Der Logistikanbieter DHL Group, der Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler Truck und der Nutzfahrzeugvermieter Hylane haben eine Kooperation im Bereich vollelektrischer Lkw unterzeichnet. Die Partnerschaft sieht vor, dass DHL 30 E-Lkw des Typs Mercedes-Benz eActros 600 über das „Transport as a service Modell“ von Hylane bezieht.
DHL kauft die Fahrzeuge nicht, sondern Hylane rechnet auf Basis der tatsächlich gefahrenen Kilometer mit DHL ab. Die E-Lkw sollen im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland im Transport zwischen Paketzentren zum Einsatz kommen. Die Trucks sollen bis Ende des zweiten Quartals 2026 ausgeliefert werden. Für Hylane markiert die Ergänzung der Flotte um 30 eActros 600 eine Erweiterung des bestehenden Portfolios, das bislang auf brennstoffzellenelektrische Lkw fokussiert war. Für die drei Partner ist dies zugleich der größte Vertragsabschluss für E-Lkw in Deutschland in diesem Jahr.
Marc Hitschfeld, Chief Operations Officer des Unternehmensbereichs Post & Paket Deutschland der DHL Group: „Diese Lösung bietet uns die nötige Flexibilität, unsere Transportflotte ohne große Vorlaufzeit durch eine signifikante Anzahl vollelektrischer Lkw zu erweitern.“ Sara Schiffer, Geschäftsführerin von Hylane: „Als technologieoffener Anbieter setzen wir bewusst auf batterie- und wasserstoffbetriebene Lkw, um je nach Einsatzzweck die beste Lösung zu bieten.“
Der eActros 600 ist das Flaggschiff unter den batterieelektrischen Lkw von Mercedes-Benz Trucks und zielt auf das Langstreckensegment. Seit Dezember 2024 wird der E-Lkw an Kunden ausgeliefert. Die 600 kWh Batteriekapazität ermöglichen laut dem Hersteller eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Durch Zwischenladen während gesetzlicher Pausen seien über 1.000 Kilometer pro Tag möglich.
Die E-Lkw, die DHL im Rahmen der Partnerschaft mit Hylane und Daimler Truck beziehen wird, sind noch Bestandteil des bereits ausgelaufenen KsNI-Förderprogramms (Klimaschonende Nutzfahrzeuge und Infrastruktur) der Bundesregierung. Dieses verfolgte das Ziel, die Treibhausgasemissionen mit Einsatz von alternativen Antrieben und Kraftstoffen im straßengebundenen Güterverkehr zu senken.
Die 30 Mercedes-Benz eActros 600 ergänzen die Flotte von DHL, die nach Angaben des Logistikers bereits 16 E- und 450 CNG-Lkw im Transport sowie 32.400 Elektrotransporter für die Letzte-Meile-Zustellung umfasst. Dazu komme die Ladeinfrastruktur mit 10 CNG-Tankstellen und 41.000 E-Ladepunkten. „DHL verfolgt das Ziel, alle Emissionen bis 2050 netto auf null zu reduzieren. Dabei soll der Anteil von Fahrzeugen im Transportbereich mit alternativen Treibstoffen oder Antrieben bis 2030 auf ca. 30 Prozent erhöht werden“, erklärt der Konzern.

Thomas meint
Nun ist sogar die H2-Bude Hylane vernünftig geworden und setzt auf akkuelektrische Fahrzeuge.
:-)
BEV meint
haben diese Firmen selbst kein Kapital mehr, warum brauchts da immer einen dritten, der noch mal seine Hände dran abwischt
Ossisailor meint
HyLane rechnet die Kosten für den Betrieb nach gefahrenen km ab. Der Nutzer – hier die DHL – setzt für den Beschaffung und den Betrieb kein Kapital ein. Ich vermute, dass Hylane auch die Ladekarten stellt – ähnlich wie die Tankkarten bei deren H2-Geschäft, wo sie als der größte H2-Kunde im Transportwesen (Eigenaussage) gute Bezugskonditionen haben.
Gunnar meint
30 von wie vielen?