Mitte des vergangenen Monats hatte die EnBW bei ausgewählten Roaming-Partnern ihre Ladepreise auf 56 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gesenkt. Inzwischen hat das Energieunternehmen die Preise für das Laden bei mehreren Fremdanbietern aber wieder angehoben, wie das Portal Electrive berichtet.
Über die EnBW-mobility+-Ladetarife gewährt das Unternehmen Zugang zum eigenen Ladenetz sowie zu Ladestationen anderer Betreiber. Unabhängig vom gewählten Tarif liegt die Preisgrenze für das Laden an Fremdladesäulen je nach Betreiber zwischen 56 und 89 Cent für die Kilowattstunde.
Mitte Dezember hatte die EnBW Kunden darüber informiert, dass die Preise an Ladepunkten von EWE und den Pfalzwerken auf 56 Cent/kWh sinken. Inzwischen ruft das Energieunternehmen im Roaming aber beispielsweise 64 Cent/kWh bei EWE Go und den Berliner Stadtwerken auf. Für Ladevorgänge bei den Pfalzwerken, den Stadtwerken München sowie den Hamburger Energiewerken fallen 69 Cent/kWh an. Bei Electra verlangt die EnBW 74 Cent/kWh.
Ausnahme bleibt weiterhin Enercity: Hier gilt weiter der im Dezember eingeführte Preis von 56 Cent pro Kilowattstunde. Insgesamt hat die EnBW damit laut Electrive einen Großteil der erst kürzlich vorgenommenen Roaming-Preissenkungen wieder zurückgenommen.


jamur meint
Die Art und Weise von EnBW finde ich wirklich schwierig. Auf die Senkung der Kosten wird per Push-Up hingewiesen und nur wenige Tage später wird die Reduzierung zurückgenommen, hierauf wird aber nicht hingewiesen. Man könnte meinen, das EnBW hofft, dass der eine oder andere jetzt mit der EnBW Karte bei EWE Go lädt und nicht merkt, dass er hier abgezogen wird.
Da fühle ich mich als Kunde verarscht …
R2D2 meint
Nö, ich fühle mich nicht verarscht von enbw. Blöd ist halt der, der meint er müsse ständig die enbw karte bei dingsbums xyz hinhalten…
Jörg2 meint
Ich habe ja das Gefühl, die Artikelüberschrift könnte etwas Zeichensetzung vertragen.
R2D2 meint
Was juckt uns diese Information? Mit der kaufland App bekomme ich bei Lidl auch keine extra Wurst gebraten. Ich habe enbw L weil sich das lohnt, sicher ist und ich auf Strecke Standorte mit min. 8 Stecker als Favorit vorausgewählt habe…
Und im Alltag hab ich als Laternenparker alle Nase lang hpc ohne Ende. Sozusagen der absolute nobrainer. Danke enbw für eure Mühe!
Matthias meint
Doch, mit der Kaufland App bekommst du bei Lidl eine Extrawurst gebraten, den diese beiden Ketten gehören zur Schwarz-Gruppe, und die Lidl-Ladestationen sind ebenfalls in der Kaufland-App zu sehen und zu nutzen.
R2D2 meint
Ach was….?! Oben ist der selbe Chef. Ja komisch…Bei Strom ist das auch so?
Futureman meint
Merkwürdig, die Regierung senkt mit viel Geld seit dem 01.01. die Netzentgelte und damit die Strompreise und gleichzeitig steigen die Ladepreise. Da waren je die Spritpreise transparenter.
M. meint
Komplett sinnfrei.
Aber kein Wunder, dass man behauptet, man braucht lokal kein AC, man hat ja irgendwo HPC.
Denen muss man jetzt noch irgendwie die Zahlschafe zuführen.
MichaelEV meint
AC kostet bei den Hamburger Energiewerke im Ladetarif ohne Grundgebühr 59 Cent/kWh , die HPCs von EnBW kosten 56 Cent/kWh.
Dann sind die Zahlschafe wohl eher bei AC…
Bis zu dieser Änderung hat der Ladestrom an HEnW-Säulen über EnBW glaub ich teilweise weniger gekostet als bei dem neuen HEnW-Tarif. Da kommt diese Änderung wenig überraschend…
Die Frage ist letztendlich, was EnBW als EMP an andere CPOs bezahlen muss und was sie dann selber als Preis veranschlagen. Große Deltas kann man beanstanden, das der EMP für dieses „Geschäft“ kein Geld drauflegen will bzw. für die Leistung selber eine Kleinigkeit verlangt definitiv nicht.
M. meint
HH ist nicht ganz Deutschland.
Hier bekommt man AC ab 29ct. Via Debitkarte.
DC gibts ohne Vertrag eher ab 60 oder 70 (hab jetzt keinen kompletten Überblick, aber wenn da nie jemand lädt, kann man grob abschätzen, woran das liegen könnte…)
Dazu EnBW – deren Tarife kennt man ja.
Ich schätze mal, wer von hier ist, spart sich die EnBW-Stationen. Die sind eher was für Durchreisende oder Touristen. Und für den Fahrlehrer mit Ioniq5. Der kann’s absetzen.
Die anderen DC verrotten eher.
MichaelEV meint
Viele verrennen sich in Anlaufanreizen. Und sind dann bitter enttäuscht, wenn die mal enden.
Belanglose AC-Stückzahlen. Unsinniger Use Case (falls es um Aldi, Lidl o.ä. geht). So gut wie kein weiterer Ausbau (also perspektivisch keine Verfügbarkeit).
In HH wird AC stetig, aber im Kontext der Gesamtversorgung doch belanglosem Maß ausgebaut. Und wie verlangt wird Ladeinfrastruktur auf öffentlichem Grund an private Betreiber ausgeschrieben. Und so kommen anscheinend Preise zu tage, die für tragfähige AC-Ladeinfrastruktur gebraucht werden (und die wird aus auch anderweitig geben, falls AC überhaupt ausgebaut wird).
M. meint
Bieg’s dir ruhig zurecht.
Trotzdem nutzt hier niemand die teuren DC-Lader.
Und wenn man nach dem Motto „sorry, ab jetzt gibt’s nur noch Strom ab 59 ct. ohne Vertrag“ die Leute dazu zwingen will, kaufen die eben kein (weiteres) BEV, solange sie nicht zu Hause laden können.
Dann gucken hier wieder alle dumm aus der Wäsche, warum die Leute weiterhin Verbrenner kaufen und verstehen es nicht.
Dabei ist es einfach…
MichaelEV meint
Groß rumheulen, dass niemand relevant AC ausbaut und dann mächtig abfeiern, wenn die ggf. nur eine AC-Ladesäule für 29 Cent besucht wird.
Bieg’s dir ruhig zurecht, AC wird nicht relevant ausgebaut und wird für die eigentliche Zielgruppe öffentlicher Ladeinfrastruktur (Laternenparker) weitgehend irrelevant sein. Keine planbare Verfügbarkeit, nicht passend zum Bedarf (beim Einkauf 5kW nachzuladen reist kaum jemanden vom Hocker).
Elvenpath meint
Einfach die EnBW App nehmen und alles ist gut.
Thorsten 0711 meint
MichaelEV
Als Hamburger würde ich ja bei den dortigen Energiewerken mit der Ladekarte der Stadtwerke München mit 49 Cent/kWh laden, frei von Blockier- und Grundgebühr. 🤷♂️
Sofern die Preise in Chargeprice noch aktuell sind. Manchmal brauchen die etwas länger.