• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Über & Impressum
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
  • Datenschutz
  • Suche

VW-Vertriebsvorstand Sander: „Die Tonalität in der Diskussion über E-Mobilität ist nicht richtig“

30.04.2026 in Autoindustrie von Thomas Langenbucher | Kommentieren

VW-ID.-Polo

Bild: VW

Volkswagen stellt die neue Generation seiner Elektroautos unter den Slogan „True Volkswagen“. Marketing- und Vertriebsvorstand Martin Sander verbindet damit eine Rückbesinnung auf Eigenschaften, die aus seiner Sicht den Erfolg des Unternehmens über viele Jahre getragen haben. Dazu zählt er Vertrautheit, Solidität und Bedienerfreundlichkeit. „Nicht alles, was anders ist, ist automatisch gut“, sagt Sander im Interview dem Portal Edison mit Blick auf frühere Experimente bei Design und Bedienung.

Die Umstellung auf Elektroantrieb führte bei Volkswagen zu einer Neuorientierung. Der strombetriebene Kompaktwagen ID.3 sollte sich klar von Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben unterscheiden. Sander hält diesen Ansatz für die damalige Phase für richtig, sieht inzwischen aber Grenzen solcher Veränderungen. Die andere Antriebstechnologie verändere vieles, mache es aber nicht nötig, alles aufzugeben, was Kunden über Jahre geschätzt haben.

Balance zwischen Wandel und Vertrautheit

Bei Bedienkonzepten will Volkswagen wieder stärker auf Vertrautheit setzen. Als Beispiel wird ein Drehknopf zur Regulierung der Radio-Lautstärke genannt. Für eine Volumenmarke mit breiter Kundschaft seien Bedienungsfreundlichkeit und Wiedererkennbarkeit zentrale Punkte. Daraus leitet Sander ab, dass Volkswagen nicht jedem Trend sofort folgen dürfe und bei bestimmten Dingen bewusst wieder einen Schritt zurückgehe.

Auch bei den Modellnamen setzt die Marke auf bekannte Bezeichnungen. Der ID. Polo erscheint nicht wie ursprünglich geplant als ID. 2, weil vertraute Namen in einer Phase technologischen Umbruchs Orientierung geben sollen. Der Polo steht für Sander seit Jahrzehnten für Volkswagen und genießt ein positives Image. Auf diese Bezeichnung im Zeitalter der Elektromobilität zu verzichten, hält er für wenig sinnvoll.

Der ID.3 erhält dagegen in der neuesten Version nicht den Namen ID. Golf, sondern künftig den Zusatz Neo. Sander verweist auf die besondere Stellung des Golf innerhalb der Marke. Der Golf habe 1974 eine neue Klasse definiert und sei für Volkswagen sowie die Branche eine kleine Revolution gewesen. Deshalb lege man an den Namen Golf höhere Maßstäbe an als an jedes andere Modell.

Das jüngste Upgrade des ID.3 wird als großer Schritt nach vorn beschrieben, besonders beim Interieur. Dieses sei beim ID.3 Neo in vielerlei Hinsicht auf ein neues Niveau gehoben worden. Der ID.3 sei damit näher an dem, was Kunden von einem modernen Volkswagen erwarteten. Den Namen Golf sollen jedoch nur Fahrzeuge tragen, die diesen Anspruch in jedem Detail und in jeder Disziplin vollständig erfüllen. Schon ab diesem Jahr werden die sportlichen Varianten der ID.-Modelle GTI heißen, weil Volkswagen ihnen laut Sander wieder stärker das mitgegeben habe, was einen GTI ausmacht.

VW erwartet starke Nachfrage nach neuen E-Kleinwagen

Mit den Kleinwagen ID. Cross, ID. Polo und weiteren Derivaten will Volkswagen in Preisregionen vorstoßen, die es für Elektrofahrzeuge der Marke bisher nicht gab. Preise ab 25.000 Euro sollen mehr Kunden den Einstieg in die Elektromobilität ermöglichen. Volkswagen erwartet daraus spürbare Impulse für den Markt und eine starke Nachfrage. Der Vorverkauf für den ID. Polo ist kürzlich gestartet, die ersten Fahrzeuge sollen im September im Handel stehen.

Volkswagens Kaufprämie für die ID.-Familie – eine Rabattaktion – wurde bis Ende Juni verlängert. Sander verweist darauf, dass die staatliche Förderung noch nicht vollständig verfügbar ist, weil die digitale Plattform für Antragstellung und verbindliche Bestätigung fehlt. Das Interesse sei groß, die Abschlüsse blieben jedoch vergleichsweise gering. Bei Klarheit über die Details erwartet er einen positiven Einfluss der Förderung auf die Nachfrage nach Elektroautos.

Ladeinfrastruktur bleibt Schlüssel zur E-Mobilität

Für mehr Elektromobilität nennt der Manager vor allem den Ausbau der Ladeinfrastruktur als zentralen Punkt. Benötigt würden öffentliche Lademöglichkeiten in unterschiedlichen Varianten, besonders im urbanen Bereich für Menschen ohne Eigenheim. Bundesweit, in manchen Städten und auch in Europa gebe es noch viele weiße Flecken. Zugleich verweist Sander darauf, dass Lademöglichkeiten bereits an vielen Orten vorhanden seien, an denen Fahrzeuge geparkt werden.

Bei kleinen Elektroautos sieht Volkswagen weiterhin höhere Produktionskosten als bei vergleichbaren Verbrennermodellen, vor allem wegen der Batteriekosten. Mit der „Electric Urban Car Family“ (ID.2 Polo, ID. Cross, Cupra Raval, Skoda Epiq) sollen höhere Stückzahlen erreicht und Skaleneffekte genutzt werden. Auch die bei der Batterietochter PowerCo und anderen Zulieferern produzierte „Einheitszelle“ soll durch den Einsatz in vielen Modellen zusätzliche Skaleneffekte schaffen.

Für Europa erwartet Sander weiterhin ein Nebeneinander von Elektroautos und Verbrennern. Hier lag der Anteil der Vollstromern an den Neuzulassungen im vergangenen Jahr bei etwa 20 Prozent. 2026 und 2027 soll dies durch ID. Polo und ID. Cross gesteigert werden. Verbote hält Sander nicht für den richtigen Weg und fordert eine stärkere Kommunikation der Vorteile von Elektromobilität: bessere Beschleunigung, Ruhe, lokal emissionsfreies Fahren, niedrigere Betriebs- und Wartungskosten sowie langlebige Batterien. „Kunden überzeugt man nicht, indem man ihnen das verbietet, was sie seit Jahrzehnten kennen“, sagt der Manager.

Newsletter

Via: Edison
Tags: Marketing, VertriebUnternehmen: VW
Antrieb: Elektroauto

Leapmotor B10 Hybrid EV ab 32.400 Euro bestellbar

Nachfrage nach Elektroautos wächst weiter, zeigen Autoscout24-Daten

Auch interessant

Geely will in Deutschland stärkster chinesischer Importeur werden

Geely-E5

Volvo Cars soll alleiniger Europa-Importeur für Lynk & Co werden

Lynk-&-Co-08

„True Volkswagen“: VW verspricht überzeugende E-Modelle für Europa ab 2026

True-Volkswagen

Genesis richtet Vertrieb in Europa neu aus und plant Wachstum

Genesis-GV60

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Ihre Meinung Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, erforderliche Felder sind markiert *. Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen.Mit dem Absenden Ihres Kommentars bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert haben.

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de