BMW führt beim ersten, seit März an Kunden gehenden Modell auf der Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ namens iX3 schon zwei parallele Rückrufaktionen durch. Die Mängel an den Kopfairbags sowie eine fehlerhafte Ladeelektronik des Mittelklasse-SUV wurden im Rahmen interner Qualitätskontrollen entdeckt.
Bei der Überprüfung der Airbags müssen die Verschraubungen an beiden Seiten kontrolliert und gegebenenfalls nachgearbeitet werden, berichtet die Automobilwoche. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beziffert die Zahl der betroffenen Fahrzeuge demnach auf etwas mehr als 4800, wobei 1071 davon in Deutschland sind. Der Hersteller selbst gibt hingegen eine geringere Gesamtzahl von 2913 Fahrzeugen an.
Zudem wurde bei einer sehr kleinen Anzahl von Fahrzeugen eine defekte Komfortladeelektronik verbaut. Dies kann im schlimmsten Fall zu Stromschlägen führen, wenn die Karosserie während des Ladevorgangs berührt wird. Davon sind nach aktuellem Stand 145 Elektroautos betroffen, wovon 28 in Deutschland registriert sind.
Nach Angaben von BMW kam es bislang nicht zu Personenschäden. Der Hersteller betont, dass sich die betroffenen Chargen exakt eingrenzen lassen. Um das Airbag-Problem künftig zu vermeiden, wurden die Qualitätsmaßnahmen in der laufenden Produktion im Werk Debrecen bereits erhöht.
Ein Sprecher von BMW bestätigte gegenüber der Automobilwoche, dass die Ursachen für den Doppel-Rückruf im Detail bekannt seien. Weitere Rückrufe oder eine Ausweitung der Aktionen werden nicht erwartet. Ein dauerhafter Imageschaden für das Projekt iX3 wird vom Hersteller laut dem Branchenportal nicht befürchtet.
Nennenswerte Verzögerungen bei der Auslieferung sind nach Angaben von BMW nicht zu erwarten, da die Aktion lediglich eine geringe Zahl von E-Autos betrifft. Der Großteil der Flotte werde weiterhin regulär ausgeliefert. Die Fahrzeuge könnten nach dem Werkstattaufenthalt sofort an Kunden übergeben werden.

BEV meint
unter den 145 iX3 sind dann wohl die Erstauslieferungen an die ausgeählten Kunden / Markenbotschafter vor dem offiziellen Marktstart
macht ja nichts, denen stellt man einfach ein neues Auto hin
deswegen würde ich keine komplett neue Fahrzeuggeneration zum Marktstart kaufen, erst wenn die Kinderkrankheiten behoben sind