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Audi ruft weltweit 96.180 e-tron quattro und Q8 e-tron zurück

28.04.2026 in Neues zu Modellen, Sicherheit von Thomas Langenbucher | 15 Kommentare

Audi-Q8-55-e-tron-quattro-(bis-2025)-

Bild: Audi

Audi ruft wegen eines möglichen Problems mit der Bremse weltweit fast 100.000 Exemplare des seit 2018 gebauten e-tron quattro beziehungsweise der neuen Version Q8 e-tron außerplanmäßig in die Werkstätten. Wie aus der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, geht es um insgesamt 96.180 Einheiten weltweit, davon 14.601 in Deutschland. Zudem muss Audi laut der US-Straßensicherheitsbehörde NHTSA in den USA 18.853 Fahrzeuge in die Werkstätten bringen.

Der Rückruf gilt für die Modelle e-tron quattro und Q8 e-tron. Es handelt sich im Grunde um eine Baureihe: Im Zuge eines Facelifts hatte Audi sein als e-tron quattro vorgestelltes erstes Großserien-Elektroauto später in Q8 e-tron umbenannt. Neben den SUV-Modellen sind auch die Coupé-Versionen mit dem Namenszusatz Sportback betroffen.

Bei Fahrzeugen, die zwischen dem 2. Februar 2018 und dem 11. Juni 2024 gebaut wurden, kann es aufgrund einer fehlerhaften Verschraubung am Bremspedal „zu einer eingeschränkten Funktion kommen“, heißt es. Das Fahrzeug könnte also beim Tritt auf das Bremspedal nicht richtig verzögern. Laut NHTSA könne dann nur noch mit der Notbremsfunktion verzögert werden, was das Risiko eines Unfalls erhöhe. Darauf zurückzuführende Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden sind bisher aber nicht bekannt.

Bei dem Werkstattbesuch werden im Zuge der Rückrufaktion die Verschraubungen der Druckstange am Bremspedal geprüft. Entspricht dies nicht den Vorgaben mit dem korrekten Drehmoment, wird die Schraube angezogen. Den Kunden sollen für Prüfung und Korrektur keine Kosten entstehen.

Der e-tron quattro beziehungsweise Q8 e-tron wurde ausschließlich im belgischen Werk Brüssel gebaut. Das den aktuellen Rückruf auslösende Problem ist laut dem Portal Electrive bei Audi schon länger bekannt. Es habe bereits eine kleinere Rückrufaktion für Fahrzeuge der frühen Baujahre gegeben. Anfang diesen Jahres habe Audi Komponenten erhalten, die nicht von dem vorigen Rückruf betroffen waren, aber dennoch das selbe Problem aufgewiesen haben. Daraufhin sei der neue Rückruf deutlich ausgeweitet worden.

Audi hat sein Brüsseler Werk Ende Februar 2025 geschlossen und die Produktion des Q8 e-tron eingestellt. Als Gründe wurden die allgemeine Marktlage sowie schon länger bestehende strukturelle Herausforderungen an dem belgischen Standort genannt. Einen direkten Nachfolger gibt es für die Baureihe nicht.

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Via: Electrive
Tags: Audi e-tron, Audi Q8 e-tron, RückrufUnternehmen: Audi
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Powerwall Thorsten meint

    29.04.2026 um 06:34

    Irgendjemand hat einmal gesagt:
    „the best part is no part“
    Das gilt wohl auch für sicherheitsrelevante parts.

    Antworten
    • M. meint

      29.04.2026 um 10:44

      Wieder mal ein typischer Thorsten.
      Lies doch mal den Artikel, lass ihn 20 Minuten wirken… und wenn du dir sicher bist, ihn verstanden zu haben, schreib nochmal.
      Dann checken wir, ok?

      Antworten
  2. Futureman meint

    28.04.2026 um 17:05

    Vorsprung dank ….?

    Antworten
    • Werner Mauss meint

      28.04.2026 um 23:11

      Rückruf vom Vorsprung

      Antworten
  3. Karl S meint

    28.04.2026 um 15:16

    OnePedal-Driving, effektive Rekuperation und gleichmäßige Verzögerung
    ausschließlich durch Motorkraft bis zum Stillstand ist momentan der aktuelle
    Stand der Technik. Ist nur eineFrage der Zeit, bis das bei einem BEV Norm(al)
    ist.

    Antworten
    • eBikerin meint

      28.04.2026 um 16:06

      Hat nix mit dem Artikel zu tun. Ein Bremspedal (oder einen Hebel etc) wirst du solange ein Mensch fährt immer haben müssen, damit man eben eine sog. Notbremsung machen kann.

      Antworten
      • Werner Mauss meint

        28.04.2026 um 23:13

        Sollte halt bei dem Preis nicht von selbst abfallen.

        Antworten
        • M. meint

          29.04.2026 um 10:51

          Ist sie ja nicht.
          Es wird nur überprüft, ob „alles fest ist“.
          Hätte man aber oben lesen können, wenn man nicht in der Empörung gleich mal in die Kommentarecke gesprungen wäre.

      • Powerwall Thorsten meint

        29.04.2026 um 06:31

        Wie funktioniert eigentlich ein Notbremsassistent bei modernen Fahrzeugen?
        Drückt da ein Heinzelmännchen unter dem Fahrersitz auf das Bremspedal?
        Ich frage für einen Freund.

        Antworten
        • M. meint

          29.04.2026 um 10:53

          Du meinst so ein Heinzelmännchen, das zwischendurch einfach mal so auf die Bremse drückt?
          Nein. In modernen Autos wird das nicht so gemacht.

        • Powerwall Thorsten meint

          29.04.2026 um 13:55

          Ist das eine unbehandelte PTBS Herr Ingenieur (FH), oder warum willst du immer der erste sein?

    • Steffen meint

      28.04.2026 um 16:49

      Auch aktuelle Technik hätte den Rückruf nicht verhindert, es geht ja schließlich um die Bremsfunktion. OnePedal-Driving bremst ja nicht so schnell ab wie ein Bremspedal.

      Antworten
    • South meint

      28.04.2026 um 20:32

      Wer clever ist und es nicht braucht, lässt dann noch SUV und den Quattro weg, dann hat man deutlich mehr Reichweite und weniger Kosten. Die Rekuperation bis zum Stillstand ist schon gut, aber wirklich wichtig sind Reichweiten jenseits der 700WLTP und 800V Laden und das bieten nicht alle Audi Modelle. Deshalb bin ich letztendlich beim A6etron performance gelandet, aber auch die A und C Klasse, der i3 bzw. iX3 etc.. Mittlerweile gibts wirklich sehr gute Modelle. Mit weniger Technik sollte man sich spätestens ab Mittelklasse aufwärts nicht abspeisen lassen oder man kauft sich nen Ladenhüter ….

      Antworten
      • M. meint

        29.04.2026 um 10:56

        „aber wirklich wichtig sind Reichweiten jenseits der 700WLTP“

        Sonst liest man bei dir immer, dass alles über 30 kWh Ressourcenverschwendung ist.
        Entweder gibt es hier zwei von dir, oder du bist der Vorsitzende der „Wasser trinken aber Wein saufen“ Bruderschaft.

        Antworten
      • M. meint

        29.04.2026 um 10:57

        „Wasser predigen..“ natürlich.

        Antworten

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