Im vergangenen Jahr lockerte die Europäische Union ihre Emissionsvorgaben für die Automobilindustrie, was wohl insbesondere den deutschen Herstellern zugutekam. Laut Berechnungen des Spiegel und der Umweltorganisation ICCT sparte die Branche durch diese Regelung bis zu 4,2 Milliarden Euro an Strafzahlungen an die EU.
Eigentlich hätten die Autohersteller 2025 den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagen gegenüber 2021 um 15 Prozent senken müssen. Doch im Juni gewährte die EU den Herstellern eine Fristverlängerung bis 2027, um zu hohe CO2-Flottenwerte in einem Jahr durch Ausgleich in einem anderen Jahr zu kompensieren. Ab Ende 2027 müssen Hersteller für jedes Gramm CO2, das ihre Flotten im Durchschnitt der Jahre 2025 bis 2027 über der Zielvorgabe liegen, 95 Euro pro Fahrzeug zahlen.
Besonders der Volkswagen-Konzern profitierte der Spiegel-Auswertung zufolge von dieser Lockerung und konnte so zwei Milliarden Euro an Strafzahlungen vermeiden. Mercedes erreichte seine CO2-Ziele nur durch Kooperationen mit sogenannten Pool-Partnern wie Smart und Volvo, deren Neuwagenflotten niedrigere Emissionen aufwiesen und daher Verschmutzungsrechte an Mercedes verkaufen konnten. BMW hingegen unterbot die Vorgabe bereits im vergangenen Jahr, was vor allem auf den hohen Elektro-Anteil von 27 Prozent in seiner Flotte zurückzuführen ist.
„Die vermiedenen Strafzahlungen sind hypothetisch, schließlich konnten die Hersteller den Großteil des Jahres ohne das Damoklesschwert einer Strafe planen“, merkt der Spiegel an. Volkswagen etwa habe sich keinem Emissionspool angeschlossen – offenbar in der Erwartung, den Rückstand in den Folgejahren selbst aufholen zu können. „Die Hersteller hätten wohl jedes andere Mittel ausgeschöpft, bevor sie Strafen akzeptiert hätten“, so ICCT-Europachef Peter Mock.
So aber, vermutet Mock, hat die Industrie als Ganzes ihre Bemühungen, mehr Elektroautos zu verkaufen, zurückgefahren. Wäre die Kommission bei der Strafandrohung für 2025 geblieben, hätte die Industrie nach ICCT-Schätzung 500.000 E-Autos mehr in der EU zugelassen. Statt die Strafen hinzunehmen, hätten Hersteller dann etwa höhere Rabatte auf ihre E-Autos und Plug-in-Hybride geboten, um den Absatz anzukurbeln.
Insgesamt lag der Elektro-Anteil der Industrie 2025 bei 19 Prozent der verkauften Neuwagen – ein Rekordwert. Mock schätzt, dass der E-Marktanteil ohne Strafnachlass um bis zu 7 Prozentpunkte höher gelegen hätte. „Das unterstreicht die Bedeutung verlässlicher Regeln“, sagt der ICCT-Geschäftsführer.
Die Lockerung der Emissionsvorgaben für die kommenden Jahre ist nicht die einzige Änderung: Im Dezember gab die EU bekannt, das ursprünglich für 2035 geplante Verbot der Neuzulassungen von fossil betriebenen Verbrennungsmotoren kippen zu wollen. Die neue Regelung sieht vor, dass die CO2-Emissionen bis 2035 um 90 statt 100 Prozent gesenkt werden müssen. Diese Anpassung ermöglicht es, auch weiterhin neue Hybrid- und Benzinfahrzeuge oder Elektrofahrzeuge mit Benziner als Stromgenerator an Bord, sogenannte Range Extender, zuzulassen.

Lotti meint
Don’t support the combustion engine industry!
