Tesla rechnet damit, dass sein fortgeschrittenes Fahrassistenzsystem in den kommenden Monaten in der gesamten EU zugelassen wird. Nach der jüngst erfolgten Genehmigung in den Niederlanden sei das Unternehmen gut für eine EU-weite Zulassung im laufenden Quartal aufgestellt, sagte Finanzchef Vaibhav Taneja nach der Vorlage der Quartalszahlen.
In den USA können Fahrer die Software „Full Self-Driving (Überwacht)“, kurz FSD (Überwacht), bereits seit einigen Jahren nutzen. Dem ursprünglichen Namen Full Self-Driving wurde der einschränkende Zusatz – im Englischen „(Supervised)“ – hinzugefügt, weil die Software noch nicht autonom fahren kann und die Fahrer weiter die Verantwortung tragen. Tesla kommt eigenen Angaben zufolge derzeit auf 1,28 Millionen Abo-Kunden für FSD, 180.000 mehr als drei Monate zuvor.
CEO Elon Musk kündigt seit rund einem Jahrzehnt an, dass Serien-Teslas mit FSD tatsächlich autonom fahren werden. Nun schätzte er, dass die unüberwachte FSD-Version in den USA „wahrscheinlich im vierten Quartal“ eingeführt werde. Zugleich sagte Musk, Tesla werde die Software nur schrittweise verfügbar machen, wenn sie für eine bestimmte Region als sicher eingestuft werde. Fahrzeuge mit älteren Computern, die ebenfalls als FSD-fähig verkauft wurden, müssten in „Minifabriken“ umgerüstet werden.
Musk erklärte zudem, die Zukunft von Tesla liege in selbstfahrenden Robotaxis und humanoiden Robotern statt im Autoverkauf. Derzeit startet Tesla die Produktion seines Robotaxis Cybercab. Das Modell ist ein Zweisitzer und soll ohne Lenkrad und Pedale auskommen. Mit Verweis darauf, dass „90 Prozent der Meilen“ mit einer oder zwei Personen im Auto gefahren würden, sagte Musk, das Cybercab werde langfristig wahrscheinlich den Großteil der Tesla-Produktion ausmachen.
Noch in diesem Jahr will der US-Konzern auch die Produktion seiner humanoiden Roboter mit dem Namen Optimus starten. Die größeren Elektroauto-Modelle S und X stellt Tesla ein. Auf der dadurch frei werdenden Fläche im kalifornischen Fremont will man mit der Zeit eine Million Roboter pro Jahr bauen. Musk betonte zugleich, dass die Produktion langsam anlaufen werde, da es sich um eine neue Technik handele.
Für diese Pläne hebt Tesla die Prognose für die Kapitalausgaben in diesem Jahr auf 25 Milliarden Dollar an. Vor drei Monaten hatte der Konzern noch 20 Milliarden Dollar vorhergesagt. Finanziert werden soll dies vor allem aus dem Autogeschäft, das nach den Absatzrückgängen im vergangenen Jahr laut den Zahlen des ersten Quartals 2026 wieder besser läuft.
Im Jahresvergleich stieg der Quartalsumsatz um 16 Prozent auf 22,39 Milliarden Dollar, der Gewinn um 17 Prozent auf 477 Millionen Dollar. Die weltweiten Auslieferungen legten um 6,3 Prozent auf 358.023 Fahrzeuge zu, nachdem sie im Vorjahresquartal noch um 13 Prozent gefallen waren. In Grünheide bei Berlin, wo das mittlere SUV-Coupé Model Y gebaut wird, verzeichnete Tesla im ersten Quartal nach Unternehmensangaben mit mehr als 61.000 Fahrzeugen die bisher höchste Produktion. Das Werk ist derzeit auf eine Kapazität von mehr als 375.000 Elektroautos jährlich ausgelegt.

David meint
Ein besonders wertvolles Gut für die Vertreter von Magnetmatratzen und nachgedruckten mittelalterlichen Bibeln für 5000 € wäre die Kundenkartei mit den Adressen der wenigen Mitmenschen, die ernsthaft für dieses läppische Level 2 System 99 € im Monat zahlen.
Powerwall Thorsten meint
Und schon wieder ein Kommentar, der ziemlich unqualifiziert ist, aber dafür trotzdem schlecht altern wird
ChriBri meint
Sei nicht zu negativ. Wenn das System wie auf den deutschen Testvideos arbeitet, arbeitet es besser als Level2. Den Preis von 99,- sehe ich auch kritisch. Gerade im Flottenbereich wird das schwierig, das zu implementieren. Und 1.200 €/Jahr ist ein Wort. Das bluecruise von Ford ist das mit 25,—/Mo sinnvoller eingepreist.
