Kleinere Elektroautos werden auf absehbare Zeit teurer sein als Autos mit Verbrennungsmotoren, sagt BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post im Gespräch mit Auto Motor und Sport. Ursache dafür sei vor allem die Batterie.
„Kostenparität zwischen Verbrenner und Elektro wird es hier so schnell nicht geben. Die Größe der Batterie ist ein kritischer Punkt. Schließlich muss nicht nur der Preis, sondern auch die Produktsubstanz stimmen“, so Post. BMW werde zwar ein Angebot machen, das einem Verbrenner-Kunden den Umstieg auf die Elektromobilität leicht macht. „Klar ist aber auch, dass es sich dabei nicht um Auto mit einer Reichweite von 800 Kilometern zum Preis eines 116 handeln kann. Das ist weder technisch noch betriebswirtschaftlich möglich.“
Der BMW 116 ist das Einstiegsmodell der Marke und kostet hierzulande ab 33.600 Euro. Das erschwinglichste Elektroauto des bayerischen Premiumherstellers ist eine entsprechende Version des kompakten SUV X1, die ab 48.800 Euro angeboten wird. Der iX1 (Artikelbild) wird nach aktuellem Stand künftig weiter das kleinste E-Auto der Münchner sein. Unklar ist, ob und wann mit der 2025 gestarteten reinen Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ auch kleine BMW-Stromer zu niedrigeren Preisen angeboten werden sollen.
Es gibt derzeit eher wenig attraktive elektrische Kleinwagen. Zu den beliebtesten Modellen gehören der Preisbrecher Spring der Renault-Tochter Dacia für 16.900 Euro und der ab 28.000 Euro kostende Renault 5. Auch der Stellantis-Konzern bedient das Segment, mit dem mindestens 19.900 Euro kostenden Citroën ë-C3 und dem T03 für 18.900 Euro des chinesischen Partners Leapmotor. Bei diesen und ähnlichen anderen Modellen handelt es sich vor allem um Stadtautos, da – wie von BMWs Entwicklungsvorstand angesprochen – zu diesen Preisen nur kleinere Batterien und damit eher wenig Reichweite geboten werden können.
Das Geschäft mit Kleinwagen wird generell für die Autohersteller uninteressanter, weil ihre Gewinnmargen im Vergleich zu größeren Fahrzeugen sehr gering sind. Und die Entwicklungs- und Produktionskosten steigen durch strengere Sicherheits-, Abgas- und Elektronikvorgaben stark. Gleichzeitig bevorzugen viele Kunden höherpreisige Fahrzeuge wie SUVs oder Crossover, mit denen sich mehr verdienen lässt.
Die EU-Kommission will mit einer neuen Fahrzeugklasse ein breiteres Angebot von erschwinglichen kleinen Elektroautos ermöglichen. Das neue Segment soll sich grob an Japans populären „Kei-Car“-Modellen orientieren. Dazu wurden im Dezember erste Details als Teil des umfangreichen neuen „Automobilpakets“ bekannt gegeben, mit dem das „Verbrenner-Aus“ in der EU verschoben wird.

Mary Schmitt meint
Das macht richtig Spaß mitzulesen, wie sehr der iX3 die Tesla-Fans und Fei.nde der deutschen Industrie triggert. Ein SUV mit 805 km Reichweite trotz dicken Motoren. Aber er bleibt nicht alleine, es wird noch Varianten mit mehr Reichweite geben. Bei Mercedes kommt auch Schönes mit bemerkenswertem Datenblatt und VW erobert das B-Segment. Das wird ein sehr gutes Jahr für die deutschen Hersteller. Und ein Schlechtes für die beiden in Zeile 1 genannten Personengruppen.
Jörg2 meint
Wird der iX3 eigentlich in D produziert? Sind Industriearbeitsplätze in D damit verbunden? Kommt die Bruttolohnsumme dem deutschen Sozialsystem zu Gute?
Also: Ist diese Auto „deutsche Industrie freundlich“?
Bisher konnte ich nur lesen, dass in D dieses Auto nicht vom Band läuft. Sich, im Bezug auf dieses Auto, BMW gegen den Industriestandort Deutschland entschieden hat.
