Der schwedisch-chinesische Elektroautobauer Polestar sieht sich angesichts der Ergebnisse im ersten Halbjahr 2025 auf einem guten Weg. Das Unternehmen meldete insbesondere ein Umsatzwachstum von über 50 Prozent.
„Unsere operative Leistung im ersten Halbjahr 2025 bestätigt erneut, dass wir in einem schwierigen Markt die richtigen Maßnahmen ergreifen: Wir erweitern unsere kommerzielle Präsenz, verkaufen mehr Autos und konzentrieren uns unermüdlich auf das Kosten- und Bestandsmanagement“, sagte CEO Michael Lohscheller.
Das Umsatzwachstum habe 56 Prozent betragen und die bereinigte Bruttomarge verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr, so Lohscheller. Mit durchschnittlich fünf neuen Verkaufsstellen pro Monat im zweiten Quartal mache man es mehr Kunden leichter, einen Polestar zu erleben und zu kaufen. Die Einführung des viertürigen Grand Tourers Polestar 5 im Rahmen der Messe IAA Mobility werde die Position „als führende Marke für leistungsstarke Elektrofahrzeuge“ stärken.
Der Absatz belief sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 30.319 Fahrzeuge, ein Wachstum von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch in Deutschland entwickelten sich die Verkaufszahlen weiter positiv. So erhöhte die Marke ihre Fahrzeugzulassungen im ersten Halbjahr 2025 um 20,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Juni konnte Polestar seine Zulassungen um 54,8 Prozent ausbauen.
Polestar hat aktuell drei Fahrzeuge im Produktportfolio: die Mittelklasselimousine Polestar 2, das SUV Polestar 3 und den SUV-Crossover Polestar 4. Die zukünftigen Modelle umfassen die Sportlimousine Polestar 5, den Roadster Polestar 6 und das Kompakt-SUV Polestar 7. Die Marke stellt ihre Fahrzeuge derzeit auf zwei Kontinenten, in Nordamerika und Asien, her und plant eine weitere Diversifizierung der Produktion. Die Produktion des Polestar 7 ist in der Slowakei geplant.
Der Ausbau des Modellangebots und die Expansion sorgen weiter für hohe Verluste. Das Minus im ersten Halbjahr betrug umgerechnet rund 1,2 Milliarden US-Dollar (1,03 Mrd. Euro/1. Hj. 2024: 544 Mio. US-Dollar), das lag den Angaben nach vor allem an Wertminderungsaufwendungen. Der Umsatz betrug 1,4 Milliarden US-Dollar (1,2 Mrd. Euro/1 Hj. 2024: 909 Mio. Dollar).
An Barmitteln lagen laut Polestar zum 30. Juni 719 Millionen US-Dollar bereit. Für mehr Spielraum wurde im Juni eine Kapitalerhöhung in Höhe von 200 Millionen US-Dollar durchgeführt. Die Mittel stammen von PSD Investment, einer Gesellschaft des Geely-Gründers Li Shufu, der bereits bedeutende Anteile an Polestar hält.

Aztasu meint
Tja und als ich hier vor wenigen Wochen schrieb die teure und absolut lächerliche Werbekampagne zeigt das Missmanagement der Firma klar auf kamen natürlich ein paar verblendete die meinen sie wüssten es besser lol. Polestar stinkt vom Kopf an, der Polestar 5 kostet 120.000€ und ist kaum besser als ein 2026 Xpeng P7 der in Deutschland Anfang 2026 wohl 54% weniger kosten wird. Sorry, aus dem eigenen Konzern machen, Volvo, Zeekr und demnächst auch Smart, die mit dem #5 eine ordentliche Modernisierung hingelegt haben, und mit dem #6 den Schritt weitergehen, das bereits besser. Niemand braucht Polestar da noch als eigenständige Marke. Warum 4 Marken die alle recht ähnlich sind? Polestar sollte ganz klar wieder eine Tochtermarke von werden, eigenständig aber eben als Hersteller von Performance-Ablegern so wie die M-GmbH oder AMG.
Aztasu meint
*Werbekampagne mit dem BVB
Aztasu meint
Polestar verkauft in einem Halbjahr 2,5x so viele Fahrzeuge wie Lucid im ganzen Jahr(!) aber schreibt 75% der Verluste die Lucid auch macht. Und vieles an der Technik und der Karosserie kommt dabei auch noch aus China.
Eine absolute Glanzleistung die Polestar hier schafft….!
Future meint
Eine Mehrmarkenstrategie auf identischer Plattform mit ähnlichen Fahrzeugen bedient den Geschmack verschiedener Zielgruppen und Märkte. Das machen andere doch auch so ähnlich seit Jahrzehnten. Geely ist dagegen halt noch recht jung und gleichzeitig schon sehr mächtig.
M. meint
Mehrere Marken zur Bedienung verschiedener Zielgruppen bedingen aber auch das Vorhandensein verschiedener Zielgruppen.