Simon meint
Der Automobilindustrie muss man in den Arsch treten. Sonst ändert sich am Hamsterrad dort nie was. Das stärkt auch die Person die in solchen Großkonzernen voran gehen wollen. Hat man schon zu oft gesehen das die Ideen und Konzepte da waren und man wieder einen Rückzieher gemacht hat. Weil irgendwer im Management oder im Projektmanagement tot geredet hat.
brainDotExe meint
Auszug aus einem Artikel zum Thema EU Flottengrenzwerte, gestern bei Elektroauto News:
„Die Pools von BMW und Mercedes-Benz erfüllen ihre durchschnittlichen Ziele bereits und übertreffen diese zwei Jahre vor dem Termin“
MichaelEV meint
BMW war zuletzt bei 0g, Mini hat insgesamt eine Übererfüllung von 3g gebracht. Man erfüllt also das ursprüngliche 2025er Ziel, so wie es über Jahre planbar war. Eine der wenigen Ausnahmen, die nicht negativ aufgefallen ist.
Mercedes verfehlt das Ziel sehr deutlich (MB selber um 19g) und wird von Geely gerettet.
brainDotExe meint
Das steht bei Elektroauto News anders.
Tt07 meint
Absolut korrekt, Mercedes musste die Chinesen um Hilfe bitten.
Mäx meint
@Brain
Lesen, verstehen.
Der POOL(!) von BMW und Mercedes erfüllt das Ziel.
Mercedes alleine würde das Ziel klar verfehlen (habe keine quantitative Aussage, Michaels Zahl könnte stimmen).
Erst mit Volvo, Polestar, Smart (also Geely) kommt man auf genau 0.
Ansonsten:
VW +8%
Hyundai Pool +6%
SAIC Pool +4%
Renault Pool +3%
Tesla Pool +3%
Kia Pool +2%
Nissan-BYD Pool -20%
Daten laut ICCT.
Mäx meint
Ah im ICCT sind auch einzelne Marken.
Mercedes selber +19 gCO2/km, als Group (also inkl. Smart) +17 gCO2/km
Volvo Cars (Volvo + Polestar) z.B. hat -37 gCO2/km
BMW +-0 gCO2/km, Mini -19 gCO2/km
brainDotExe meint
@Mäx
Ja und? Das ist ja der Sinn und Zweck eines Pools.
MichaelEV meint
Sowohl die Schlagzeile als auch du direkt wollen den Eindruck erwecken, dass Mercedes das CO2-Flottenziel eigenständig erreicht. Das ist überhaupt nicht gegeben.
brainDotExe meint
Wenn du das so interpretierst, ist das deine Sache. In der Schlagzeile als auch im Artikel selbst ist eindeutig der Begriff „Pool“ erwähnt.
MichaelEV meint
Ich finde die Headline „BMW und Mercedes haben das CO₂-Ziel der EU schon erreicht“, im Artikel wird die Form der Erfüllung und Volvo, Polestar bzw. Geely mit keinem Wort erwähnt.
Egal, solange man nicht (wieder) von den Fakten abweichen will:
Mercedes performt bzgl. der CO2-Ziele schlecht, Volvo+Polestar sehr gut und zusammen entsteht ein ausgeglichener Pool.
Haubentaucher meint
So is es. Man kann nur hoffen, dass die Chinesen immer mehr in EU produzieren und das werden sie.
hu.ms meint
„Mock schätzt, dass der E-Marktanteil ohne Strafnachlass um bis zu 7 Prozentpunkte höher gelegen hätte.“
Damit liegt er schwer daneben.
Auch wenn BEV preisgleich mit verbrennern gewesen wären, wären diese 7% nicht verkauft worden. Die gründe sind bekannt:
1. zeitmehraufwand für laden
2. grundsätzliche BEV-ablehnung – oft politisch bedingt.
MichaelEV meint
Damit wird er schwer richtig liegen und du daneben.
Andi EE meint
Das Hauptproblem sind die Medien und dann infolgedessen die Konsumenten. Wenn jetzt der EV-Leader ein europäischer Konzern gewesen wäre, wäre das Ganze ganz einfach und ohne ideologischen Dogmen gegangen. Da es ein amerikanisches Unternehmen mit Tesla war, musste man immer dagegen schreiben. Das ist der Hauptgrund, wieso eure aus monetären Interessen fehlgeleiteten Fachjournalie, inflationäre Desinformation betrieben haben.