Paule meint
Jetzt mal im Ernst eine Frage: warum muss ein iX3 mit ü500 PS bei 210 abregeln? Ein deutsches Produkt, für Deutschland mit freien Autobahnen.
Ich frage nicht nach Wortmeldungen von Leuten, die mitteilen möchten, sie brauchen keine 250.
Verstehe den Sinn solcher Reglementierung nicht, vor allem in dieser Preis-und Leistungsklasse. Wir sprechen nicht vom 39k€ Standard-Einstiegsmodell!
M. meint
Es gibt aktuell keinen iX3 mit „ü500“ PS.
Ich denke aber auch, dass alles, was 500 PS hat, erst in der Gegend von 290 aufhören darf, sonst stimmt da was nicht.
Ab 600 PS MUSS da eine „3“ vorne stehen, und wenn es 4-stellig wird, mindestens 350.
Da verstehe ich Firmen nicht, die das nicht anbieten können.
Paule meint
Hatte mal im Konfigurator geschaut und war der Meinung, da steht was mit über 500 PS. 210, das haben früher die alten Diesel Kombis der MA gemacht. Mir ist auch schleierhaft, warum Tesla bei den unteren Modellen neuerdings bei 200 abregelt, genauso ein Unsinn.
Alex meint
Warum sollte sich eine Firma dir Arbeit machen sowas zu entwickeln und zu zertifizieren, wenn das selbst in D nur ein geringer Prozentsatz der Kunden ausfährt. Geschweige denn Weltweit.
M. meint
Weil die Fahrwerke es nicht mehr können.
Das TMS mit 670 PS kann auch nur 240. Andere Autos mit dieser Leistung knacken die 300. Ein „BMW M3 Competition Touring“ mit ’nur‘ 530 PS ist bei 250 elektronisch abgeregelt, kann aber auf 280 angehoben werden. Ein M5 konnte mit ebenso nur 560 PS schon 2013 auf 305 angehoben werden, und so ist das bis heute.
Wem das wichtig ist. War und ist es den meisten nicht.
Der iX3 wird auch als „M60“ kommen, dann >500 PS haben (Gerüchte sagen 600 bis 630 PS) und nicht bei 210 abgeregelt sein.
Ich schätze aber, dich interessiert das in Wirklichkeit gar nicht; BMW schreibt man eben ohne „T“. ;-)
Elvenpath meint
Früher waren die Motorleistung, die Beschleunigung, der Motor selber die Prestigemerkmale für teure PKW. In Zukunft wird es die Reichweite sein. Wer weniger Geld hat, muss öfters laden.
Paule meint
Glaube ich nicht. Nicht wenige Benziner schaffen heute keine 400 km mehr bis die Lampe angeht. Kann nicht so wichtig sein.
Lotti meint
Unsinn
South meint
Ich war gerade E Auto kucken… mir sind die PS und die Beschleunigung im Grunde völlig egal, es muss zwar der Fahrzeugklasse angemessen sein … aber die E Autos sind eher mit unnötig zuviel PS vollgestopft.
Bei den ersten E Autos war die Reichweite noch ein großes Problem, aber heute sind 60er Accus Standard. Spätestens ab 700 WLTP wird das eher unnütz teuer und schwer… denn, der wichtigste Punkt fehlt bei euch. Schnellladen. Nach gut 20 Minuten muss das Auto geladen sein… dann spielt der Accu und die Reichweite nur noch eine untergeordnete Rolle…
M. meint
Für dich ist Schnellladen ein wichtiger Punkt – kann ich akzeptieren.
Ich finde es praktischer, übliche Strecken *ohne* Schnellladung zu schaffen. iX3, EQS450+ und Lucid Air (Grand Touring?) sind aktuell die Modelle, die meine „Standardrunde“ ohne Zwischenladung schaffen (lt. ABRP), auch bei nicht optimalen Bedingungen. Das sind natürlich teure Fahrzeuge, der iX3 aber schon deutlich näher dran als alles andere.
Und mal angenommen, man spart auf diese Weise je Woche eine Zwischenladung von nur 30 kWh, also vielleicht 10 Euro pro Woche, sind das schon 450 Euro pro Jahr.
