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Elektroauto-Leasing: Aktuelle Angebote & Vergleich

Porsche setzt bei Batterie für den Cayenne Electric auf mehr Kontrolle

13.02.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

Porsche-Cayenne-Electric-Antriebstechnik

Bild: Porsche

Die neue Generation des Cayenne ist nach dem darunter angesiedelten Macan das zweite rein batterieelektrische SUV von Porsche. Er ergänzt die Drei-Säulen-Strategie aus Verbrenner, Plug-in-Hybrid und Elektroantrieb und soll die bestehenden Varianten nicht kurzfristig verdrängen. Das Werk in Bratislava ist dafür auf maximale Flexibilität ausgelegt: Alle Antriebsarten laufen auf einer Linie, die Stückzahlen lassen sich je nach Nachfrage steuern.

Das Projekt ist auch eine Reaktion auf frühere Rückschläge bei Batterien. Porsche kämpfte mit Qualitätsproblemen bei seinem ersten Elektroauto, der Sportlimousine Taycan. Für den Cayenne entschied man sich deshalb für mehr Eigenfertigung. Die Modulproduktion übernimmt die Tochter Porsche Werkzeugbau in einem neuen Werk im slowakischen Horná Streda. Rund 150 Beschäftigte und 370 Roboter fertigen dort bis zu 132 Module pro Stunde im Zweischichtbetrieb.

Ein Batteriepack des Cayenne besteht aus sechs Modulen, rechnerisch ausreichend für bis zu 352 Fahrzeuge pro Tag. Die Endmontage inklusive Leistungselektronik erfolgt bei Webasto nahe Bratislava, die Leistungselektronik liefert Marquardt aus Deutschland. Vom Baubeginn Anfang 2023 bis zum ersten fertigen Modul im Mai 2024 vergingen 18 Monate. „Wir haben hier gute langfristige Bedingungen und sehr starke Mitarbeiter“, sagte Werkzeugbau-Chef Markus Kreutel im Gespräch mit Automotive News.

Obwohl Porsche traditionell stark auf Zulieferer setzt, behält der Konzern bei der Cayenne-Batterie die Kontrolle. Sie ist als strukturelles Bauteil in den Fahrzeugrahmen integriert und erfüllt eine Sicherheitsfunktion. „Wenn es um hochkomplexe technologische Komponenten geht und wir die Expertise haben, machen wir es selbst“, so Produktionsvorstand Albrecht Reimold.

Zielvolumina für den elektrischen Cayenne nennt Porsche nicht. Im zurückliegenden Jahr erreichten die Verbrenner-Versionen 80.900 Einheiten, knapp hinter dem Macan mit 84.330 Fahrzeugen, von denen rund die Hälfte bereits die neue Elektro-Generation war.

Mitte November 2025 feierte der neue Porsche Cayenne Electric Weltpremiere. Das Topmodell Cayenne Turbo ist mit bis zu 850 kW (1156 PS) Leistung das stärkste Serienmodell der Marke aller Zeiten. Mit 113 kWh Brutto-Energieinhalt, hoher Energiedichte und großen Pouch-Zellen ermöglicht die funktionsintegrierte Hochvolt-Batterie Reichweiten von über 600 Kilometern nach WLTP-Norm und unterstützt das 800-Volt-Schnellladen.

Die neue Generation des Cayenne soll auch mit der bis dato größten Bildschirm-Fläche eines Porsche und einer hohen Reaktionsgeschwindigkeit des Porsche-Communication-Management (PCM) punkten. Als Elektroauto kostet der Cayenne hierzulande ab 105.200 Euro. Flankierend wird vorerst weiter der vorherige Cayenne mit reinen Verbrenner- und Plug-in-Hybridantrieben verkauft, los geht es hier bei 101.500 Euro.

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Via: Automotive News (kostenpflichtig)
Tags: Porsche Cayenne, Porsche Cayenne Electric, ProduktionUnternehmen: Porsche
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. David meint

    13.02.2026 um 12:17

    Ist, ehrlich gesagt, nicht mein Auto. Mir haben die SUV von Porsche nie gefallen. Ich würde mich freuen, wenn man sich auf einen elektrischen Sportwagen konzentriert. Der Taycan war sicherlich 2020 eine technische Revolution. Ich erinnere mich mit schmunzeln, wie Murks sich an ihm abgearbeitet hat. Er hatte sofort realisiert, dass dieses Auto alle seine Fahrzeuge im Bereich technischer Reputation massiv entwertet. Jetzt wäre halt die richtige Zeit für den nächsten Schritt, ein BEV, das vielleicht sogar leichter als ein ähnlicher Verbrenner ist. Wenn dafür Hightech erforderlich ist, würde ich den Aufpreis zahlen wollen.

    Antworten
  2. David meint

    13.02.2026 um 10:33

    Blasphemie!
    Mein Taycan hatte nie Batterieprobleme!

    Antworten
    • David meint

      13.02.2026 um 12:19

      Hatte er auch nicht. Es sind etwa 300 Autos betroffen gewesen. Eher war ungünstig, dass man mehrere 10.000 informiert hat. Tesla hat im vergleichbaren Fällen so etwas ausgesessen.

      Antworten
      • David meint

        13.02.2026 um 12:44

        Ich habe gar keinen.
        So konnte ich auch nie Batterieprobleme haben

        Antworten
    • Fred Feuerstein meint

      13.02.2026 um 12:58

      Es wurden ja nur 80.000 Fahrzeughalter informiert und zum Rückruf geladen, also nahezu alle der ersten Generation. Wer möchte auch so ein brandgefährliche Kiste in der Einfahrt stehen haben…

      Antworten
      • Mäx meint

        13.02.2026 um 13:26

        Für meinen Bekannten mit dem Taycan Turbo aus 2020 war das trotzdem alles ziemlich Kopfschmerzfrei. Auto wurde immer geholt und gebracht, Ersatzwagen kostenlos, teilweise kombinierbar mit Service (und trotzdem Holen/Bringen/Ersatzwagen kostenlos) usw.
        Jetzt hat er einen wie gesagt einen Cayenne electric bestellt.
        Der Taycan bleibt vorerst aber in der Sammlung.
        Viel mehr an Wert verlieren kann er ja nicht mehr :D

        Antworten
      • Fred Feuerstein meint

        13.02.2026 um 14:24

        „Auto wurde immer geholt und gebracht“ Das ist wohl eher selten der Fall. Meist muss man ihn hinbringen und wird dann von einem Fahrer wieder weggebracht.
        Aber hinsichtlich Wertverlust hast du vollkommen Recht, sehr viel weiter runter kann es eigentlich nicht mehr gehen. Gerade für die Turbo Modelle

        Antworten
        • Lataffa meint

          14.02.2026 um 21:37

          Stimmt, ich schleiche da immer um einen Tycan wenn ich meine Sonntägliche Jogging Runde durchs Industriegebiet mache. Aber meine Frau meint sowas passe nicht zu mir ;-)
          Basispreise sind beim Taycan ja sehr vernünftig, nur die Porschetypisch überteuerten Extras zahlt dir beim Gebrauchen niemand. Das hat er mit allen anderen Fahrzeugen in der Luxusklasse gemein.

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