Man sieht es ja auch gut in China, dort sind die EVs positiv besetzt, weil die heimische Industrie damit einen Aufschwung erlebt. In Europa ist es exakt umgekehrt, die Konzerne kommen beim P/L nicht mit, ergo ist es negativ besetzt und man muss alles verteufeln. Das gleiche ideologisch verblödete Theater, gab es ja auch mit der Wärmepumpe.
Unter dem Strich: wenn die eigenen Unternehmen nicht technologisch auf der Höhe sind, dann schreibt die Presse nur Nonsens, weil sie die Nation (eigene Konzerne) verteidigen muss. Die weitere Folge ist, ein falsch informierte Gesellschaft (Leser / Konsumenten), mit falschen Wissen und Prioritäten.
R2D2 meint
Natürlich kann man die Gesetze so einpreschen, das sich keinerlei Wirtschaft oder Industrie noch lohnt. Dem CO2 ist das komplett wurscht, weil sich eh absolut ändern wird. Wir können nächsten Monat alles komplett einstellen in Europa, das CO2 verbleibt weiterhin in der Atmosphäre und wird auch weiter mehr und mehr werden.
also muss man einen Weg finden, der zwischen ideologischen Suizid und Umweltschutz liegt.
Dazu gehört CCS also das aktive Entnahme von CO2, die Reduktion von neuem CO2 und vorallem überall massiv Natur zurück wachsen lassen.
Gerry meint
…sag das mal der aktuellen Regierung. Die wissen das leider noch nicht 😄.
R2D2 meint
Was hat Politik mit der Rettung der Erde zu tun? Diesen Leuten fehlt ja jegliches Basiswissen.
Haubentaucher meint
CCS ist eine Scheinlösung wie die Abnehmspritze.
brainDotExe meint
Wieso? CCS funktioniert.
South meint
Und mal gekuckt was es kostet? ;-)
brainDotExe meint
Das ist ja erst mal irrelevant. Steigende CO2 Steuer kann dem entgegen wirken.
MichaelEV meint
Es soll irrelevant sein, dass CCS viel teurer als die Vermeidung von CO2 ist? Wer solls zahlen? Das wars wohl, was mit „ideologischen Suizid“ gemeint war.
brainDotExe meint
Wer soll’s zahlen? Diejenigen die CO2 ausstoßen, Stichwort CO2 Steuer.
South meint
Hatten wir schon ein paarmal… ist schlicht Quatsch… es gibt kein Grundrecht von Verschmutzung gegen Geld…
brainDotExe meint
Hatten wir doch schonmal, es braucht kein Grundrecht um etwas trotzdem zu tun.
MichaelEV meint
Mit einer CO2-Steuer kommen vorher automatisch die Lösungen mit deutlich geringeren CO2-Vermeidungskosten zum tragen (z.B. BEVs).
Eine Gegenfinanzierung für CCS entgegen marktwirtschaftlicher Logik ist das nicht (aber ich denke R2D2, brain und Konsorten wollen die Lücke aus eigener Tasche füllen).
Gerry meint
Vorrangig ist natürlich Vermeidung weiterer CO2-Emissionen. Deswegen als erstes weg mit den vorsintflutichen Verbrennern.👍
Und für CCS gibt es eine geniale Erfindung, sie heißt schlicht „Bäume pflanzen“.
Ein technisches CCS ist dann nur noch ein kleines Puzzleteil, und mit Abstand am teuersten. Aber womöglich brauchen wir es auch.
brainDotExe meint
Was ist mit CO2 Emmisionen die man entweder nicht vermeiden kann oder will?
Da ist CCS eine bessere Lösung als Bäume pflanzen, weil schneller mehr CO2 aus der Luft geholt wird.
M. meint
Und du bezahlst das dann?
Gut, so machen wir’s.
brainDotExe meint
Ja, kein Thema. Einfach über die CO2 Steuer abwickeln.
South meint
Yoa, CCS funktioniert ? Na dann ran an den Speck. Warte mal. Funktioniert das auch wirtschaftlich? Also was ist günstiger kein CO2 in die Luft zu blasen und dann teuer wieder einzufangen und in die Erde zu pressen? Schau wir mal nach was das kostet… aus der Luft 500-1000€ je kg… das reicht bei nem Auto für so 7Tkm, wenn man so 6l Verbraucht.
