BMW hat offenbar den Beginn der Bestellphase für das neue mittelgroße Elektroauto i3 vorverlegt. Ursprünglich war vorgesehen, die Orderbücher erst im Herbst zu öffnen. Nun soll die „1st Edition“ laut der Automobilwoche bereits ab Donnerstag, dem 18. Juni, bei den Händlern bestellbar sein.
Hintergrund dieser Entscheidung ist dem Branchenportal zufolge die hohe Nachfrage nach der neuen rein elektrischen Version des Modells. Seit der Präsentation Mitte März in München sei ein großes Interesse an der Limousine zu verzeichnen. Vertriebsvorstand Jochen Goller spreche von einer Resonanz, die den iX3 nochmals deutlich übertreffe.
Die jüngste Batterie-Version des X3 ist das erste Modell auf der reinen Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“. Nun folgt auf den iX3 der erste international angebotene vollelektrische 3er. Die positive Rückmeldung auf die Mittelklasselimousine kommt nicht nur aus Deutschland und Europa, sondern auch aus China. BMW geht nach Informationen der Automobilwoche davon aus, dass der i3 dem Segment der Mittelklasse-Limousinen zu einem neuen Aufschwung verhelfen kann.
Als erstes Modell wurde der i3 50xDrive vorgestellt. Die Variante mit Allradantrieb leistet 345 kW (469 PS) und ermöglicht eine elektrische WLTP-Reichweite von bis zu 900 Kilometern. Als zweites Modell der „Neue Klasse“ verkörpere der 4,76 Meter lange Wagen „den technologischen Weitsprung in eine neue Ära“, so BMW. Die Bayern versprechen auch mit dem E-Auto viel Fahrspaß, dafür soll der neue Zentralcomputer „Heart of Joy“ sorgen. Innen wartet der i3 unter anderem im Cockpit wie der iX3 mit dem neuen „BMW Panoramic iDrive“ auf.
Die Produktion des neuen elektrischen 3er erfolgt im BMW-Stammwerk München. Der Start der Serienfertigung ist für August vorgesehen. Der vorgezogene Bestellstart soll keinen Einfluss auf den bestehenden i3-Produktionsplan haben.

M. meint
So.
Also, online konfigurieren geht noch nicht, bestellen sowieso nicht – aktuell scheinbar wirklich nur bei den Händlern.
Online ist nur so eine Art Infoseite mit reduziertem Konfigurator für Außen- und Innenfarben:
https://www.bmw.de/de/neufahrzeuge/3er/limousine/bmw-i3-limousine.html
Auf das richtige Konfigurationstool muss man wohl noch warten.
M. meint
Bestellen würde ich jetzt noch nicht, und auch nicht zwingend dazu raten, aber die Möglichkeit, sich jetzt schon etwas mehr mit dem Fahrzeug vertraut zu machen, sehe ich positiv.
Mir persönlich fehlen aber noch RWD-Konfigurationen und natürlich der Touring.
brainDotExe meint
Ich bin eher auf den M60 und M3 gespannt. Aber den nächsten i4 warte ich definitiv noch ab.
Werde dieses Mal aber keinen Neuwagen nehmen.
M. meint
Ich will damit nur fahren, nicht spielen. Da reichen die 5,9s / 200 km/h analog iX3 40 mehr als aus.
Spätestens oberhalb vom xDrive50 stellt sich mir persönlich die Frage nach dem Sinn, im öffentlichen Straßenverkehr.
Aber soll jeder machen wie er denkt. ;-)
brainDotExe meint
Über einfach nur fahren wollen bin ich seit meinem zweiten Auto hinweg, die Kiste muss massiv Spaß machen 😉
Sinn muss das nicht unbedingt machen 😜
M. meint
Ja, mir wird ein i3 40 touring Spaß machen.
Futureman meint
Sehr geschickt von BMW, bevor viele Interessenten aufgrund von immer mehr Alternativen auf andere Hersteller umschwenkt, bindet man sie schnell an die eigenen Modelle. Denn von einer schnelleren Auslieferung steht dort ja nichts. Also einfach nur längere Wartezeiten. Und im Juli heißt es dann, mit so einer Nachfrage haben wir nicht gerechnet und die Lieferzeit wird auf 2 Jahre gestreckt.
brainDotExe meint
Business as usual, bei jedem Hersteller.
eBikerin meint
Welcher Alternative gäbe es denn zum i3 ?
M. meint
Nein, man will die Erfahrungen aus dem Anlauf des ersten NK-Fahrzeuges für einen schnelleren Hochlauf nutzen.
Die Bedingungen dafür sind ja gut:
In München ist nicht das ganze Werk neu, verschiedene Abläufe sind schon bekannt und erprobt.
