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Experte: Warum Europa bei Batteriezellen hinterherhinkt

07.04.2026 in News & Trends von Thomas Langenbucher | 8 Kommentare

VW-ID3-Batteriepaket

Bild: VW

Der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Batteriezellproduktion in Europa steht vor großen Herausforderungen. Trotz politischer Zielsetzungen, die Abhängigkeit von China zu verringern und eine eigenständige Industrie zu etablieren, bleibt die Umsetzung schwierig. Entscheidend ist nach Einschätzung von Experten vor allem die Frage der Wirtschaftlichkeit und der staatlichen Unterstützung.

Der Batterieexperte Heiner Heimes von der RWTH Aachen verweist im Gespräch mit der Automobilwoche auf die zentrale Rolle von Fördermitteln. Für Hersteller sei ausschlaggebend, ob staatliche Hilfen die Mehrkosten gegenüber asiatischen Wettbewerbern ausgleichen können. Eine Produktion in der EU sei ohne Unterstützung kaum realisierbar. „Für eine Zellfertigung in der EU wird entscheidend: Ist die Förderung so üppig, dass sie für Hersteller die Mehrkosten im Vergleich zu asiatischen Zellen ausgleichen kann?“

Aktuelle Daten aus dem von Heimes herausgegebenen „Battery Atlas“ zeichnen ein ernüchterndes Bild: Die geplanten Kapazitäten für Batteriezellfertigung in Europa sind deutlich gesunken. Im Vergleich zu 2023 hat sich die Kapazität von über 2000 auf rund 1190 Gigawattstunden (GWh) nahezu halbiert. Diese Differenz entspricht etwa 20 „Gigafactories“ oder der Versorgung von rund zehn Millionen Elektroautos mittlerer Größe.

Diese Entwicklung steht im Widerspruch zu politischen Ambitionen. Die Bundesregierung strebt den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Batterieproduktion bis 2035 an. Auch die EU setzt mit dem Industrial Accelerator Act sowie Förderprogrammen wie dem Battery Booster auf Unterstützung der Branche.

Heimes bewertet diese Initiativen grundsätzlich positiv, sieht aber entscheidende Unsicherheiten in der konkreten Ausgestaltung. Unklar sei etwa, was genau unter „Made in Europe“ zu verstehen ist. Ein Großteil der Wertschöpfung entfalle auf Komponenten, die bislang nicht vollständig in Europa produziert werden. Auch für den Maschinen- und Anlagenbau seien bislang keine unmittelbaren Vorteile erkennbar.

Hinzu kommt die starke Dominanz asiatischer, insbesondere chinesischer Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese reicht von der Komponentenfertigung bis zum Bau kompletter Produktionsanlagen. Europäische Projekte geraten ins Stocken: Northvolt meldete Insolvenz an, ACC stoppte Fabrikpläne, und auch Porsche legte ein Akkuprojekt auf Eis.

Ein weiterer Wettbewerbsnachteil ergibt sich aus den globalen Marktbedingungen. China hat erhebliche Überkapazitäten aufgebaut, was zu sinkenden Preisen führt. Laut Schätzungen der Internationalen Energieagentur liegen die Kosten für europäische Lithium-Ionen-Zellen etwa 50 Prozent über denen chinesischer Produkte.

Um diese Differenz auszugleichen, fordert Heimes deutlich höhere Fördermittel. Nur so könne strategische Unabhängigkeit erreicht werden. „Das ist der Preis unserer Unabhängigkeit.“ Langfristig könne sich die Kostendifferenz verringern, wodurch auch der Förderbedarf sinke. Der Vorteil: Es handle sich um ein Problem, das grundsätzlich finanzierbar sei.

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Via: Automobilwoche (kostenpflichtig)
Tags: Batterie, Europa, ProduktionAntrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Effendie meint

    07.04.2026 um 14:58

    Die Gier auf den letzten Cent von den ganzen BWL’ler hat uns in diese Misere gebracht. Keine Weitsicht nur der Profit zählt. In China wurde dort konsequent die Technologie Batterie und PV über Jahre unterstützt.

    Antworten
    • M. meint

      07.04.2026 um 17:54

      In den chin. Firmen sitzen die gleichen BWL’er, das kann man gut am Geschäftsgebaren, auch hierzulande, sehen. Der Unterschied liegt in der Führung des Landes. Da ist es in einer Diktatur naturgemäß viel einfacher, einen langfristigen Plan zu verfolgen. Wir haben alle Nase lang einen anderen, da kommt man natürlich nicht vom Fleck.

      Antworten
  2. Jeff Healey meint

    07.04.2026 um 12:15

    Die europäische Politik muss diese Unsicherheiten für die Industrie aus dem Weg schaffen. Wir brauchen die Technologie und deren langfristige Wertschöpfung hier, bei uns, auch wenn es zunächst Schmerzen verursacht.
    Kurzsichtige Politiker haben in Deutschland schon einmal fahrlässig eine gesamte Industrie zerstört, in Zeiten einer Wirtschaftlichen Krisensituation. Von einstmals 50.000 Arbeitsplätzen in der PV-Industrie blieb so gut wie nichts übrig. Gemessen am heutigen Marktvolumen für PV, und angenommen lediglich 15% Marktanteil deutscher Hersteller, gäbe es heute vielleicht 500.000 Arbeitsplätze in der deutschen PV-Industrie. Die europäische, aber auch gerade die deutsche Politik, sollte die gleichen Fehler nicht immer wieder machen.