Wichtiger aber: man spart sich (mit An- und Abfahrt, die dir keine Batterietechnik abnehmen kann) 45x 20 Minuten. Mindestens. Das sind auch nochmal 15 Stunden, die man besser verbringen kann. Ob’s einem das wert ist, muss jeder selbst entscheiden – für jemand, der max. 200 km am Tag fährt und über Nacht laden kann, ist es natürlich kein wichtiger Punkt.
Bei Menschen, die viel mehr Strecke täglich machen (müssen), sieht das nochmal ganz anders aus.
South meint
Da unterschätzt du den Vorteil vom Laden extrem. Wie du schon richtig schreibst, im Alltag braucht man eigentlich keine große Reichweite, würde aber einen unnütz einen übergroßen Accu jeden Tag mitschleppen.
Und überlegt mal, ein Drittel schneller Laden, anstatt ein Drittel mehr Accu? Das ist eine Menge Holz an Gewicht und Kosten und zeitlich ist es egal. Die 800 WLTP beim iX3 werden zu unrecht völlig überbewertet, es ist das Schnellladen was ein E Auto wirklich gut macht….
Deshalb geht der Trend ja eindeutig auch zum schnelleren Laden.
South meint
sorry …
„Die 800 WLTP beim iX3 werden zu unrecht völlig überbewertet, es ist das Schnellladen was ein E Auto wirklich gut macht….werden zu recht völlig überbewertet“
Jörg2 meint
M
„iX3, EQS450+ und Lucid Air (Grand Touring?)“
Du hast diese 3 Fahrzeuge im persönlichen Bestand?
Jörg2 meint
Genau DAS ist die (noch lange?) offene Flanke der deutschen Autoindustrie.
Im Massenmarkt ist sie nicht in der Lage, die Preisführerschaft auch nur annähernd zu erreichen. Damit bleibt der Markt regional. An der zunehmenden Individualmobilität der Schwellenländer kann sie so nicht teilnehmen.
Einer der Gründe wird auch deutlich: Wer die Batterie nicht in der eigenen Wertschöpfungskette hat, hat es im margenschwachen Massengeschäft schwer.
Lataffa meint
Gähn ….
Jeff Healey meint
Nix da, „Gähn“!
Die zukünftigen Wachstums-Märkte liegen nicht in Europa, und die deutschen/europäischen Hersteller werden dort auf Grund der an China abgegeben Batterie-Wertschöpfung nicht konkurrenzfähig sein.
Das wird zu einem riesigen Problem für die deutschen Hersteller.
Jörg2 liegt da absolut richtig.
Lataffa meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
Lataffa meint
Natürlich liegt er richtig, schon immer! Für solche Leute wie ihn wurden ja Kommentarspalten erfunden.
Jörg2 meint
„Gähn ….“
Das könnte das Grundrauschen in der deutschen Autoindustrie sein. Allgemeine Schläfrigkeit.
Lataffa meint
Es sind deine Gebetsmühlenkommentare die schläfrig machen.
Jörg2 meint
Lata…
Keiner zwingt Dich, hier zu lesen.
Eher keiner interessiert sich dafür, ob die Fakten langweilen, oder nicht.
Ich habe verstanden, dass solche Kommentarbereiche zum (gern faktennahen) Meinungsaustausch zum Thema dienen.
Für Dich scheint es eher ein Spielplatz zum Vergeben von Haltungsnoten nach Deinen Kriterien zu sein.
Jörg2 meint
… ob DICH die Fakten langweilen ….
Lataffa meint
Du sagst es doch selbst: Faktennaher Meinungsaustausch.
Hälst dich selber aber nicht daran.
Das finde ich amüsant:-)
Jörg2 meint
Lataffa
Dann hast Du bestimmt Gegenargumente!?
Das der Bereich „Massenmarkt“ der deutschen Autoindfustrie nicht die Preisführerschaft hat, halte ich für einen Fakt. Du nicht?
Das der Bereich „Masseinmarkt“ der deutschen Autoindustrie nur regional (D/EU) funktioniert und nicht (mehr) weltweit, halte ich für einen Fakt. Du nicht?
Das einer der Hauptgründe für die Nicht-Preisführerschaft der deutschen Massen-Autoindustrie im Zukauf der Speicher liegt, halte ich (und auch die Autoindutrie) für einen Fakt. Du nicht?
Ohne faktenbasierte Argumente sind Deine Äußerungen nichts wert.
