Der Akkufertiger AESC hat rund drei Jahre nach Baubeginn seine neue Fabrik für Batteriezellen im britischen Sunderland offiziell eröffnet und die Produktion gestartet. Zum Einsatz kommen die Akkus unter anderem im neuen Nissan Leaf, dessen Herstellung in Sunderland ebenfalls kürzlich begonnen hat.
Die Jahreskapazität der Akku-Fabrik liegt zunächst bei 15,8 Gigawattstunden (GWh), wie die Automotive Energy Supply Company (AESC) mitteilt. Zum Baubeginn vor drei Jahren war noch von 12 GWh Kapazität zur Eröffnung die Rede. In späteren Ausbaustufen könnte die Produktion Unternehmensaussagen zufolge auf bis zu 35 GWh steigen.
Die neue Akku-Fabrik von AESC befindet sich in der Nähe des Fahrzeugwerks von Nissan in Sunderland. Dort wird die dritte Generation des vollelektrischen Leaf gebaut, in der die Batteriezellen von AESC verwendet werden. Die Produktion des jüngsten Leaf startete einen Tag vor der AESC-Fabrik offiziell.
AESC wurde als Batterie-Sparte von Nissan gegründet und hat seit 2012 in Sunderland Batteriezellen für die erste Leaf-Generation und den in Spanien gebauten Transporter e-NV200 hergestellt. Die Produktion war mit maximal 1,9 GWh deutlich kleiner als jetzt. Später hat Nissan sein Batteriegeschäft verkauft, AESC ist inzwischen nur noch ein Partner.
Die neue Gigafactory beinhalte den größten Reinraum Großbritanniens, betont AESC zur Inbetriebnahme. Dort sollen „die hochmodernen Batteriezellen des Unternehmens nach höchsten Qualitätsstandards“ gefertigt werden. Sobald das Werk voll betriebsbereit ist, sollen an dem Standort rund 1.000 Menschen beschäftigt sein – eine Vervierfachung seit der Gründung von AESC UK im Jahr 2019.
„Die Inbetriebnahme unserer neuen britischen Gigafactory für Elektrofahrzeugbatterien stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Batterietechnologie dar. Sie wird den neuen Nissan Leaf mit Strom versorgen und die Elektrifizierung der britischen Automobilindustrie auf ein neues Niveau heben“, sagt Jim Marley, Werksleiter von AESC UK. „Unsere ursprüngliche Gigafactory war die erste in Europa, und Werk 2 wird eine widerstandsfähige, global wettbewerbsfähige Lieferkette für Elektrofahrzeuge in Großbritannien bilden.“

Futureman meint
Gut für die Unabhängigkeit von Europa. Weitere 15GWh Kapazität pro Jahr auf dem Weg zur Energiewende.
hu.ms meint
„Seit 2012 batteriezellen gebaut“ ernsthaft in England ?
Woher das know-how?