In München wird das (gefühlt) der 100ste Serienanlauf – daily business im Vergleich zur fast komplett unerfahrenen neuen Truppe in Ungarn.
Die Mitarbeiter selbst: die müssen zwar so einige neue Prozesse lernen, aber können auch Praxiserfahrungen einbringen, wenn etwas noch verbessert werden kann. Man muss da nicht bei Null anfangen.
Und dann das Auto selbst – das ist nicht mehr so neu wie der iX3 es war, jetzt hat man eben den iX3 schon als erste Erfahrung und lernt parallel dazu weiter. Gerade die neuen Schlüsseltechnologien rund um den HV-Antriebsstrang und die neue Bordnetzarchitektur werden nun besser verstanden und laufen inzwischen auch hoch, was bor Monaten noch Theorie war.
Die bekommen das hin.
South meint
Mja, BMW hats halt begriffen. Mit der WLTP und der Schnellladefähigkeit merkt man gar nicht mehr, dass man ein eAuto hat. BMW liefert zudem nen Kombi und mal kein Einheitsbrei SUV, ein mutiges aber trotzdem gesetztes Design. In Kürze ein Auto was überzeugt. Genau das wollen die Kunden im Premiumbereich und die ersten Käufer sind sogar etwas weniger preissensitiv.
Tesla zwar günstiger, aber mittlerweile altbacken und zu schlechte Schnellladefähigkeit. Audi hat in der Mittelklasse schlicht gar nix vergleichbares. Mercedes schon, aber absurd überteuert und das Design weit weg von Gefälligkeit.
Für mich kam der i3 leider zu spät, wobei ich ehrlicherweise mit BMW mit dem technologieoffen verumalberei auch imagetechnisch nicht mehr soviel anfangen kann.
brainDotExe meint
Kommt noch hinzu, dass der i3 überhaupt nicht nach Elektroauto aussieht. Den könnte man auch für einen Verbrenner halten.
Genau das und die technologieoffene Strategie schätzen die Kunden und das wird jetzt auch mit großer Nachfrage belohnt.
BMW ist nicht umsonst weltweiter BEV Marktführer unter den Premiumherstellern.
South meint
Naja, das stimmt so offensichtlich nicht, denn der i3 hat auch ein eigenes Design und ist ja ein reines BEV. Viele Hersteller haben den Fehler gemacht, dem eAuto quasi automatisch ein exotisches Design zu verpassen. BMW übrigens auch, z.B. der alte i3. Es gibt aber kein Verbrenner- oder eAutodesign, das ist quatsch, und das kann man ganz einfach auch an alten Verbrennermodellen sehen, die eine ähnliche Geschichte hatten. Beispielsweise der eingestellte kugelige A2 bei Audi. Man wollte damit auffallen, aber das ist langsam vorbei und das ist ein sehr gutes Zeichen.
Die Zeit der Fancy Designs oder der lustigen Modellbezeichnungen ala ID etc. neigt sich dem Ende. Bedeutet. Das eAuto ist erwachsen geworden und durchdringt jetzt den Markt.
BMW ist auch nicht erfolgreich, weil sie technologieoffen wären. Verbrenner und Hybride können andere Hersteller zum Teil sogar besser. Wie du schon schreibst. BMW ist erfolgreicher, weil sie marktgängige gefällige BEV anbieten.
Und BMW muss wohl eher PR technisch verdauen, dass kein Hahn dem so hochbejubelndem Wasserstoff kräht… da können sie noch oft das alte Lied krächzen.
Bei meinem nächsten Autokauf werden technologieoffene Hersteller, die nur die Verbrenner am Leben halten wollen, beim meinem Autokauf keine Rolle mehr spielen.
brainDotExe meint
Falsch gedacht, der kommende 3er Verbrenner wird das gleiche Design haben wie der i3.
BMW legt Wert darauf, dass die BEVs optisch kaum von den Verbrennern zu unterscheiden sind.
M. meint
Ich würde ein Elektroauto nicht deswegen kaufen, weil es wie ein Elektroauto aussieht.
Ich würde es aber auch nicht kaufen, weil es wie ein Verbrenner aussieht.
Die neue Klasse hat das neue Design und neue Technologien eingeführt, sie ist rein elektrisch, es werden lediglich das Design und verschiedene Technologien auf Verbrenner übertragen.
Verbrenner sehen dann also wie Elektroautos aus – nicht umgekehrt.
David meint
Wow. Jetzt gehts los. Das beste Breitband-Antibiotikum gegen „German Reichweitenangst“ist aktuell ein elektrischer BMW. Die Fans eines amerikanischen Herstellers dagegen mögen den i3 nicht, zeigt er doch gnadenlos auf, dass Onkel Murks keine Lust mehr auf Elektroautos hat. Die Daten hätte auch ein Tesla haben können, wenn man ihn neun Jahre weiterentwickelt statt entfeinert hätte. Jetzt ist BMW als erster Hersteller der Welt mit einem Mittelklasseauto in der Position, seinen Kunden keine Elektroauto-Tipps mehr geben so müssen. Diesel-Dieter muss nicht umlernen.
