziele des Vorschlags. Genannt werden von dem Autoherstellerverband der Schutz der EU-Produktion und die Verringerung der Abhängigkeit von anderen Regionen bei umweltfreundlicheren Technologien.

Der IAA ist ein EU-Gesetzesvorschlag, der die industrielle Produktion in Europa stärken und die Abhängigkeit von anderen Regionen bei sauberen Technologien verringern soll. Während die Verhandlungen in eine kritische Phase treten, legt der ACEA Empfehlungen der Automobilindustrie vor.

Ziel ist laut dem Verband eine Gesetzgebung, die Europas industrielle Basis stärkt und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit unterstützt. Der ACEA verweist auf wachsende wirtschaftliche, wettbewerbliche und geopolitische Belastungen für die Branche. Der Sektor brauche einen Rahmen, der seine Transformation unterstützt und nicht behindert.

„Risiko einer Aushöhlung der industriellen Basis der EU ist real“

„Das Risiko einer Aushöhlung der industriellen Basis der EU ist real“, sagt ACEA-Generaldirektorin Sigrid de Vries. Intelligente und gezielte Maßnahmen zur Unterstützung heimischer Produktion seien gerechtfertigt, zugleich dürfe das Ausmaß der Herausforderung für die Branche nicht unterschätzt werden.

De Vries nannte einen schrumpfenden EU-Markt, starken Wettbewerb, geopolitische Instabilität, steigende Herstellungskosten und zunehmende regulatorische Anforderungen. Gleichzeitig investiere die Industrie Milliarden in Elektrifizierung, um ambitionierte Ziele für 2030 zu erreichen. Mit wichtigen Anpassungen könne der Industrial Accelerator Act nach den Worten der Lobbyistin „zu einem Katalysator für industrielle Stärke“ werden. Wichtig sei außerdem, dass der Act fest in eine umfassende Industriepolitik eingebettet werde.

Für den Automobilsektor fordert der ACEA unter anderem, „Made in EU“-Vorteile so auszugestalten, dass sie die Kosten einer Lokalisierung in Europa ausreichend ausgleichen. Der geografische Geltungsbereich solle auf EU27 und das Vereinigte Königreich eingegrenzt werden, während bestehende Investitionen europäischer Hersteller in ausgewählten Ländern wie der Türkei und Marokko gezielt geschützt werden sollen.

Weitere Empfehlungen betreffen schlankere und fairere Regeln zur Berechnung lokaler Inhalte, realistische Ziele für E-Fahrzeug-Batterien im Einklang mit dem tatsächlichen Hochlauf der Batterieproduktion sowie eine Anpassung des Vorschlags an verschiedene Segmente. Genannt werden Autos, Vans, Lkw und Busse, die unterschiedliche Wertschöpfungs- und Kostenstrukturen haben und unter unterschiedlichen Bedingungen operier

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Via: ACEA
Tags: ACEA, EU, EuropaAntrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge, Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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