Am Flughafen Düsseldorf hat ein Praxistest mit fernüberwachten und teleoperierten Shuttle-Fahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr begonnen. Rheinbahn, Rheinmetall mit der Tochtergesellschaft MIRA und der Flughafen erproben die elektrischen Fahrzeuge unter realen Betriebsbedingungen. Die Shuttles verkehren zwischen dem Flughafenbahnhof und dem Terminalbereich.
Der Testbetrieb soll Erkenntnisse über einen möglichen künftigen Einsatz teleoperierter Mobilitätsangebote liefern. Untersucht werden die Praxistauglichkeit im Verkehrsalltag, die Integration in bestehende Verkehrsstrukturen, die Betriebssicherheit, die Systemstabilität sowie die Akzeptanz bei Fahrgästen und Fahrpersonal. Teleoperation kann dabei laut den Projektverantwortlichen ein Zwischenschritt zu stärker automatisierten Mobilitätsangeboten sein.
Die Ergebnisse sollen helfen, mögliche Anwendungen im öffentlichen Personennahverkehr und bei internen Einsätzen wie Rangierfahrten auf Betriebshöfen zu bewerten. „Entscheidend ist dabei der Praxiseinsatz unter realen Bedingungen“, erklärt Rheinbahn-Vorständin Annette Grabbe. „Entscheidend ist dabei der Praxiseinsatz unter realen Bedingungen. Gleichzeitig wissen wir: Technologische Transformation gelingt nur, wenn wir die Menschen mitnehmen. Deshalb wollen wir neue Technologien gemeinsam mit unseren Fahrerinnen und Fahrern erproben, Erfahrungen sammeln und Berührungsängste durch eigenes Erleben abbauen.“
MIRA-Geschäftsführer Win Neidlinger verbindet Teleoperation mit dem Ziel, den öffentlichen Nahverkehr trotz zunehmenden Fahrpersonalmangels langfristig leistungsfähig zu halten und neue Angebote wirtschaftlich zu ermöglichen. Flughafen-Geschäftsführer Lars Redeligx verweist auf die Erfahrungen mit vollautomatischen Systemen im SkyTrain. Der Flughafen prüft zudem mögliche Anwendungen in logistischen und operativen Abläufen auf dem Vorfeld.
Die Fahrzeuge werden aus einem Leitstand im EUREF Campus ferngesteuert. Während des gesamten Testbetriebs befindet sich eine Begleitperson im Shuttle, die bei Bedarf eingreifen kann. „Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden hat während des Projekts höchste Priorität“, wird betont.
Interessierte können vom 13. Juli bis zum 28. August 2026 kostenlos mitfahren. Die Shuttles verkehren montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr etwa alle 30 bis 40 Minuten und bedienen fünf gekennzeichnete Haltepunkte. Der Test ist Teil des geförderten Forschungsprojekts PoQuaSIA, das eine leistungsfähige und sichere digitale Infrastruktur für sicherheitskritische Anwendungen wie die Teleoperation von Fahrzeugen entwickeln soll.

Jensen meint
Kunden, die vom Flughafenbahnhof ins Terminal wollen, werden wohl ohnehin bevorzugt den Skytrain nutzen, der die Fahrt in wenigen Minuten erledigt.
MK meint
Ein Teleoperator und ein Sicherheitsfahrer?
Ich verstehe das Ziel des Versuchs. Nur: Macht dieser Zwischenschritt Sinn? Wenn ich einen Sicherheitsfahrer reinsetze, würde ich zumindest von einem Großteil autonomen Fahren ausgehen und Teleoperatoren nur vereinzelt für Einzel-Problemfälle.
M. meint
Sicherheit wird eben groß geschrieben.
Wenn sich in diesem Projekt zeigt, dass der Sicherheitsfahrer nicht nötig ist, wird der entfallen. Aber erstmal geht es darum, das Vertrauen zu schaffen – auch gegenüber den Fahrgästen.
Mehr ein psychologisches Problem als ein technisches.
David meint
Die machen den Zwischenschritt ja nicht, weil sie so gerne Geld verbrennen. Die machen den Zwischenschritt, weil er aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben ist. Ziel ist es, ohne Sicherheitsfahrer nur mit Teleoperator zu fahren. Und anders als bei Tesla in den USA ist das Verhältnis ja nicht eins zu eins, sondern dann soll ein Teleoperator für vielleicht zehn Autos zuständig sein.
David meint
Der Weg zu den fahrerlosen Fahrzeugen ist auch eine Europa nur eine Frage der Zeit. Sinn macht es nur, wenn man Fahrpersonal einspart, also der Fahrer entweder nicht mehr vorhanden ist oder eine andere Tätigkeit, während der Fahrt ausüben darf. Tesla hat sein Level 2 System immer noch nicht genehmigt bekommen. Geschweige denn eine Teleoperation. Die haben sie vorsichtshalber gar nicht erst beantragt. Das machen sie ja in Amerika, um den Leuten vorzugaukeln, man würde autonom fahren. Aber auch Level 2 ist nur Augenwischerei, weil der Fahrer ja gar nichts anderes machen kann.
Ben meint
Haste mir jetzt eigendlich schon ein Videos eines ID.4 aus Chattanoogae geschickt was nur ansatzweise das kann was ein Model Y in den USA kann ?
Ich warte noch immer.
Teilweise entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
McGybrush meint
Nenne es vorgaukeln. Am Ende ist der Status den das Auto aktuell kann phänomenal. Selbst wenn zu 0.1% jemand eingreifen müsste und Du es vorgaukeln nennst. Es ist exakt das gleiche System als wenn man es FSD nennt.
Also wir reden nur noch über begrifflichkeiten. Denn egal wie man es nennt. Es macht eben das was es kann und immer das gleiche. Tesla nennt es FSD, Selbstfahrende Autos und Du vorgaukeln.
Welches System ist Deiner Meinung nach denn besser? Wo Du sagt. Genial, das feier ich das die das so gut können? Mir fällt da jetzt nur Waymo ein. Nur stehen die Auto anbauten da kacke aus. Auch wenn das System das gleiche macht. Leute befördern. Und da auch mit externen Operator wenn es sein muss.
Die Wahrheit meint
In Amerika fahren Robotaxis ohne Fahrer nach Level 4.
Das Cybercab wird gerade ausgerollt und fährt mit Level 5.
Das KBA schafft noch nicht mal eine Zulassung nach Level 2, ist aber immerhin im Austausch mit dem RDW.nl und TESLA. Reine Verzögerungstaktik. Andere Länder um uns herum (Niederlande, Belgien, Estland, Litauen und Dänemarkt) haben die streng nach UNECE Regeln geprüfte Zulassung der RDW übernommen. Spanien und weitere Länder sind im Endstadium ihrer Zulassungsprüfungen.
TESLA geht einen anderen Weg, als wie die deutschen Autobauer.
TESLA ist mit FSD überlegen. Selbst NVIDIA sagt offiziell: TESLAs FSD ist führend. Herr Jensen weiß wovon er spricht. Der nennt sich nicht Experte, der ist ein Experte. Mercedes will das System von NVIDIA kaufen.