Na dann R2D2 geh doch mal mit guten Beispiel voran. Bei 200Tkm macht das nur schlappe knappe 20 – 25.000€ extra…
Jetzt könnte man natürlich einwenden. Moooment. Wird ja mal Billiger. Einige sprechen in 30 Jahren sogar von 100€. Yoa. Das kann man jetzt glauben oder nicht, aber selbst im Best Case kostet dann ein Verbrenner 2.000T€ mehr + Sprit… ;-)
Jetzt könnte man meinen. Yoa geht doch, aberrr, die Welt bleibt auch beim E Auto nicht stehen… bedeutet, der Verbrenner wird sogar in sehr, sehr wohlwollenden günstigsten Szenarien wohl eher keine Chance mehr haben…
South meint
Yoa, CCS funktioniert ? Na dann ran an den Sp eck. Warte mal. Funktioniert das auch wirtschaftlich? Also was ist günstiger, kein CO2 in die Luft zu bla sen und dann teuer wieder einzufangen und in die Erde zu pres sen? Schau wir mal nach was das kostet… aus der Luft 500-1000€ je kg… das reicht bei nem Auto für so 7Tkm, wenn man so 6l verbraucht.
Na dann, geh doch mal mit guten Beispiel voran. Bei 200Tkm macht das nur schlap pe knappe 20 – 25.000€ extra…
Jetzt könnte man natürlich einwenden. Moooment. Wird ja mal Billiger. Einige sprechen in 30 Jahren sogar von 100€. Yoa. Das kann man jetzt glauben oder nicht, aber selbst im Best Case kostet dann ein Verbrenner 2.000T€ mehr + Sprit… ;-)
Jetzt könnte man meinen. Yoa geht doch, aberrr, die Welt bleibt auch beim E Auto nicht stehen… bedeutet, der Verbrenner wird sogar in sehr, sehr wohlwollenden günstigsten Szenarien wohl eher keine Chance mehr haben…
brainDotExe meint
Ich fahre meinen Verbrenner aber keine 200.000 km. Ich fahre den 1000 km pro Jahr,
South meint
Naja, die ganze Welt dreht sich um dich?… aber es war eine Antwort auf R2 D2 und dein Nutzungsverhalten ist irr elevant und nochdazu auch weit weg von repräsentativ…
volsor meint
Dann brauchen Sie eigentlich kein Auto.
brainDotExe meint
@South
Du hast ja explizit nach mit gutem Beispiel voran gehen gefragt.
Wie gesagt, ich habe kein Problem damit, CCS zu bezahlen um das von meinem Verbrenner freigesetzte CO2 wieder zu binden. Wenn das mal gesetzlich vorgeschrieben ist, mache ich es.
Tut bei 1000 km pro Jahr auch nicht weh.
@volsor
Kennst du den Unterschied zwischen „brauchen“ und „wollen“?
South meint
… und nur am Rande. Der größte Makel… wir brauchen ein Lösung heute… ;-)
Future meint
Jetzt wissen wir also, warum der Volkswagen Konzern wieder mal weniger als 1 Mio. Elektoautos verkaufen wollte. Die »Geschenke« aus Brüssel werden halt eingeplant und dann muss man halt gerne mehr Verbrenner verkaufen. Angeblich macht man das ja nur, weil der »Kunde« das so wolle.
Futureman meint
Das jetzt gesparte Geld fehlt doppelt in der Zukunft. Denn auch 2025 wuchs der Anteil an chinesischen Autos weltweit. Und das besonders durch E-Autos. Stellt sich die Frage, wieviel u.a. die deutschen Unternehmen verloren haben, da sie weniger Autos verkaufen konnten? Und für 2026 sieht es nicht besser aus, eher beschleunigt sich der Ausbau der Kapazitäten in China. Da der Markt dort weitgehend gesättigt ist (deutsche Hersteller wurden bereits massiv verdrängt), erfolgt jetzt der Fokus auf den Export. Dabei ist erstaunlich, wie gut die ehemals verschriene Qualität inzwischen ist. Die Probefahrt in einem Leapmotor letzte Woche lässt böses ahnen für die europäischen Hersteller.