MichaelEV meint
Kaum ein Kommentar von ihm ohne Tesla…
Elektroauto-Tipps braucht es bei Tesla halt einfach kaum: Reinsetzen, Ziel eingeben, Fahren, Einstecken, fertig.
Man kann anderweitige Nachteile einfach mit teurer Technik zuschütten, findet sicherlich Kunden aus dem BMW Verbrenner-Lager. Sehr viele Kunden haben aber keine Bereitschaft diese Aufpreise zu zahlen.
Und wenn man den Vergleich führen will: Tesla verkauft ca. 500k Model 3 p.a., wie viele werden vom i3 verkauft, um den Vergleich als Gewinner zu verlassen?
David meint
Beim Tesla musst du erst mal zehn Euro im Monat einschmeißen, damit überhaupt alle Funktionen gehen. Und wenn du dann von Berlin nach München fährst, bringt dir die Tesla Navi zwei Ladestopps schön im Gewerbegebiet in deine Routenplanung. Mit dem BMW fährst du bis München durch. Du verstehst schon den Unterschied?
Paule meint
Nie im Leben. Wird sich zeigen, geht nur hinter LKW. Darfst nicht alles glauben.
Mäx meint
Autogefühl ist mit dem iX3 von Berlin Richtung Köln gefahren, 529km am Stück und hatte noch Restreichweite.
Autobahn 130km/h, Schnitt 100km/h.
Abwegig ist Berlin-München ohne Zwischenstopp mit dem i3 also nicht.
MichaelEV meint
Die zwei Ladestopps stimmen genauso wenig. Laut ABRP 1 Stopp mit 18 Minuten Pause.
Die Pause machen viele sowieso und auch sonst geben viele keine hohen Mehrkosten aus, um diese 18 Minuten wenige Male im Jahr zu vermeiden.
Abgesehen davon, was der Quatsch mit Gewerbegebiet und zehn Euro im Monat soll (Navigation und Ladeplanung funktionieren ohne)…
M. meint
Massenware verkauft sich in Stückzahlen immer besser, zumal der Vergleich ja auch an anderer Stelle hinkt. Bei BMW gibt es mehr Auswahl, das verteilt sich natürlich.
MichaelEV meint
Keine Ahnung, was das mit der Verteilung soll. Kunden wählen regulär bei der Kaufentscheidung nicht initial den Hersteller und dann in dem Portfolio, was gerade verfügbar ist und ggf. mehr schlecht als recht passt. Kaufentscheidungen sind in der Regel anders herum: Es besteht ein Bedarf, daraus entstehen benötigte Merkmale (wie auch Fahrzeuggröße, Fahrzeugform) und dann wird in dem Segment das Angebot gesichtet und ausgewählt.
Und die Wahl fällt häufig auf Model 3 und noch viel mehr Model Y.
M. meint
Kannst du so sehen, müssen andere aber nicht.
Wenn ich mich bei BMW umschaue, kann ich mir den i3 anschauen, oder den i4, oder den i5, oder den iX3, den iX2, den iX1. Dazu noch verschiedene Antriebe, nächstes Jahr den zweiten Kombi…
Und den iX. Wird nicht alles passen, aber manches schon.
Als ich bei Tesla war, tickte der Verkäufer genauso: ich hatte Kritik am TM3, der Verkäufer verwies auf den Y.
Warum? Na, der hatte noch die Blinkerhebel. Die inzwischen (präzisionsgefertigt!) zurück sind.
Also, bei Tesla habe ich konkret die Wahl zw. 2 Modellen. Will ich einen Tesla, muss ich einen der zwei nehmen. Bei anderen Konzernen habe ich mehr Auswahl. Bei VW kann ich sogar ein und dasselbe Auto in verschiedenen Designs bekommen. ID.3 / Cupra Born, oder 2x Skoda Enyaq/ 2x Audi Q4/ ID.4/5.
Damit verteilt sich das.
Ich hoffe, das war jetzt verständlich.
MichaelEV meint
Ne, überhaupt nicht.
Es gehen nicht 1,8 Millionen Kunden zu Tesla und nehmen eines der beiden Modelle, obwohl man eigentlich eine ganz andere Karosserieform/-größe wollte. Wenn die Bedürfnisse nicht erfüllt werden, geht man woanders hin.
M. meint
Deren „Bedürfnisse“ sind dort häufig schon erfüllt, wenn man einen Tesla hat.
