Dacia befindet sich in einer Phase der strategischen Neuausrichtung. Die Renault-Tochter steht vor der Herausforderung, die Elektrifizierung voranzutreiben, um Emissionsstandards zu erfüllen, während sie gleichzeitig weiter preisbewusste Kunden ansprechen soll. In diesem Zusammenhang erweitert die Marke ihr Portfolio durch neue Modelle wie das Mittelklasse-SUV Bigster und den mittelgroßen Crossover-Kombi Striker, die beide auch als Hybride angeboten werden.
CEO Katrin Adt erwartet laut Automotive News keine Kannibalisierung der bisherigen Produkte der Marke, sondern Wachstum durch die Gewinnung neuer Kundengruppen. Der Basispreis für den Striker soll unter 25.000 Euro liegen. Für die nächste Generation des kleinen elektrischen SUV Spring, die auf dem batteriebetriebenen Renault Twingo basiert und in Slowenien gefertigt wird, ist in diesem Jahr eine Vorstellung geplant.
Die Verkaufszahlen von Dacia waren Anfang 2026 aufgrund von Logistikproblemen und Wetterbedingungen in der Straße von Gibraltar sowie dem Übergang zu Hybridmodellen rückläufig. Während diese spezifischen Probleme dem Management zufolge behoben sind, beeinflusst die geopolitische Lage durch den Krieg im Nahen Osten das Kundenverhalten. Steigende Kraftstoffkosten hätten dazu geführt, dass das Mobilitätsbudget im Durchschnitt um 15 Prozent gestiegen ist, so Adt.
Zudem sieht sich die Marke einem intensiveren Wettbewerb gegenüber. Während der Markt für Verbrenner und Hybride schrumpft, drängen verstärkt chinesische Hersteller nach Europa. Dacia arbeitet an bezahlbaren Lösungen für die Elektrifizierung, wobei das Unternehmen derzeit sein Produktangebot als vollständig betrachtet, aber kontinuierlich über zukünftige Modelle nachdenkt.

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