Die Verschiebung der CO2-Regeln war daher wohl eher ein Bärendienst an die deutschen Autohersteller.
South meint
Mja, „gespart“ ist ein wenig irreführend, es ist wohl eher eine Art Stundung, denn es ist ja nicht geschenkt, dementsprechend hat man der Branche etwas Luft verschafft, die im Grunde völlig in Ordnung geht. Schade nur, dass Innovatoren wenig belohnt werden, die ja hätten verkaufen können und Schnarcher die jetzt nicht bezahlen müssen.
Trotzdem. Es geht nicht primär darum den Firmen ihren Spielraum zu nehmen, die Flexibilität ist richtig, das alte System war zu starr. Leider kurzfristig zu Lasten des Angebotes, denn Rabatte oder Modelle können jetzt auch später kommen.
Hier auf der Seite wird immer gleich mangelnde Nachfrage als Desinteresse an E Autos interpretiert, aber dass stimmt schlicht nicht. Es gibt Angebot und Nachfrage. Die Autofirmen können ohne Probleme das Angebot attraktiver oder Madiger machen, was die Kunden zugreifen oder eben abwarten lässt. Den Effekt kann man deutlich bei Subventionen oder Rabattaktionen sehen…
Andi EE meint
Die Regeln werden nach dem Grad der Gesundheit der eigenen Konzerne geschrieben. Und wenn das Aufgeschobene in 2 Jahren nicht eingelöst werden kann, dann gibt es halt noch mal eine passende Regel, damit es wieder verschoben oder aufgehoben werden kann.
Ich hab die Hoffnung aufgegeben, dass man in dieser Gesellschaft die wirklich Guten belohnt und die Schlechten bestraft. Es ist wie im Mittelalter, die Blaublüter mit der richtigen Abstammung und Verwandtschaft, werden protegiert. Ich kann verstehen, dass man es wegen den Arbeitsplätzen macht, aber belohnt werden hier einmal mehr die Falschen. Ein katastrophales Signal.
one.second meint
Ich hoffe doch sehr, dass die Autoindustrie die nächsten zwei Jahre nicht schon wieder eine Bild- und Weltkampagne gegen die CO2-Regeln fährt. Irgendwann müsste doch auch dem Allerletzten auffallen, dass sie sich im Ende damit selbst abschaffen, während Unternehmen außerhalb Europas einfach schon sehr viel bessere, günstigere und zukunftsfähige Produkte anbieten können. Deutschland sieht dann irgendwann so aus wie Kuba, auf ewig verdammt zu veraltetem Unfug, den man nun wirklich nicht mehr exportieren können wird. Ich sehe gewisse Parteien schon wieder die Glühbirne und den Kathodenstrahlfernseher pushen. Und „nukular“ natürlich.
Gerry meint
CO2 Regeln lockern damit weiterhin viele Verbrenner verkauft werden und gleichzeitig eAutos fördern. Irgendwie vollkommen unsinnig.
brainDotExe meint
Wieso Unsinn? Nennt sich Technologieoffenheit. Jeder kann das kaufen, was für ihn am besten passt.
LOL meint
Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt …
Ich mach was ich will, was interessiert mich eure Zukunft?
Heute Renten sichern, die Trottttel von Morgen können das Problem lösen.
Jeden Tag 100t Öl in die Natur kippen, was interessiert mich was morgen ist?
M. meint
Man muss allerdings sagen, dass längst nicht alle „jungen“ so ticken, als wenn ihnen was an der Welt liegen würde. Freund von mir hat dem 16-jährigen jetzt ein Miniauto mit Diesel gekauft, weil er das so wollte. Hier um die Ecke ist ein Parkplatz, da stehen die Kids immer mit ihren Autos, hören Musik und lassen die Verbrennerungsmotoren laufen.