Und Zielgruppen bestehen aus Individuen – also im Idealfall eine ausreichend große Menge.
Dann braucht eine Marke für eine Zielgruppe auch ein Image, also etwas, das sagt: das ist für dich.
Wo siehst du denn all das? Für wen ist ein Zeekr, ein Avatr, ein Polestar? Ich sehe erstmal nur eine Gruppe: Leute, die bereit sind, für relativ viel Geld ein chinesisches Auto zu kaufen.
Ach, bevor wir es vergessen: in der gleichen Zielgruppe tummeln sich auch noch Xpeng, Nio und ein paar andere.
Und so fallen auf jede Marke am Ende 20 Verkäufe im Monat.
Niemand macht sich die Mühe, ein Image aufzubauen. Man kommt einfach mit 50 Marken und 100 mehr oder weniger ähnlich aussehenden Autos* her und sagt: „Schaut, tolle Autos, jetzt kauft“.
Und dann stehen sie mit verschränkten Armen da und wundern sie sich, wenn die Leute einen Bogen machen.
*den P5 kann man als „leuchtendes Beispiel“ sogar mal ausklammern, aber hier stört halt der Preis
Future meint
Ein Imagefaktor ist beispielsweise das Design. Das ist offenbar ein Grund dafür, dass sich Käufer für Polestar entscheiden. Das Unternehmen positioniert sich da im Marketing auch entsprechend. Ein weiterer Faktor ist sicherlich die Verfügbarkeit von Standorten für den Service. Auch das ist bei Polestar kein Problem.
Natürlich sind die vielen neuen Marken noch am Anfang und man kann sie nicht vergleichen mit der langen Tradition von Herstellern, die 70 und mehr Jahre alt sind. Allerdings bin ich mir sicher, dass sich durch die Antriebswende viele neue Marken etablieren werden und dass diese dafür keine 70 Jahre brauchen. Vielleicht ist das in Deutschland anders, als in den anderen Märkten. Für die Kunden ist mehr Konkurrenz und mehr Auswahl auf jeden Fall sehr gut.
Gernot meint
Meine Güte, ist Dein Fetisch, unter jeden Polestar-Beitrag die Firma in länglichen Beiträgen madig zu machen, eigentlich schon behandlungsbedürftig?
Polestar hat ultraschlanke Strukturen, nutzt Plattformen, Produktionskapazitäten und Software von Geely. Die haben keine 1000 Mitarbeiter und werden mit relativ geringen Stückzahlen lebensfähig sein. Und Geely ist profitabel und hat offenbar Bock, Polestar weiter zu stützen. Also wo ist das Problem?
Natürlich hat Polestar aktuell Probleme. Die beruhen vor allem darauf, dass das vorherige Management sich nur noch nach oben orientieren wollte und nur noch immer teurere Autos bauen wollte. Deswegen kommt jetzt der teure Polestar 5, dem ich auch wenig Marktchancen einräume. Es fehlen in den unteren Segmenten aktuell die Modelle: Ein Nachfolger für den nicht mehr wettbewerbsfähigen Polestar 2 und ein Modell darunter.
Ich kann und will auch nicht ausschließen, dass Polestar nicht überlebt, aber das wird sich voraussichtlich erst in 2-3 Jahren entscheiden.
XPeng und Zeekr bessere Marktchancen als Polestar anzudichten, ist völlig absurd. Wir wissen doch gesichert, dass NoName-Chinesen im Segment 60.000 Euro aufwärts null Chancen haben, hier irgendwas zu verkaufen.
Und der Verweis auf AMG zeigt die ganze Absurdität Deiner Argumentation. Gerade AMG geht doch Polestar-Weg und arbeitet an eigenen Modellen und sogar eigenen Plattformen, will und soll nicht mehr nur der Veredler von Mercedes-Modellen sein.
Michael meint
Was für ein abstruser Beitrag, man man man, da ist ja eigentlich alles falsch.
Polestar wirtschaftet so schlecht wie kaum ein anderes Unternehmen. Deine „Verteidigung“ ergibt faktisch und nicht mal emotional einen Sinn denn Polestar hat noch nicht mal eigene Technik. Der einzige Wagen der auch wenig eigene Leistung enthält ist der Polestar 5 für 120k…..
Polestar? Braucht niemand. Und besser sind sie auch nicht im Vergleich zu oben genannten Konkurrenz-Marken.
Polestar sollte wieder eine Performance-Marke von Volvo werden, genau wie es eben die M-GmbH und AMG sind.
M. meint
Irgendwann muss man mal raus aus den roten Zahlen. In H1 2025 1 Mrd. Miese machen (wenn auch mit „Wertminderungsaufwendungen“), und noch 0,719 Mrd. auf der hohen Kante zu haben, das spricht nicht dafür, dass das noch 3 Jahre so weitergehen kann.
