Der Anbieter von batterieintegrierten Ladelösungen für Elektrofahrzeuge XCharge Europe hat sein neuestes Ladesystem GridLink für den europäischen Markt vorgestellt. Nachdem das System in Nordamerika eingeführt und in der Praxis eingesetzt wurde, ist es jetzt an EU-Standards angepasst. Das Besondere: GridLink verfügt über eine Brandbekämpfungstechnologie.
Das Herzstück von GridLink ist eine 215-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP), die eine Gleichstromladeleistung von bis zu 194 kW liefert. Dafür werden nur 44 kW AC aus dem Netz benötigt, was die Lösung laut dem Anbieter ideal für Standorte mit begrenzter Netzkapazität oder wirtschaftlich nicht lohnender Aufrüstung der Infrastruktur macht. Die Batterieeinheit ist auf 430 kWh skalierbar. Das Ladesystem kann auch bei Stromausfällen netzunabhängig betrieben werden. Ein integrierter 55-Zoll-Bildschirm bietet eine Benutzeroberfläche und kann dynamische Werbung darstellen.
Neben Schnellladung und Energiespeicherung unterstützt GridLink die nahtlose Integration von Photovoltaikanlagen. „GridLink ermöglicht Betreibern neue Einnahmequellen, verbessert die Netzstabilität und bietet mehrstufige Sicherheit im gesamten Betrieb. Wir freuen uns, diese Technologie in Europa einzuführen – gerade jetzt, da der Markt nach effizienteren und zukunftsfähigen Ladelösungen verlangt“, so Albina Iljasov, Head of Europe bei XCharge.
GridLink setze neue Maßstäbe bei der Sicherheit und kombiniere modernstes Wärmemanagement mit fortschrittlichen Brandbekämpfungssystemen, so das Unternehmen. Das Flüssigkeitskühlsystem biete eine 2,38-mal größere Wärmeableitungsfläche als herkömmliche Konstruktionen und halte auch unter hoher Belastung oder in extremen Umgebungen eine stabile Temperatur von 37 °C. Jeder Akku sei mit vier Sensoren zur frühzeitigen Gefahrenerkennung und einem integrierten Belüftungssystem ausgestattet, das brennbare Gase aktiv ableitet, bevor sie kritische Werte erreichen.
GridLink sei zudem das erste System weltweit mit einem integrierten ‚Löschmitteltank‘ auf Batterieebene. Dieser könne Schäden reduzieren und den schnellen, kostengünstigen Austausch von Batteriemodulen erleichtern. Darüber hinaus sei das System wartungsfreundlich ausgelegt.

Steffen meint
Ich hab heute gelernt, dass die elektrischen Fähren zwischen Helsingborg und Helsingör jeweils acht 150kW-Ladestationen anbieten. Auf Schiffen ist ein Plus an Sicherheit ganz nett.
Sebastian meint
Bei uns steht auch so dingen seit kurzem beim netto Markt. Komme da täglich x mal vorbei, geladen hat da noch nie einer. Adhoc laden kostet fast 70 Cents… *gg
Ein gutes hat die Ladesäule, dank dem fetten Bildschirm ist der Parkplatz nachts nun gut ausgeleuchtet.
Baumschmuser meint
Jetzt bin ich mal auf die argumentation gespannt, warum ein Ladesystemhersteller den Mythos der brennenden Elektroautos anheizt, damit die Leute weiter Verbrenner kaufen.
Eine Fintr von VW? Steckt der ADAC dahinter, oder am Ende Merz?
Die kreativste Verschwörungstheorie bekommt von mir einen Daumen nach oben.
M. meint
Diese Theorie kann ich nicht bieten, aber ich könnte mir vorstellen, dass man genau dieser Angst entgegentreten will, beim Laden des Autos spontan zu verbrennen, weil Batterien das beim (Ent)Laden ja sehr, sehr, sehr oft tun. Wie man so liest.
Natürlich ist der Erfolg dieses Konzeptes auch von der Kommunikation an der Ladesäule abhängig, sonst geht das (das zeigt dein Beitrag ja recht gut) nach hinten los.
Davon abgesehen: mir ist bisher kein Batteriebrand einer batteriegepufferten Ladesäule bekannt. Die meisten verbauen zudem NMC-Zellen und wären dabei deutlich gefährdeter als diese hier mit LFP. Die Entladeleistung ist hier mit < 1C dabei nochmals geringer als bei den NMC-Säulen – ein Blitzschlag während des Ladevorgangs ist wahrscheinlicher.
E.Korsar meint
Die Werbeindustrie steckt dahinter!!!111elf!!!
Steht sogar im Text.
„Ein integrierter 55-Zoll-Bildschirm bietet eine Benutzeroberfläche und kann dynamische Werbung darstellen.“
1. Batterie abfackeln.
2. Spektakulär löschen.
3. Schaulustige mit Werbung zubomben.
(Das war ein Scherz.)
M. meint
Das mit der Werbung ist allerdings nichts neues.
Das Modell von ADS-Tec hat sogar (bis zu) 2 Monitore mit 75 Zoll (hochkant). Der Platz ist halt da… Strom hat man auch… und bei den Preisen machen die Monitore auch nichts mehr aus ;-)
Guck:
https://www.ads-tec-energy.com/de/produkte/charging/all-in-one
Tinto meint
Bei mir in der Nähe steht so eine ADS Tec Säule auf einem Hotel Parkplatz.
Witzige Idee
Baumschmuser meint
Schon ganz gut, aber bevor es den Daumen nach oben gibt möchte ich noch Andis Beitrag abwarten.
Jeff Healey meint
Hallo Baumschmuser,
der Löschtank ist eine Finte.
In Wahrheit wird da Wasserstoff erzeugt und gespeichert. Erst einmal über die ganze Republik verteilt, ist es ein Tankstellen-Netz für den endgültigen und unabwendbaren Eroberungsfeldzug der Wasserstoff-Fahrzeuge.
/s
Baumschmuser meint
Herzlichen Glückwunsch Jeff, mangels anderer Beiträge der Favoriten bekommst du den Hauptpreis: 👍🏻
Leon meint
Jeder Hersteller versucht halt, seine Nische zu finden. Dieser hier scheint Leute zu targeten, die Angst vor brennenden Akkus haben. Da braucht es keine Verschwörung.