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ADAC: Tourismus wird bei Ladeinfrastruktur zu wenig berücksichtigt

15.09.2023 in Aufladen & Tanken von Thomas Langenbucher | 15 Kommentare

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Bild: Innogy

Während die Automobilbranche viel mehr öffentliche Ladestationen fordert, hält die Energiebranche die Entwicklung des Angebots bereits für ausreichend. Der ADAC betont nun eine besondere Herausforderung für die Ladeinfrastruktur durch den Tourismus.

Der Tourismus sorge dafür, dass an beliebten Reisezielen ein teils deutlich höherer Ausbaubedarf vorhanden ist, so der Verkehrsclub. Der ADAC hat ausgehend von Daten der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur einen Projektor entwickelt, der für die meisten Orte den zusätzlichen Ausbaubedarf anzeigt.

So sei etwa auf dem Darß oder in Binz an der Ostseeküste der zusätzliche Bedarf für 2030 auch ohne Tourismus hoch, wie in den meisten deutschen Kommunen. Rechne man den Tourismus in der Hochsaison mit ein, springe der Bedarf in die höchste von zehn Kategorien. Ähnliches gelte für Fehmarn und St. Peter-Ording in Schleswig-Holstein oder den bayerischen Alpenrand unter anderem mit Oberstdorf, Füssen, Schwangau, Bad Wiessee, Ruhpolding oder Berchtesgaden.

„Wenn das Vertrauen fehlt, Urlaubsreisen problemlos mit dem Elektroauto bewältigen zu können, dürfte dies vielen Menschen die Entscheidung für ein Elektrofahrzeug erschweren“, erklärt der ADAC. Damit Elektromobilität auch auf Reisen gut funktioniere, müsse eine verlässliche und ausreichende Ladeinfrastruktur am Urlaubsort vorhanden sein.

Allerdings könne das öffentliche Ladenetz aus wirtschaftlichen Gründen nicht saisonale Spitzenlasten allerorts zu jedem Zeitpunkt des Tages abfedern. Als Lösung nennt der Verkehrsclub unter anderem den Ausbau der Infrastruktur bei Hotels, Gaststätten, Freizeitattraktionen oder Sehenswürdigkeiten. Das sollte auch von Bund und Ländern gefördert werden.

Nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) übersteigt der Ausbau der von der öffentlichen Hand und von privaten Unternehmen zur Verfügung gestellten Ladeinfrastruktur den Bedarf, um der bisherigen Zunahme der E-Fahrzeuge gerecht zu werden, um 20 Prozent. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat dagegen erst vor Kurzem eine Vervierfachung des Ladenetz-Ausbautempos gefordert. Die Lücke zwischen E-Auto-Bestand und Ladeinfrastruktur sei im Laufe der Jahre immer weiter gewachsen.

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Via: Handelsblatt & ADAC
Tags: LadestationenUnternehmen: ADAC
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Soeri# ch meint

    17.09.2023 um 09:41

    Also bei meinem letzten Urlaub hatte es genügend Ladesäulen. Man muss nur mit offenen Augen durch die gegend laufen.

  2. hu.ms meint

    15.09.2023 um 12:38

    Auch im urlaub steht das auto meist 22 stunden des tages. Am naheliegendsten ist die lademöglichkeit dort, wo man übernachtet.

  3. Daniel meint

    15.09.2023 um 09:43

    Meine Rede seit Jahren. Da, wo die Autos geparkt werden, an Schwimmbädern, Einkaufszentren, Wanderparkplätzen, Seilbahnstationen, etc. etc. müssen AC Lader stehen mit je nach zu erwartender Aufenthaltsdauer angepassten Laderaten. Irgendwas zwischen 3,6 kW und 11 kW sollte ausreichend sein.

    • Pferd_Dampf_Explosion_E meint

      15.09.2023 um 10:00

      Und keine Strafgebühren nach 4 Stunden Ladezeit.

      • Mike meint

        15.09.2023 um 10:40

        Doch, das ist korrekt solange Ladesäulen rar sind.

        • eCar meint

          15.09.2023 um 12:18

          Erst wenn nicht mehr lädt(Akku voll), kann man darüber nachdenken Strafgebühren einzuführen. Alles andere sorgt nur dafür, dass man sich das BEV-Fahren abgewöhnt.

          Teilweise entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.