South meint
Der Artikel strotzt nur so von gezielten Halbwahrweiten. BMW baut überhaupt keine Kleinwagen, da fängst schon an und es wird ja auch von kleineren Elektroautos oben gesprochen und erst unten auf Kleinwagen Bezug genommen. Gut ob alle Auto 800WLTP brauchen und ob es sinnvoll ist, einen Premiumhersteller dann als Messlatte für bezahlbare „kleine Wagen“ zu nehmen.
@Ecomento. BMW hat vermutlich auch nicht über Kleinwagen gesprochen? Scheint also einfach kombiniert worden zu sein…?
Future meint
Kleinere elektrische BMWs gab oder gibt es ja bereits, beispielsweise den ikonischen i3. Falls wir die Minis auch noch zu BMW zählen, dann sind die auch klein. Und BMW hat mir dem Vision Circular vor ein paar Jahren einen kleinen innovativen BEV gezeigt, der bereits das Design des NK zitiert hat. Vielleicht kommt da ja noch was. Natürlich würde ein kleiner BMW nicht in dem Preissegment der anderen Kleinwagen angeboten werden. Das erwartet auch niemand. Ein BMW ist immer teurer, weil es ein BMW ist. Klein muss auch nicht billig sein, denn klein bietet viele Vorteile, beispielsweise in den Städten.
South meint
Nein, die Marke BMW hat keinen Kleinwagen. Im Artikel steht auch kein Wort zum Mini, was m.E. auch richtig ist. Mini ist ein eher spezielle, fancy Marke, die ja auch andere Preise hat und übrigens weit weg von 800 WLTP ist. Und der „alte“ i3 taugt erst recht nicht als Beispiel für die Zukunft, der war eine krasse (sehr teure) Ausnahme und den gibts auch gar nicht mehr.
Wie schon gesagt, der Artikel und/oder das Statement hat so Halbwahrheiten. E Autos in der Kompaktklasse (da ist der 1er drin) schlagen ja schon zum Teil heute kostentechnisch das Verbrennerpendant, mal davon abgesehen ist sogar sehr sicher absehbar, dass E Autos das noch ausbauen werden. Der Fokus auf 800 WLTP Reichweite bei kleinen Wagen ist ebenfalls fraglich, wobei in der Kompaktklasse (und da ist der 1er) könnte das durchaus mal kommen. Aber offenbar nicht beim BMW… da scheint man sich sicher zu sein … ;-)
Michael meint
Im Prinzip war es egal was genau er gesagt hat oder was er hätte anders sagen können.
Das was er positionieren wollte hat er gemacht: Seine Autos werden teurer!… So kann er das aber natürlich nicht direkt sagen, also fabuliert er irgendwas..
JuergenII meint
Nun der kleine 1er BMW startet ab 33.600 Euro. Wer die Preisliste kennt summiert sich das locker über 35.000 Euro wenn der Wagen spaß machen soll.
Für das Geld zeigt die elektrische Konkurrenz durchaus alltagstaugliche Fahrzeuge zu teils deutlich günstigeren Preisen.
brainDotExe meint
Es geht ja auch weniger um die Konkurrenz, sondern das Portfolio von BMW.
Die Aussage hier zusammengefasst: BMW sagt dass es auf absehbare Zeit kein zum 116 vergleichbares Elektrofahrzeug aus dem eigenen Haus mit 800 km WLTP Reichweite zum ähnlichen Preis geben wird.
Hälst du diese Einschätzung für falsch?
Jeff Healey meint
Jetzt kann man sich auf diese und jene Aussage des BMW-Mannes beziehen. An anderer Stelle sagt er nochmals:
„Kleinere Elektroautos werden auf absehbare Zeit teurer sein als Autos mit Verbrennungsmotoren, sagt BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post im Gespräch mit Auto Motor und Sport. Ursache dafür sei vor allem die Batterie.“
Man beachte besonders den letzten Satz.
Die Batterie wird jedoch meines Erachtens auf keinen Fall mittelfristig die Ursache für die angeblich höheren Preise für kleine E-Autos (verglichen zum Verbrenner-Pendant) bleiben.
Ausschließlich darauf bezog sich mein Beitrag.
