Mercedes-Benz Vans arbeitet an Transportern für die letzte Meile, die klimaneutral sind, selbst grünen Strom produzieren und aktiv die Luftqualität in Städten verbessern können. Mit dem jetzt vorgestellten Technologieträger „Sustaineer“ (Sustainability Pioneer) wollen die Schwaben einen konkreten Ausblick darauf geben, wie Nachhaltigkeit im urbanen Lieferverkehr der Zukunft aussehen kann.
Der vollelektrische Transporter auf Basis des Mercedes‑Benz eSprinter bündelt Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität in Städten, zu Ressourcenschonung und Klimaschutz sowie für mehr Gesundheit und Sicherheit des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer. Hierzu zählen unter anderem Feinstaubfilter an Frontmodul und Unterboden, ein Solar-Panel auf dem Dach, Bauteile aus Recyclingmaterialien sowie für höhere Thermoeffizienz eine körpernahe Heizung. Die im Sustaineer verbauten Innovationen und technischen Lösungen habe man mit Blick auf eine mögliche Serienreife konzipiert, sodass ein Einsatz in künftigen Fahrzeuggenerationen des Unternehmens möglich sei, erklärte Mercedes‑Benz Vans.
Die über das Dach generierte Solarenergie soll eine Erhöhung der Reichweite um mehrere Tausend Kilometer pro Jahr ermöglichen. Aktuell schafft der eSprinter gemäß WLTP-Norm nur 158 Kilometer pro Ladung.
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Mercedes-Benz bereitet sich darauf vor, vor Ende des Jahrzehnts vollelektrisch werden zu können. Mercedes-Benz Vans will bis 2039 die Flotte neuer privater und gewerblicher Transporter über den gesamten Lebenszyklus CO2-neutral gestalten – „von der Entwicklung über das Lieferantennetzwerk, die eigene Produktion, die Elektrifizierung von Produkten bis hin zu erneuerbaren Energien für die Nutzungsphase von Elektrofahrzeugen sowie Recycling“. Alle eigenen Van-Werke weltweit sollen ab 2022 CO2-neutral produzieren und ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien nutzen. Ab Mitte des Jahrzehnts sollen alle neuen Fahrzeugarchitekturen ausschließlich elektrisch sein, dazu entwickelt Mercedes-Benz Vans mit der VAN.EA eine neue Fahrzeugarchitektur.
Zusammen mit der Vorstellung des Sustaineer kündigte Mercedes‑Benz an, ab dem zweiten Halbjahr 2022 sukzessive ein nachhaltiges Reparaturkonzept in allen Van‑Segmenten einzuführen, um die Lebenszyklen der in den Fahrzeugen verbauten Hochvoltbatterien zu verlängern. Zu den „drei R“ der Kreislaufwirtschaft „Reduce“, „Reuse“ und „Recycle“ geselle sich damit als viertes „Repair“, so das Unternehmen.
Darüber hinaus forciere Mercedes-Benz Vans ein möglichst umfangreiches Batterierecycling. Ziel sei es, bis 2030 den Einsatz primärer Ressourcen im Bereich von Antriebsstrang und Batterietechnik im Vergleich zu heute um 40 Prozent zu verringern. Zur Wahrung der Menschenrechte beziehe der Autohersteller künftig nur noch Batteriezellen mit Kobalt und Lithium aus zertifiziertem Abbau. Die Kobalt-Lieferketten der Batteriezellenlieferanten würden zudem auf jeder Stufe überprüft.
Biker0815 meint
Für den EQS hat Mercedes hinreichend begründet, warum man auf digitale Außenspiegel verzichtet. Jetzt sind sie wieder da. Merkwürdig. PV auf dem (großen) Dach und körpernahes Heizen: Ja, ist sinnvoll und eher unverständlich, dass es noch nicht Serie oder optional erhältlich ist.
Mäx meint
Da müssen wir die Sprinter demnächst wohl draußen parken und nicht mehr unter dem Carport.
Noch ne bessere Idee, um die Ausbeute zu erhöhen:
Hanglage in Südrichtung mit Hilfe eines Hügels herstellen…muss ich direkt mal schauen ob das möglich ist.