        • elbflorenz meint

          15.09.2023 um 12:33

          Was soll das?
          Beispiel: Wenn ein Ausflug zu einem Gipfel in den Alpen inklusive Fahrt mit Seilbahn zum „Basislager“, Wanderung zum Gipfel, Wanderung zurück zur Station der Bahn und Hüttenbesuch mit ausgiebiger Jause und Rückfahrt 5-6 Stunden dauert, soll man dann sein Auto nach 4 Stunden umparken?? Was 1000 oder mehr Höhenmeter tiefer steht.
          Alter Verwalter … wie weltfremd doch einige sind.

          Und solche Beispiele gibt es überall … ob im Gebirge, an Flüsse wie bei uns in Dresden oder an der Küste …

        • eCar meint

          15.09.2023 um 19:22

          @Ecomento
          Was habt ihr nun entfernt? Es ist derselbe Text den ich geschrieben habe….

        • McGybrush meint

          15.09.2023 um 22:16

          Ändert nix an der Ladedauer.

          Wenn ich 400km nachladen will muss ich ca l. 80kWh Laden.

          Ob ich die Säule 2x 3.5h am Tage belege weil ich da wach bin oder 1x 7h Nachts weil 7h eine Zeit ist die man mit schlafen verbringen kann. Dafür biete ich an die Säule nicht 2x am Tag zu belegen.

          Mit Deinem Argument „Solange sie Rar sind“ kann man doch schon nach 10min oder 1h eine Blockiergebühr erheben. So können 144 bzw 24 Autos an einem Tag die 11kW Säulen benutzen.

          Gut. Alle Autos müssen dafür jeden Tag bzw jeden Vormittag und Nachmittag Laden.

          Die Blockiergebühr macht 0 Sinn. Wenn ich im Urlaub 400km fahre dann brauche ich 80kWh. Mit oder ohne Blockiergebühr bedeutet es das ich ganz am Ende Aufsummiert 7.5h eine 11kW Säule in Anspruch nehme die Nachts NICHT benutzt werden da nachts keiner nach 4h aufstehen möchte.

      • Duesendaniel meint

        15.09.2023 um 10:56

        Finde ich auch falsch. Diese Gebühr sollte erst nach durchgeführter Ladung greifen, nicht nach festgelegten 4 Stunden, egal, wie schnell das Auto laden kann. Mit dieser 4-Stunden-Regelung sind viele Unternehmungen während des Ladens sowie Laden über Nacht einfach nicht möglich, das hat uns im letzten Ausland-Urlaub viel Nerven gekostet.

        • eCar meint

          15.09.2023 um 12:19

          So ist es!

        • Martin M. meint

          15.09.2023 um 20:14

          Auch an Freizeitparks gibt das selbe Problem: War vor 3 Wochen im Efteling in den Niederlanden. Die wenigen deutschen Ladeapp-Betreiber, die die über 170 Eneco-Säulen im Roaming anbieten, haben fast alle Blockiergebühren ab 4 Stunden. Ein Unding, denn es ist (ohne Verfall der teuren Tageskarte für den Freizeitpark) unmöglich den Freizeitpark zu verlassen. Die meisten Besucher dürften die üblichen 7-8h im Freizeitpark mit der Familie verweilen.

          Hier sollten die Ladeapp-Betreiber nachjustieren und an ausgewählten Standorten wie z.B. am Efteling die Blockiergebühren aufheben.

    • GE meint

      15.09.2023 um 10:03

      Volle Zustimmung. Die PKW stehen ja auf den Hotelparkplätzen etc. eh die ganze Nacht rum.

      • alupo meint

        16.09.2023 um 00:17

        Das machen jetzt viele Hotels.

        Z.B. hat Hilton dieses Jahr 20.000 DestinationCarger (Wallboxen) von Tesla geordert, nur für Nordamerika. Abgesehen davon hatte dieses Jahr jedes von mir am Zielort besuchte Hotel eine nutzbare Steckdose zwischen 2 kW und 11 kW. Lief doch prima…

        Ich verstehe die Panikmache zu den begrenzten Lademöglichkeiten nicht, außer dass es dem BEV-Bashing dient durch gezielte Verunsicherung noch unentschlossener Kaufinteressenten.

        • nie wieder Opel meint

          17.09.2023 um 08:16

          Selbst in tiefster Slowakei hatte das Hotel T-Destinationcharger. Gratis.

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