Powerwall Thorsten meint
Du möchtest Blue Cruise wirklich mit dem Tesla System vergleichen? – da solltest du vielleicht noch mal ein paar aktuelle Videos anschauen, oder dich bei kompetenter Stelle informieren – also nicht bei David ;-)
ChriBri meint
Nein, beide Systeme bluecruise und FSD sind nicht vergleichbar. Die preisliche Einordnung ist bei FSD aber sportlich. Ein paar Nerds werden das gerne hinblättern, in Flotten ist es ein Thema und der „normale Anwender“ mit 15t km/Jahr wird sich das auch gut überlegen und nicht die Türen einrennen… vllt mal für einen Monat mit viel Aufwand buchen, sonst aber nicht (meine Einschätzung)
Future meint
After Sale kostet. Das ist ja mittlerweile eine gewichtige Einnahmequelle für die Hersteller. Beim Tesla werden die Besitzer ja nicht zu den überteuerten Wartungen gezwungen. Insofern bleibt mehr Geld für etwas anderes. Außerdem ist es ja freiwillig und jeder kann entscheiden, ob er das Geld nun für die Autonomie ausgibt oder lieber für das Resort in Andalusien. Am besten einfach beides tun.
David meint
Dafür bleiben sie beim TÜV kleben und können dann überteuerte Reparaturen im Tesla Zentrum machen lassen. Dort werden Teile zum Horrorpreis getauscht und das in einer Qualität, dass AT Zimmermann nie der Stoff ausgeht. Zudem müssen sie ja schon jeden Monat zehn Euro einwerfen, damit das Display „Farbe“ hat.
Jörg2 meint
Bitte mal die Garantiebedingungen quer lesen.
Dann vielleicht die TÜV-Auswertung über die Mängelstrukur der Tesla bei Erst-HU hervornehmen.
Ergbnis: Dein Beitrag ist sinnfrei.
Fred Feuerstein meint
„Dafür bleiben sie beim TÜV kleben und können dann überteuerte Reparaturen im Tesla Zentrum machen lassen“ Hm, der TÜV nach drei Jahren, wo dann bei den älteren Teslamodellen die Querlenkerlager defekt waren? Da braucht der Kunde nichts zu zahlen, die werden im Rahmen der 4 jährigen Garantie getauscht. Aber wem ich erzähle ich das, du hast es ja nicht so mit den Fakten. Bildniveau halt.
Powerwall Thorsten meint
Vielleicht sollte man (du) einmal ergebnisoffen die neue Software installieren, du glaubst doch wohl selber nicht, wenn die weiterhin „angeblich“ so viele Phantombremsungen machen würde, dass es dann eine Zulassung gegeben hätte.
Justin Case meint
Wahrscheinlich laufen wir beide auf gleicher Hard- und Software, HW3, stets die neueste SW-Version installiert.
Im Unterschied zu anderen betrachte ich die Welt nicht durch einen Fanboy-Filter. Vorschlag (nur ein Beispiel von vielen, dass den Entwicklungsstand von „Autopilot“ illustriert):
Befahre die L579 in Fahrtrichtung West. Schalte Autopilot ein. Nimm die Hände vom Lenkrad. Habe an der Position 52.071699, 7.312603 zuverlässig und reproduzierbar einen Unfall.
Meine Kommentare zu FSD und HW3 (seit langer Zeit) sind gereift wie fine Wine.
Time has told. Noch eine Prognose: Level 4 oder 5 wird in der EU mit HW4 nie zugelassen.
Justin Case meint
Mir würde es schon reichen, wenn mein sogenannter „Autopilot“ nicht so oft Phantombremsen würde oder an gewissen Stellen nicht mehr immer noch versuchen würde die Fahrbahn zu verlassen.
Ein sogenanntes „FSD“, das die Verantwortung und Aufmerksamkeit immer noch bei mir beläst (Level 2 [+ irgendwas]) kaufe oder miete ich nicht. Level 4 oder 5 wird es mit Hardware 3 eh nicht geben.
David meint
Phantombremsungen wird es weiterhin geben. Das ist das einzige Alleinstellungsmerkmal von Tesla bei den Assistenzsystemen. Ich lache mich immer noch schlapp über das Video, wo das Robotaxi durch so eine Bremsung aus dem Nichts den Inhalt der Handtasche von Influencerin Kim komplett ausgekehrt hat.
Powerwall Thorsten meint
Wahrscheinlich war das keine Phantombremsung, sei doch froh, dass der Tesla dich nicht überfahren hat