South meint
JürgenII schreibt das schon ganz richtig. Mag sein, dass BMW das auf sich bezieht und dass BMW das nicht günstiger kann, aber als Kunde muss man ja nicht bei BMW kaufen, oder hältst du diese Einschätzung für falsch?
brainDotExe meint
Nicht nur BMW sondern so gut wie kein anderer Hersteller kann das. Auf jeden Fall nicht zu wirtschaftlichen Preisen.
Ansonsten zeig mir bitte ein zum 1er BMW vergleichbaren Kompaktwagen als BEV mit 800 km WLTP Reichweite für max. 33.000€ Listenpreis.
Duesendaniel meint
brainDotExe: Deine Fragestellung ist ja schon irreführend: 1. braucht nicht jeder 800km Reichweite, mir persönlich sind da andere Merkmale viel wichtiger 2. Wieso max. 33k€? Wenn ich einen 1er vernünftig motorisiere und ausstatte, bin ich auch schnell bei 40k€ und als M135 kann ich auch 56+k€ auf den Tisch legen.
Reichweite als das Maß der Dinge zu setzen, das jeder braucht ist nicht zielführend und funktioniert auch nur noch bei denen, die keine eigene Erfahrung mit BEV haben.
brainDotExe meint
Duesendaniel
Weil das nunmal als Vergleich angesetzt wurde. Basismodell mit Basismodell und da hat der Verbrenner nunmal mehr Reichweite, das ist einfach Fakt.
Ob du oder ich oder irgendjemand anderes die „braucht“ steht nicht zur Diskussion.
Ich brauche sie nicht, aber es gibt genug Leute die es haben wollen.
Die 33.000€ habe ich gewählt, weil das der Basislistenpreis ist. Mit ein bisschen Ausstattung wird es teurer, beim BEV aber auch. Mit Rabatt ist man aber nachher wieder näher an den 33.000€.
South meint
Mja, da brauchst kein Brain ned. Schlicht Bullshit Bingo. Wenn man die Parameter auf einen Hersteller wie BMW, dann auch nur ein Modell wie den 1er, das witzigerweise gar nicht das Kernmodell eines Premiumhersteller ist, dann auch noch auf das Basismodell und da dann auch noch auf die Maximalreichweite von 800 WLTP bezieht… dann muss man schon mal fragen, was man da vergleicht. Den Fakt ist auch, dass das nicht der Normalfall ist…
brainDotExe meint
South,
Niemand hat behauptet, dass das der Normalfall ist.
Lediglich das es preislich in dieser Klasse beim Basismodell nicht möglich ist auf eine ähnliche Reichweite zu kommen.
Nicht mehr und nicht weniger hat BMW dazu gesagt.
South meint
Yoa, oder einfach ausgedrückt Duesendaniel und JürgenII haben schlicht recht….
South meint
.. denn wenn es irreführend ist, dann sei auch der Hinweis gestattet, dass dem so ist…
Yupi meint
Wo die Reise hingeht hat er ja angedeutet und man kann die Zukunft an Peugeot erkennen.
Der neue Kompaktwagen Peugeot 308e als Elektroauto kostet in der Basis 42500 Euro.
Man will den Verbrauchern nicht zumuten reinen Wein einzuschenken, das Autos noch mehr im Preis steigen werden. Deswegen werden auch Alternativen wie Rufbus, Carsharing und Co weiter propagiert, da sich in Zukunft eben nicht mehr jeder Bürger ein Auto leisten kann.
South meint
Nein, das Rufbusse und Co. propagiert werden, nur weil Autos teurer werden, schlicht an den Haaren herbeigezogen….
gekko meint
Nur weil es BMW nicht kann/will, heißt nicht das es unmöglich ist.
Mit 400 km Reichweite durchaus umsetzbar, andere Hersteller werden liefern.
Jeff Healey meint
Ja, die Chinesen werden das hinbekommen.
Jeff Healey meint
„BMW: Kleine Elektroautos bleiben teurer als kleine Verbrenner“
Das halte ich für eine Fehleinschätzung.
Diese Aussage wird aktuell schon von chinesischen Herstellern wiederlegt:
Dort fahren die ersten E-Kleinwagen mit Natrium Batterie, die offensichtlich ähnliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren preislich unterbieten können.
Die neueste Natrium Batterie von CATL erreicht annähernd eine Energiedichte wie die aktuell modernsten LFP Zellen, fast zur HÄLFTE der Kosten. Diese Technik wird in wenigen Jahren auch Europa erreichen.
