Genesis prüft derzeit laut Autocar die Einführung kleinerer Elektroautos, um das bestehende Fahrzeugangebot zu erweitern. Aktuell bildet das batteriebetriebene SUV-Coupé GV60 mit einer Länge von 4,5 Metern das kleinste Modell der Edelmarke des südkoreanischen Hyundai-Konzerns.
In der Vergangenheit hat der Hersteller bereits mit dem Konzept Mint (Artikelbild) aus dem Jahr 2019 experimentiert. Das Elektroauto ist ein auf die Nutzung in der Stadt zugeschnittener kleiner Premiumwagen, der Praktikabilität, Komfort und Fahrspaß vereinen soll. Den für zwei Personen ausgelegten Innenraum des schätzungsweise um die vier Meter langen Mint haben die Designer als Rückzugsraum, Wohlfühloase und Kommandozentrale in einem konzipiert.
Nun untersuchen die Südkoreaner neue Marktsegmente, um den Kundenstamm zu vergrößern. Peter Kronschnabl, Managing Director von Genesis Europe, erklärte dazu gegenüber Autocar, dass man diese Möglichkeiten derzeit noch evaluiere. Entschieden sei noch nichts. Kronschnabl betonte, dass eine sich entwickelnde Marke in schnell wachsenden Segmenten präsent sein müsse, um Kunden langfristig zu binden.
Allerdings mahnte der Manager zur Vorsicht. Man solle nicht allein aufgrund kurzfristiger Chancen in neue Bereiche vordringen. Entscheidungen müssten sorgfältig abgewogen werden. Die Strategie von Genesis sei auf Beständigkeit ausgelegt. Das Projekt sei „ein Marathon, kein Sprint“. Das Ziel bestehe darin, durch die richtigen Produkte ein kontinuierliches Markenwachstum zu erreichen. Dabei habe der langfristige Fokus eine höhere Bedeutung als mittelfristige Ziele.
Genesis wird künftig keine reinen Verbrennungsmotoren mehr anbieten und will verstärkt auf verschiedene elektrische Antriebe wie Hybrid, Plug-in-Hybrid und Range-Extender setzen. Das SUV GV70 soll als erstes Modell der Marke einen Hybridantrieb erhalten. Die Präsenz in Europa will das 2021 in der Region gestartete Unternehmen deutlich ausbauen.

Jeff Healey meint
Erinnert mich von der Seitenansicht und besonders den hinteren Radhaus-Auswölbungen an das Smart Roadster Coupé. Sehr schön!
Optional mit abnehmbarem/verstaubaren Targa-Dach und elektrisch schliessbaren Stoffverdeck (wie seinerzeit beim Smart Roadster) wäre mega-obercool.
Tagliatelle meint
Wer kauft denn noch 2 türige Kompaktwagen. Selbs5 der ID GTI oder Golf GTI sind inzwischen 4 Türer .
2 Türer kauf und baut doch kein Mensch/Hersteller mehr.
ErichW meint
Premium stellt man meist erst nach vielen Jahren der Nutzung fest. Bei BEV´s wird das in erster Linie die Degradation der Batterie sein. Aber natürlich auch die Zuverlässigkeit.
Meist wird hier aber über Haptik gesprochen wenn das Wort Premium fällt. Und da muss man leider feststellen, dass sich einige unserer deutschen Premiumhersteller tatsächlich von Premium entfernt haben, leider.
Future meint
Das neue »Premium« ist also die Batteriezelle. So ändern sich die Zeiten. Ich würde noch das Batteriemanagement ergänzen. Die Zelle und das Digitale sollte also Premium sein – ist das nicht schon längst bei jedem Elektroauto so?
Gerd Pörlt meint
Bei einem Design wie im Bild angedeutet könnte ich schon schwach werden;)
Eigentlich stand der künftige reinelektrische Porsche Cayman auf meiner Shortlist. Leider wurde er bekanntlich in weit fortgeschrittenem Erprobungsstadium, drei vor zwölf sozusagen, firmenseitig gestoppt:(
Daniel S meint
Das Design der Studie finde ich schon mal gut.
David meint
Premium kann man nicht erwägen. Entweder man ist es oder nicht. In diesem Fall nicht. Sollten hier chinesische Marketing Fachleute mitlesen: Merkt euch das, das erspart, euch Milliarden!
EVrules meint
Weder Mercedes, noch BMW, noch Audi haben wirklich Merkmale, die man noch ernsthaft als „Premium“ betiteln kann, es werden Tasten eingespart, billiger Klavierlack verwendet, übergroße oder unförmig positionierte Displays als wertig verkauft.
Nicht zu vergessen flimsige Lüftungsdüsen und Hartkunststoffe, wie man sie aus dem Kleinst- und Kleinwagensegment kennt.
Kurzum, man kann Genisis mehr zutrauen als aktuell den selbsternannten „Premiummarken“ aus DE. Automobilbau ist zunehmend ein effekthascherisch blendender und oberflächlicher Maschinenbauzweig, besonders in DE.
Future meint
Premium ist heute nichts weiter als künstliches Marketing, um mehr Geld zu verlangern. So können die Kunden viel Geld sparen und trotzdem schön sauber elektrisch fahren. Mit der Elektromobilität und der Digitalisierung ist also das Gerede vom ganzen Premium endlich überflüssig. Viele Kunden haben das bereits geahnt. Zeitenwende ist endlich auch beim Automobil, weil es Elektroautos gibt.
Halber Akku meint
Chinesische Marketing Fachleute werden für diesen wertvollen Hinweis sicherlich dankbar sein und die gesparten Milliarden in die Entwicklung noch besserer und günstigerer Fahrzeuge investieren.
Referendar meint
Noch besser und dabei noch günstiger, geht das denn? Erinnert an die Waschmittelwerbung “ weisser als weiß“
Aber die Chinesen schaffen das, da bin ich ganz sicher. Und Future hält uns hier auf dem Laufenden: Täglich gute News aus China :-)