Klar, es gibt auch die anderen, aber die gibt’s in jeder Generation. Die Trennlinie verläuft nicht bei einem Geburtsdatum.
brainDotExe meint
Dann mache das „100t Öl in die Natur kippen“ teurer, Stichwort CO2 Steuer. Aber bitte nicht beschweren, wenn es Leute gibt, die das dann einfach bezahlen, weil es ihnen es wert ist.
Torsten meint
@M: Miniauto mit Diesel? Klingt spannend, welcher Hersteller, welches Modell?
South meint
Quatsch, da brauchst kein Brain ned. Selbst mit allem Geld der Welt gibts heute keine Zulassung mehr für neue Autos mit Super Verbleit oder ohne KAT… es kann also nicht alles der Geldbeutel regeln.
Und das tut es auch beim Verbrenner nicht. Deswegen gab es ja das Verbrennerzulassungsverbot, also es hat eben nicht alles die CO2 Steuer geregelt. Zwar wird das Verbrennerzulassungsverbot sehr wahrscheinlich gekippt werden, aber auch das heißt automatisch mitnichten, dass der Verbrenner nicht verboten wird…;-)
Tt07 meint
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion.
brainDotExe meint
„keine Zulassung mehr für neue Autos mit Super Verbleit oder ohne KAT“
Das ist doch was komplett anderes. Die Motoren arbeiten weiterhin noch nach dem Otto- oder Diesel Prinzip.
„Zwar wird das Verbrennerzulassungsverbot sehr wahrscheinlich gekippt werden, aber auch das heißt automatisch mitnichten, dass der Verbrenner nicht verboten wird“
Doch eigentlich heißt das genau das. Zum Glück.
South meint
Nö, auch das Quatsch. Da reicht ja ein Blick in den Gesetzesvorschlag. Es sind nur noch ein paar Prozente mit Range Extender/PHEV zugelassen und selbst das wird mal mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Ablaufdatum kriegen …
Und. Wenn mit dem CO2 Aufschlag alles geregelt wäre, dann hätte es ja auch kein Verbrennerzulassungsverbot gebraucht. Die Konstellation gibt es aber schon, also ist dein „einfach bezahlen“ schlicht ein absoluter Schmarrn…
Aber hey, warten wir ab, dass wirst du bestimmt noch erleben….
brainDotExe meint
Dann schaue du doch mal in die Gesetzvorlage, es sind auch reine Verbrenner, ohne Range Extender/PHEV weiterhin möglich.
Maßgeblich ist nur der CO2 Ausstoß auf Flottenebene.
Klar könnte irgendwann der Worst Case eintreten, aber dann gibt’s noch sowas wie Bestandsschutz. Hoffentlich kann man damit die nächste 50-60 Jahre überbrücken, danach ist es mir egal ;)
M. meint
@Torsten:
Aixam [irgendwas] GTI.
Spannend ist nur, ob das Ding den Berg schafft.
Aber 113g CO2.
South meint
.. es ist defacto ein Verbot von reinen Verbrennern, weil die unglaublich teuer werden würden….und ich freu mich drauf… aus Gesellschaftssicht der Best Case… ;-)
Aber wie gesagt. Das Trostpflaster. Bestandverbrenner darfst du bis an dein Lebensende fahren. Wobei, wenn man darüber ehrlich nachdenkt, nicht einmal darauf würde ich wetten…
brainDotExe meint
Wie gesagt, was die Zukunft bringt steht über so einen Zeitraum in den Sternen.
Sollte dieser Worst Case eintreten, müsste man wohl oder übel schweren Herzens auswandern.
South meint
Mehr Drama Baby… ich finde bei so was wichtigem sollte man sich gleich in ein Schwert stürzen… ;-)
RudiFaehrtTesla meint
braini: Tschüß!
Btw. wo soll es denn hin gehen?
brainDotExe meint
Australien und Japan haben mich schon immer gereizt. Wird halt kostspielig den Fuhrpark mitzunehmen.
Aber das ist ja wirklich der absolute Worst Case, das unser Land so vor die Hunde geht glaube ich nicht.
Dirk meint
Die Autoindustrie spart gar nichts, sie kann jetzt aber schöne Dividenden auszahlen und hält besser ihren Aktienkurs. Die Nachrist ist nur gut für die Shareholder und Investoren.