Erschwerend kommt in Europa die neue Abgasnorm EURO 7 hinzu, welche die Abgasnachbehandlung von Verbrennungsmotoren noch teurer werden lässt.
E-Kleinwagen mit Natrium Batterie werden meines Erachtens auch in Europa schon in wenigen Jahren günstiger sein, als vergleichbare Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Die Ahnungslosigkeit mancher europäischer Industrie-Manager ist erstaunlich bis erschreckend.
brainDotExe meint
Schaffen diese E-Kleinwagen mit Natrium Batterie denn auch 800 km WLTP Reichweite?
Weil das war ja die Aussage, nicht nur der von dir zitierte Satz?
South meint
Mja, das hat er so gesagt, aber es geht ja nicht nur um wörtliche Zitate, sondern jemand will ja was damit aussagen. Also dann mit Nachdenken.
Brauchen denn überhaupt alle Wagen in der Klasse eine 800WLTP ? Und wenn er sich nur auf BMW bezieht, gibt es andere Hersteller die ein besseres Preis-Leistung mit hoher, vielleicht sogar eher praxisnaher Reichweiten anbieten?
Ganz kurios. „Es gibt derzeit eher wenig attraktive elektrische Kleinwagen. “ Der 1er ist aber gar kein Kleinwagen, sondern ein Auto der Kompaktklasse.
Und jetzt könnte man sich fragen, warum macht ein Vertreter von BMW so eine einseitige Aussage?
brainDotExe meint
Ob man 800 km braucht oder nicht ist erst mal irrelevant. Der 116 als Verbrenner bietet sie, ein vergleichbares BEV zum selben Preis nicht, das ist erst einmal Fakt.
Der i1 kommt in 2-3 Jahren, dessen Einstiegsmodell wird sich an einem 116 messen müssen und wahrscheinlich, trotz LFP Akku, teurer sein und keine 800 km WLTP Reichweite schaffen.
South meint
Nö, ganz sicher nicht. Nur weil du dich jetzt sklavisch am Wortlaut festkrallst, ist das noch lange nicht der richtige Schluss. Ein Diesel-Golf bietet auch mehr Reichweite als der ID.3, dass wäre faktisch auch richtig, hat aber für die ID Käufer offenbar nicht die Relevanz, sonst würden sie ja keinen ID kaufen.
Mal davon abgesehen, mag sein, dass BMW das nicht schafft, aber es wird Hersteller geben, die ausreichende Reichweite deutlich günstiger zur Verfügung stellen werden. Das müssen nun wahrlich keine 800 WLTP sein.
Ich finde das Statement von BMW allgemein sehr fraglich, weil der Preis mit einem „kleinen Wagen“ zwar teurer sein kann, aber durchaus man TCO sogar besser fährt.
Elvenpath meint
Der Tanz um das goldene Kalb „Reichweite“.
Die Reduzierung der Eigenschaften auf „Reichweite“ ist nicht intelligent. Elektrische Kleinwagen können so viele Dinge viel besser, von denen Verbrenner-Kleinwagen nur träumen können: Laufruhe, Leistung, Ansprechverhalten, leichtes Handling, geringe Unterhaltskosten, Wartungsarmut, Lebensdauer des Antriebs, Lademöglichkeit zu Hause, Raumausnutzung etc.
Die Fähigkeit lange Strecken schneller bewältigen zu können, ist so ziemlich der einzige Vorteil von Verbrennern. Und für die allermeisten Menschen ist diese Fähigkeit objektiv gesehen relativ unwichtig. Dieses Reichweitending ist in den meisten Fällen reine Kopfsache.
Halber Akku meint
Komisch. Von VW war die Tage zu lesen, dass sich in Zukunft keine Verbrenner Kleinwagen mehr lohnen.
EVFan meint
Das ist wohl der Grund für die Aussage von BMW. Niemand rechnet 2026 mit einem Klein- oder Kompaktwagen, der 800 km WLTP-Reichweite für 33.000 EUR bietet. Weil man selbst nichts vorzuweisen hat, setzt man die Messlatte extrem hoch, um den Wettbewerb schlecht aussehen zu lassen.
