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IRU, ACEA, T&E fordern: Kontinuität bei Lkw-Ladeinfrastruktur sichern

26.01.2026 in Aufladen & Tanken, Politik, Transport von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Volvo-Trucks

Bild: Volvo Trucks

Die International Road Transport Union (IRU), der Verband europäischer Automobilhersteller ACEA und die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) haben die Europäische Kommission aufgefordert, die EU-Förderung für Lade- und Wasserstofftankinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge sicherzustellen. Sie warnen davor, dass eine Unterbrechung der Unterstützung in den Jahren 2026–2027 die Einführung emissionsfreier Fahrzeuge verlangsamen könnte.

In einem gemeinsamen Schreiben an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Kommissar Apostolos Tzitzikostas betonen die Organisationen die Dringlichkeit, eine Finanzierungslücke nach Auslaufen der Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) zu verhindern.

AFIF war Teil des CEF-Transportprogramms und förderte Investitionen in alternative Kraftstoffinfrastruktur in Höhe von rund drei Milliarden Euro in der gesamten EU. Die Finanzierung durch AFIF ermöglichte den kritischen Ausbau von Infrastrukturprojekten in ganz Europa. Aktuelle Diskussionen in Brüssel deuten jedoch auf eine mögliche Unterbrechung der Förderung in den Jahren 2026–2027 hin.

Ohne ein dediziertes Nachfolgeinstrument vor Beginn des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens 2028 droht laut IRU, ACEA und T&E die Einführung von Lade- und Wasserstofftankstellen für schwere Nutzfahrzeuge an Dynamik zu verlieren. Dies falle mit dem Markteintritt emissionsfreier Lkw zusammen, während Investitionen in der gesamten Wertschöpfungskette steigen würden.

Raluca Marian, EU-Direktorin der IRU: „Welches Signal würde die EU an den Markt senden, wenn sie die Förderung gerade dann unterbricht, wenn die Einführung endlich in Gang kommt?“ Marian betont, dass für Verkehrsunternehmen Investitionen in teurere emissionsfreie Fahrzeuge kaum realistisch seien, solange die Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur nicht gewährleistet ist.

Förderung von Depot-Ladeinfrastruktur besonders wichtig

Besonders wichtig sei die Förderung von Depot-Ladeinfrastruktur, die die Basis für das Laden kommerzieller Fahrzeuge bilde, da sie operative Kontrolle und planbare Kosten ermögliche. Thomas Fabian, Leiter Nutzfahrzeuge bei ACEA: „Wenn Europa den Straßenverkehr wirklich dekarbonisieren will, muss es kontinuierliche Unterstützung für Lade- und Betankungsinfrastruktur sicherstellen. Eine Unterbrechung der Förderung würde die Einführung verlangsamen und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas gefährden.“

Die Organisationen fordern die Kommission auf, die Unterstützung auf EU-Ebene entweder durch eine Verlängerung von AFIF oder durch alternative Förderinstrumente in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten sicherzustellen. Gefördert werden müsse die gesamte Infrastrukturkette, einschließlich öffentlicher Lade- und Tankpunkte, Depot-Ladestationen, Netzanschlüsse und Energiespeicherlösungen, die für den täglichen Betrieb emissionsfreier Lkw entscheidend seien.

T&E-Direktor Stef Cornelis: „Von Portugal bis Rumänien starten Lkw-Ladeinfrastrukturprojekte dank AFIF. Diese Förderung endet gerade zu einem Zeitpunkt, an dem verlässliches Laden für die Umstellung der Logistik auf elektrisch entscheidend ist. Die EU muss jetzt die Finanzierung erhöhen und Investitionssicherheit für Energie- und Logistiksektor bieten.“

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Via: T&E (ENG)
Tags: ACEA, EU, Förderung, Ladestationen, T&E, Wasserstoff-TankstellenAntrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge, Wasserstofffahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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