Die Volkswagen Group lieferte im ersten Halbjahr weltweit 4,13 Millionen Fahrzeuge aus. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum mit 4,41 Millionen Fahrzeugen. Außerhalb Chinas stiegen die Auslieferungen insgesamt um rund zwei Prozent.
In Europa erhöhten sich die Auslieferungen um 3,5 Prozent auf 2,041 Millionen Fahrzeuge. Westeuropa verzeichnete ein Plus von 2,9 Prozent, Zentral- und Osteuropa legten um 7,2 Prozent zu. In Deutschland wurden 2,7 Prozent mehr Fahrzeuge an Kunden übergeben.
In Südamerika stiegen die Auslieferungen um 8,3 Prozent auf 327.200 Fahrzeuge. Brasilien erreichte einen Zuwachs von 17,1 Prozent. In Nordamerika gingen die Auslieferungen dagegen um 3,1 Prozent auf 447.500 Fahrzeuge zurück, nachdem sie im zweiten Quartal um 7,7 Prozent gestiegen waren.
Im US-Markt sanken die Auslieferungen im ersten Halbjahr um 7,4 Prozent. Für das Umfeld werden die Zollsituation und eine veränderte Regulatorik genannt. In der Region Asien-Pazifik gingen die Auslieferungen um 24 Prozent auf 1.118.300 Fahrzeuge zurück, in China betrug das Minus 25,9 Prozent.
Die weltweiten Auslieferungen rein batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) sanken um 6 Prozent auf 438.500 Einheiten im Vergleich mit dem Vorjahr. In Europa stiegen die BEV-Auslieferungen dagegen um 8 Prozent, während sich ihr Anteil in Westeuropa von 20 auf 21 Prozent erhöhte. In den USA gingen die Elektroauto-Auslieferungen einschließlich der Auswirkungen erhöhter Zölle um 69 Prozent zurück.
Der BEV-Auftragsbestand in Europa erhöhte sich gegenüber Ende 2025 um mehr als 50 Prozent. Im zweiten Quartal lagen die europäischen BEV-Auftragseingänge ebenfalls mehr als 50 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der BEV-Anteil am gesamten Auftragsbestand betrug mehr als 30 Prozent.
Für die neue „Electric Urban Car Family“ mit VW ID. Polo, Škoda Epiq und Cupra Raval gingen mehr als 54.000 Bestellungen ein. „Das liegt deutlich über unseren Erwartungen“, erklärt Marco Schubert, Mitglied der Erweiterten Konzernleitung für Vertrieb. Über alle Antriebsarten stiegen die Auftragseingänge um vier Prozent und der Auftragsbestand um rund zwölf Prozent gegenüber Ende 2025.
Die weltweiten Auslieferungen von Plug-in-Hybriden und E-Fahrzeugen mit Verbrennermotor als Stromgenerator („Range Extender“) stiegen um rund 27 Prozent auf 246.000 Einheiten. Genannt wird eine steigende Nachfrage nach Plug-in-Hybridantrieben der zweiten Generation und Range-Extender-Antrieben.
Meistverkaufte E-Autos des VW-Konzerns 1. Halbjahr 2026
- Škoda Elroq: 59.900
- Volkswagen ID.4/ID.5: 53.700
- Škoda Enyaq (inkl. Coupé): 48.300
- VW ID.3: 44.400
- Audi Q4 e-tron (SUV/Sportback): 33.800
- Audi Q6 e-tron (SUV/Sportback): 31.900
- Volkswagen ID.7 (inkl. Tourer): 29.500
- Volkswagen ID. Buzz (inkl. Cargo): 27.200
- Cupra Born: 20.800
- Audi A6 e-tron (Avant/Sportback): 18.400

Fred Feuerstein meint
Das ist wirklich sehr lustig. Im Volkswagenkonzern kann man beobachten, wie sehr man sich abmüht mehr Modelle auf die Straße zu bringen und schafft es trotz allem nicht einen Mehrabsatz zu genieren…Das muss man erst mal hinbekommen. Mehr als 30 reinelektrische Modelle und weniger Absatz. Kann sich jeder ausmalen was das mit den Stückkosten macht.