Future meint
Fast alle Elektoautohersteller sind noch in den roten Zahlen. Die alten westlichen Hersteller (bis auf Ford) veröffentlichen dazu keine Zahlen, aber es ist anzunehmen. Polestar kann sein Geschäft eben nicht gegenfinanzieren mit dem lukrativen Verbrennergeschäft. Wichtig ist, dass die Investoren an die Marke glauben. Deshalb ist das Ende des Verbrennerverkaufs in 2035 auch so wichtig für eine gute Zukunft mit schwarzen Zahlen und sauberer Luft.
M. meint
Naja, du schreibst es ja selbst: Ford kann gegenfinanzieren, Polestar muss um Geld betteln.Sie haben selbst noch nie welches verdient. Sie geben es nur aus.
Aber E-Mobilität ist nicht wichtig, um Polestar zu retten – oder das Investment irgendwelcher Menschen oder Organisationen.
E-Mobilität kommt auch, wenn Polestar sang- und klanglos untergeht. Da muss niemand schlechtem Geld gutes hinterher werfen, in der Hoffnung, dass sich das irgendwann mal auszahlt.
Hannes meint
Polestar hat mit dem reinen Elektrogeschäft eine sehr lukrative Einnahmequelle durch CO2 Zertifikate in dreistelliger Millionenhöhe :) Einfach mal recherchieren beim nächsten Mal bevor man wieder Unsinn schreibt, ja
Future meint
Deshalb stellen sich die Investoren ja auch breit auf. Nicht jede Marke wird ein neues Apple. Das ist doch nicht anders als bei unseren Aktiendepots.
M. meint
Und irgendwann fliegt Polestar dann aus dem Fond.
Future meint
In Deutschland hat man das halt nicht so gern mit dem Risikokapital. Im Ausland nennt man das auch Stupid German Money. Vielleicht gibt es hier deshalb so wenige junge Unternehmen und so viele alte.
M. meint
Du bist halt nur nicht informiert, das ist alles.
Vielleicht passiert ja morgen ein Wunder, und Polestar wird über Nacht zum Stern. Aber wenn nicht, kann keiner mehr sagen, er hätte es nicht kommen sehen. Einfach blind Geld irgendwo hin werfen, das bringt auch nix. Die Augen kann man ab und an schon mal aufmachen – zum Zielen.
Mal sehen, wie viele noch Geld in Polestar stecken. Vielleicht reicht es ja. Aber bis das Geld wieder verdient ist, das dauert dann trotzdem noch…
Future meint
Ich glaube nicht, dass Geely das Geld ausgeht. Alles andere ist Strategie. Mit Wundern und Blindheit hat das aber wohl nichts zu tun.
M. meint
Geely geht das Geld nicht aus, aber hier geht’s um Polestar.
Ansonsten siehe oben.
Future meint
Polestar ist Geely und Geely hat das Geld.
IDFan meint
Da vor dem Kommentieren oft die Beiträge gelesen werden, außer vom Jörg, glaubt Polestar doch nicht ernsthaft, mit dem Geschwafel durchzukommenß Sie haben dieses Jahr im Schnitt 366 Autos pro Monat laut KBA zugelassen. Pro Tag 12 Autos. Ein Bruchteil der Zulassungen vom erfolgreichsten Chinesen, MG.
R. D. meint
Verkaufszahlen von Polestar als Premiummarke mit güstigen MG Modellen vergleichen… demnächst Ferrari mit Dacia?
IDFan meint
Was für ne Premiummarke? Die Marke steht für gar nichts. Geely ist ein Chinese.
Future meint
Premium ist nichts weiter als Marketing.
Aztasu meint
Richtig Polestar steht für nichts
Future meint
Nichts steht für nichts. Warum versteht das keiner aus der Autobranche? Den Ingenieuren und Technikern hätten ein paar Semester Psychologie und Philosophie gutgetan. Und natürlich Geschichte.
Tinto meint
Die Chinesen müssen auf Premium machen, um hier ihre hohen Preise rechtfertigen zu können. Sieht man schön auf der IAA. Nur nimmt ihnen dieses Marketinggewäsch niemand ab. Ein Mega Brand entsteht nicht aus der Retorte, da braucht es echte Storys und keine zb. auflackierten roten Linien.
Steven B. meint
sehe ich ähnlich wie Tinto. Premium ist nicht nur der Luxus sondern auch geschichte und story telling… das können diese Marken aus Fernost (noch) nicht bieten. Klar ist die E-Mobilität ein neues Segment, aber das story telling hat sich leider schon Tesla gesichert. Jetzt gilt es ständig benchmarks zu stellen, die Geschichte ist hier hilfreich, da man auf bekanntes und bewährtes zurückgreifen kann. Das wissen ferrari und co und leifern deswegen nicht unmittelbar ab, hier ist Rimac Vorreiter und die anderen kommen dann und wann einfach nach und nehmen ihren Bestand an Kunden mit, aber eben nicht jetzt, hier und heute…
Future meint
Premium ist nichts weiter als Storytelling.
Interessant, das man sowas jetzt schon aus Deutschland hört.