Da spielen andere Attribute gar keine Rolle. Nicht wenige wechseln irgendwann, nach Jahren, von 3 auf Y, ohne zwischenzeitlich eine Familie gegründet zu haben.
Ich persönlich hab nichts an SUVs, aber wenn ich meine Wunschliste, die nichts mit Karosserieform zu tun hat, auf real existierende Fahrzeuge übertrage, kommt meistens trotzdem ein SUV raus. Die Größe ist da noch gar nicht betrachtet.
Also: ein Epiq könnte reichen, aber ein Enyaq ist nicht ausgeschlossen.
Doch, ist er. Wegen der Sache mit der API. Karosserieform? Egal.
brainDotExe meint
BMW hat, als Premiumhersteller, nicht den Anspruch 500+k i3 zu verkaufen. Auch haben sie nicht den Anspruch ein möglichst günstiges Auto anzubieten.
MichaelEV meint
Wenn einem das Ergebnis nicht gefällt, warum dann immer den Vergleich starten!?
„Premium“ ist kein Selbstzweck. Man bietet dem Kunden ein Gesamtpaket, dass der Kunde mit einer Zahlungsbereitschaft honoriert, die die Mehrkosten deutlich überkompensiert. Der Kunde entscheidet, was für ihn „Premium“ bedeutet. Und diese Merkmale sind nicht fix (siehe China) oder Merkmale werden nicht mehr in der Art erfüllt wie in der Vergangenheit (z.B. Materialqualität). Wenn der Hersteller mit Inkaufnahme von Mehrkosten „Premium“ anbietet, aber Kunden damit nicht mehr erreicht, wird es umso problematischer.
Häufig hatte ich hier gehört, dass ein i4 nach Rabatten unwesentlich teurer ist als ein Model 3. Da zieht z.B. die „Premium“-Schiene nicht mehr…
M. meint
Naja, aber beim i4 bekommt man trotzdem viel mehr Auto, gerade im Preisvergleich.
Komm‘ mir jetzt nicht mit elektrischen Sitzen oder sowas. Ja, die sind elektrisch. Aber es sind keine Sitze.
MichaelEV meint
„viel mehr Auto“ = viel mehr Kosten und das ohne diese monetarisieren zu können. Das ist doch das, was ich meinte, so funktioniert „Premium“ nicht. Und wenn man dabei noch deutlich weniger Stückzahl generiert, kann man nicht mit „Premium“ kommen, da kann man objektiv nichts mehr schönreden.
M. meint
Wer soll hier etwas monetarisieren?
Der i4 erfüllt gewisse Ansprüche, die ich an ein Auto habe, die andere Autos „mit ähnlicher Form und Größe“ nicht erfüllen.
Das ist es mit „Euro pro km Reichweite“ nicht erklärt.
Ebenso wie Menschen, die sich „einen Tesla“ wünschen, ohne etwas weiter zu spezifizieren, das natürlich nur in einem Tesla bekommen können.
Welcher, ist dort erstmal zweitrangig.
Karl S meint
„Der Start der Serienfertigung ist für August vorgesehen. Der vorgezogene Bestellstart soll keinen Einfluss auf den bestehenden i3-Produktionsplan haben.“
Aber im umgekehrten Schluß bedeutet dies auch, daß der Kunde wenn er zu lange auf
seine Bestellung warten muß, seine Order stornieren könnte.
Andre meint
Es bedeutet nicht automatisch, dass der Kunde stornieren kann. Denn er wird bei der Vertragsunterzeichnung über den anvisierten Liefertermin unterrichtet, der entsprechend weit in der Zukunft liegen wird.
Erst wenn der Termin um viele Wochen überschritten wird, kann er mit Fristsetzung stornieren.
MrBlueEyes meint
Was heißt genau “ bei den Händlern bestellbar sein“?
Wird es dann schon einen Online-Konfigurator geben?
Da sind die Infos etwas dünn….
David meint
Bei Alphabet der Konfi für Firmenkunden geht schon seit mindestens zwei Tagen und Bestellungen sind schon ohne Ende reingerasselt.
Andre meint
Ja-ja, der Produktionsstart bleibt unverändert, aber man zieht den Bestellstart vor… Also wird der Konfigurator früher freigeschaltet.
Papier ist geduldig und BMW braucht aktuell gute Nachrichten für die eingebrochene Gewinnprognose und den gefallenen Aktienkurs.
Mäx meint
Schön, bin gespannt auf die Preise.
Wird dann auch früher ausgeliefert?
> Erfahrungen aus iX3 genutzt und den Serienanlauf beschleunigt
Jetzt bitte noch schnellstmöglich den Touring nachschieben, dann werde ich eine Bestellung veranlassen.
Mäx meint
Ah…hab den allerletzten Satz nicht gelesen…