    Antworten
  3. MK meint

    07.04.2026 um 11:11

    Ich sehe das ein bisschen anders: Wenn die Reduzierung um rund 800 GWh jährlicher Produktionskapazität laut dieser Einschätzung nach hier 10 Mio. eAutos jährlich entspricht, reichen einem einfachen Dreisatz die verbliebenen knapp 1.200 GWh für 15 Mio. eAutos pro Jahr. Und seien wir doch mal realistisch: Diese wird Europa nicht in den nächsten drei Jahren erreichen und was in zehn Jahren ist, wird sich zeigen und erst in einigen Jahren geplant werden.
    Von daher waren die 2.000 GWh wohl eher eine Überkapazität in einer „Goldgräberstimmung“ und jetzt ist man in der Realität angekommen und Europa dürfte auch mit den jetzt noch geplanten Kapazitäten eine komplette Eigenversorgung erreichen können.

    Antworten
    • Lanzu meint

      07.04.2026 um 13:00

      10 Millionen sind ungefähr der jährliche Jahresmarkt an Autos in der EU. Allerdings werden Batterien nicht nur in Autos eingesetzt, sondern auch stationär oder in LKW.

      Aber das stimmt schon, wenn diese Projekte tatsächlich realisiert würden, dann wäre das immer noch ein guter Anteil. Allerdings ist auch die Zellfertigung in Europa nicht unbedingt unabhängig. Die Vorprodukte kommen häufig aus China und es sind teilweise chinesische oder andere asiatische Firmen, die hier produzieren.

      Antworten
      • MK meint

        07.04.2026 um 14:05

        @Lanzu:
        Wobei man bei den Vorprodukten ja schon recht weit ist und genug Lithium in deutschen Böden hat, um die ganze Welt mit Akkus auszustatten. Ich erinnere nur an die neuen Werke für Lithium-Aufbereitung in Frankfurt-Höchst und die für Kathoden- und Anodenmaterialien von BASF in Brandenburg.
        Und ja, es sind längst nicht alles europäische Firmen, vor Allem weil man zugelassen hat, dass die erfolgreichste deutsche Firma für die Herstellung von Akkuzellen (Akasol in Darmstadt) an die US-Firma BorgWarner verkauft wird. Solche Firmen beweisen aber trotzdem, dass in Deutschland durchaus weit mehr KnowHow in dem Bereich vorhanden ist als oft angenommen wird. Und da sind dann auch Fabriken wie die von CATL in Erfurt eine Chance: Früher waren es deutsche „Expats“, die in China Chinesen ausgebildet haben. Jetzt kommen Chinesen nach Deutschland und bilden hier Deutsche aus. Auch die VW-Akkufabrik in Salzgitter ist zwar zusammen mit einer chinesischen Firma entstanden. In Stand gehalten werden die Anlagen aber von VW-Instandhaltungsbereichen, die dafür jede CAD-Zeichnung, jeden Schaltplan und jede Teileliste, die es für solche Anlagen gibt, zur Verfügung haben.

        Wo Sie recht haben: es gibt auch andere Anwendungsgebiete. Wobei ich immer noch sagen muss, dass ich von der Notwendigkeit stationärer Speicher nicht so überzeugt bin, wenn man eAuto-Akkus endlich mal vernünftig nutzen würde (möglichst dauerhaft angeschlossen, Angabe des benötigten Ladestands zu Zeitpunkt x und dann bidirektionales Laden mit zentraler Steuerung über den Netzbetreiber). Und ansonsten habe ich es oben ja schon gesagt: Es geht hier ja nur um die aktuell geplanten Anlagen, also das, was bis spätestens Anfang der 2030er Jahre in Betrieb sein sollte. Aber da ist natürlich nicht enthalten, wenn VW z.B. 2030 ankündigen würde, bis 2035 die Kapazitäten in Salzgitter auszubauen. Und seien wir mal realistisch: Wir werden bis 2030 keine 100% Elektro-Quote bei den Fahrzeugen erreichen.

        Antworten
      • Future meint

        07.04.2026 um 15:42

        Heimes ist Theoretiker, aber kein Praktiker. Northvolt ist doch auch gescheitet, weil die Expertise für die Skalierung der Produktion einfach fehlte.
        ACC versucht jetzt, die aktuellen Produktionsprobleme mit der Hilfe von chinesischen Experten zu lösen. Stellantis plant für die Giga in Spanien mit Tausenden chinesischen Experten von CATL.
        Man hat in Europa so viel Zeit verloren, weil man die Zellproduktion einfach vernachlässigt hat und sich sogar darüber lustig gemacht hat. Jetzt sieht man das zwar anders, aber man kann sich die notwendigen Experten halt nicht einfach aus dem Hut zaubern in Europa.

        Antworten
        • MK meint

          08.04.2026 um 09:28

          @Future:
          Und was ist mit erfolgreichen deutschen Akkuherstellern wie (das mittlerweile leider vom US-Konzern BorgWarner übernommene) Akasol? Leider hat man in Deutschland immer die Tendenz, auf die Unternehmen zu schauen, die scheitern und nicht die, die erfolgreich sind.

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