Weiterhin müssen die jetzt noch mehr Differenzen aufholen, sonst wird es beim nächsten Mal NOCH teurer.
Und zahlen tun wird das alle, denn mit dem CO2-Ausstoss wird der Klimawandel beschleunigt.
R2D2 meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
Egon_meier meint
Mal wieder Irreführung vom Feinsten: Es wurden Strafzahlungen nicht gespart sondern nur verschoben.
Aber macht nix .. Hauptsache gegen deutsche Unternehmen. Passt schon.
MichaelEV meint
Mit dem ursprünglichen Ziel hätte man 2025 mit 0g Verfehlung abschließen müssen.
Die Verfehlung hätte Strafzahlungen nach sich gezogen, die ggf. anders vermeidbar wären (mehr Rabatte, Pooling).
Ob man in der Folge übererfüllt war irrelevant, die Kosten für das CO2-Ziel wären angefallen und mit der Aufweichung der CO2-Flottenziele hat man sich diese Kosten gespart.
Mary Schmitt meint
Das Problem ist, der Kunde hat Elektro nicht gekauft und da war auch Störfeuer der Regierungen dran beteiligt. Also nur fair, dass man das ausgleicht.
MichaelEV meint
„der Kunde hat Elektro nicht gekauft“ klingt so, als wenn Kunden in der Breite zwei gleichwertige Angebote mit Preisparität bekommen haben. Haben sie aber nicht!
Störfeuer aus der Politik war das Gerede über eine kommende Förderung. Ansonsten machen sich die Hersteller das Störfeuer schon selber. Wenn man sich jahrelang gegen BEVs abgearbeitet hat, ist es nicht leicht, das wieder alles rückgängig zu machen.
Mary Schmitt meint
Da du als Tesla-Fan seit Jahren erklärst, was für tolle und dem Verbrenner weit überlegene Angebote doch die Ochsenfrösche sind, hatte der Kunde aber nach deinen Maßstäben gleichwertige Angebote mit Preisparität. Kauft aber keiner, 19.000 im Jahr und 0,7% Marktanteil sind ein Offenbarungseid. Das war es also nicht. Du sagst, die Hersteller machen sich das Störfeuer selber. Das mag bei Tesla zutreffen, BMW aber haben die du.mm.en Reden von Zipse so gar nicht geschadet, da läuft es glänzend. So einfach ist die Welt also nicht.
MichaelEV meint
Wenn du dich nach diesem Anfall wieder beruhigst, reicht es vielleicht ja doch für die Erkenntnis: Ohne gleichwertige Angebote hatten die Kunden nie eine faire Wahl.
Und da DU Tesla ins Spiel bringst: Mit den beiden meistverkauften BEVs weltweit wird schon lange gezeigt, dass es anders geht.
brainDotExe meint
Wichtig und richtig!
Das Geld können die Hersteller in der Entwicklung besser gebrauchen, sowie ggf. Personalabbau verringern/stoppen.
M3P_2024 meint
Könn(t)en, aber wahrscheinlicher ist: Boni und Dividenden…
Same procedure as every year
Michael meint
Vielleicht gar nicht so schlecht. Dann können sie ja die Elektroautos jetzt billiger machen.
M3P_2024 meint
Eine bekannte Managerin in der Schweiz würde jetzt sagen: you dreamer Du!
ap500 meint
Es geht wirklich nur um den maximalen Gewinn. Um die Umwelt ging es noch nie.
Tt07 meint
Sag das mal dem Hirn
M. meint
Äh – bei welchem Unternehmen ging es jemals nicht um Gewinn und um die Umwelt?
BEV meint
jedes Unternehmen muss Geld verdienen, sonst wird es nicht lange funktionieren
grundsätzlich find ichs auch nicht besonders toll, aber das Mittel mit der Bestrafung (Strafzölle) funktioniert offensichtlich auch nur bedingt gut
MichaelEV meint
Das Mittel mit der Bestrafung und Belohnung (hier geht es nicht um Strafzölle) funktioniert bisher fast einwandfrei und ist ursächlich für viel BEV-Absatz in Europa.
brainDotExe meint
Willkommen beim Kapitalismus!