Jensen meint
Den Markt von allgemein als klein wahrgenommenen Fahrzeugen bedient BMW ja gar nicht, so dass das schon etwas seltsam wirkt, wenn sich Herr Post zu diesem Marksegment äußert.
Vielleicht plant BMW ja aber überraschenderweise einen Einstieg in dieses Segment. Experimente mit Wasserstoff waren ja auch nicht unbedingt zu erwarten.
EVFan meint
Der Markt tendiert aktuell in Richtung E-Mobilität. Da werden die Karten neu gemischt und Kunden kaufen ggfs. auch in einem niedrigeren Segment als bisher.
Mit einem ID.Polo oder ID.Cross könnte ich mich anfreunden, obwohl ich die letzten 20 Jahre nichts unter BMW 3er gefahren bin. Sie bieten ausreichend Power, Platz und Kofferraum. Einziger Wermutstropfen könnte die Reichweite sein. Aber 800km WLTP brauch ich auch nicht.
brainDotExe meint
Wenn es in dem Segment eine für mich passende Bauform geben würde, wäre es eine Überlegung wert. Aber die Stufenheck Limousine oder das Coupe ist in den unteren Segmenten quasi ausgestorben.
MK meint
BMW sagt dass ein günstiges Elektroauto Einschränkungen bei der Reichweite mit sich bringt. VW dagegen sagt dass es für teure Kleinwagen keinen Markt gibt. Das widerspricht sich nicht, sondern ergänzt sich vielmehr.
brainDotExe meint
Er hat vollkommen Recht. 800 km Reichweite in der Klasse und Preis vom 116 ist auf absehbare Zeit illusorisch.
Jeff Healey meint
Wer braucht 800 Kilometer Reichweite für seinen Kleinwagen?
Da reichen 300 Kilometer in der Regel doch vollkommen aus.
Der BMW-Mann sollte ehrlich sagen, dass BMW das Segment der günstigen Kleinwagen nicht bedienen möchte, und alles wäre gut.
brainDotExe meint
Es geht nicht darum wer das „braucht“ sondern was zu welchem Preis möglich ist.
Abseits davon hat BMW generell kein Interesse das Segment der Kleinwagen, unabhängig von der Antriebsart zu bedienen.
Dazu haben sie die Marke Mini.
E. Beinhorn meint
BMW wird in 5-10 Jahren als Hochpreismarke bestehen bleiben mit Technologie aus Schina (Akku und Fahrzeugsoftware). Ggf. mit Werken in EU. Dito Mercedes. Audi baut ja aktuell schon die neuen Autos vollständig in Schina inkl. kompletter Neuentwicklung. Das wars dann mit den deutschen teuren „Premiummarken“. Der Übergang für den Massenmobilitätsmarkt wird mit den o.a. Kleinstfahrzeugen erfolgen bzw. parallel in ein paar Jahren mit autonomen Cabs. Ab da ist dem Kunden auch völlig egal, wer der Fahrzeughersteller ist. Selbstfahrerautos dann nur noch für Reiche, als Luxus- oder als Statusobjekt.
brainDotExe meint
Geschichten aus dem Paulaner Garten.
Aber mal im Ernst, wer will denn so eine Dystopie?
Haubentaucher meint
Die Wahrheit ist oft schwer erträglich.
brainDotExe meint
Scheint so, sonst würden die Leute nicht solche Geschichten erfinden.
KBDCALLS meint
Irgendwie widerspricht sich das doch diametral
„VW will keine Verbrenner-Kleinwagen mehr bauen“
Und gibt als Grund Kostengründe an. Da Verbrenner aus den unterschiedlichsten Gründen immer teurer werden. Einer davon: Abgase.
cupra meint
Sehe ich ähnlich. BMW reimt sich ja eh schon immer ein paar Dinge zusammen die so gar nicht realistisch sind….siehe auch Wasserstoff-Auto das rentabel ist und DIE Lösung für all unsere Probleme ist ;)
Claus meint
@cupra
BMW reimt sich so viel zusammen, dass Sie aktuell die wenigsten Probleme haben von den deutschen Herstellern. Gewüsst wie…
Erzähl doch mal für welche Märkte das Wasserstoff-Auto hauptsächlich gebaut wird? 😉 Nur zur Info, Europa interessiert nicht und wird auch nirgends erwähnt.