Das ist dann wohl die brutale Skalierung des billigen Baukastens…Weltweiter Flop. Na ja, immerhin läuft es in Europa, aber nur da. Porsche wird durchgereicht, den mangelhaften Taycan will so gut wie keiner mehr kaufen. Es wird wohl keinen Nachfolger für das erfolglose Modell geben.
Die Wahrheit meint
„Modellwechsel … ist ja kein Einbruch. “
Interessant. :-)
„Stabiles 2027“
Ich las in der Presse, die sonst eher TESLA kritisiert:
„existenzbedrohend“
„4 Werksschließungen“
„Jobabbau 100.000 Stellen“
„starke Ausdünnung der Modellpaletten“
„drastische Einsparmaßnahmen unvermeidbar“
Der Konzern steht mit dem Rücken zur Wand. Dabei fängt China ja gerade erst langsam an, den deutschen und europäischen Automarkt auszuweiten. Das wird noch ein agressives Buhlen um Marktanteile, Marktverdrängung und Imagegerangel auslösen.
Ich wünsche der VWAG ein glücklicheres Händchen, als in den vergangenen Jahren.
Ich schreibs unverblümt:
Die Erfolgsbilanz von Blume bei Porsche und danach im VW Konzern zeigte steil nach unten. Im Fußball, wie aktuell geschehen, wird der Trainerposten schnell überdacht.
Futureman meint
Seit Jahren wird bei VW „in ein paar Jahren“ die Lösung aller Probleme mit tollen Autos versprochen. Und dann kommen andere Hersteller und verkaufen solche Fahrzeuge schon heute. Kein Wunder, dass die Nachfrage bei VW stark nachlässt. Dazu zig verschiedene Varianten von immer dem gleichen Fahrzeug hilft auch nicht gerade. Da lieber günstig mit allem drin und Updates gibt’s gratis über Nacht.
eBikerin meint
Die zig Varianten gibts aber nur in Europa und da ist der Absatz gestiegen. Komisch, oder?
Future meint
Also wohl wieder keine Million Elektroautos von VW in 2026.
Also wohl wieder 90 Prozent Verbrenner von VW in 2026.
Also wohl wieder ein sehr schmutziges Jahr von VW.
Justin Case meint
In den USA gingen die Elektroauto-Auslieferungen einschließlich der Auswirkungen erhöhter Zölle um 69 Prozent zurück.
Wow. Eins kann man MAGA-Donnie nicht vorwerfen: Untätigkeit. Er macht zwar nicht das richtige, aber er macht was.
Baehnt meint
VW Gesamtkonzern 438.500 im 1. Halbjahr, Tesla 838.149
eBikerin meint
VW Gesamtkonzern 4,13 Millionen im 1.Halbjahr.
Ja sind 90% Verbrenner – aber eben auch verkaufte Autos.
Andy meint
Die Auslieferungen sanken um 6%, aber gleichzeitig stieg der Auftragsbestand um 50! %, aber angeblich ist die Auslastung der deutschen Fabriken zu gering, was läuft da schief?
Baehnt meint
Das erstere sind die bitteren Fakten, das zweite ist Marketing-Schönsprech
Futureman meint
Sie wollen hat die letzten Kunden möglichst lange hinziehen. Denn danach kommt gar keiner mehr.
David meint
Ja, die Vierlinge laufen jetzt langsam los. Im Gepäck haben sie erste überzeugende Tests. Insgesamt war das erste Halbjahr elektrisch von Modellwechseln geprägt. Aber das ist normales Geschäft, da ist ja kein Einbruch gewesen. Man möchte halt ein sehr stabiles 2027 und für irgendwann musst du ja die Wechsel einplanen. ID.Cross und ID.Tiguan fehlen noch, dann ist das Erfolgsblatt vollständig.