Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) erweitert die Baureihe des elektrischen ID. Buzz Cargo um eine Variante mit langem Radstand. Beim ID. Buzz Cargo LWB steigt das Laderaumvolumen auf 4,4 m³, die Ladefläche ist mit 2458 Millimetern um 250 Millimeter länger als beim Modell mit normalem Radstand. Der Vorverkauf der 250-kW-Version (340 PS) mit Allradantrieb 4Motion beginnt zu Nettopreisen ab 50.630 Euro, die heckgetriebene Variante kostet ab 48.490 Euro netto. Der Aufpreis der verlängerten Version beträgt in Deutschland rund 2340 Euro netto.
Der Laderaum bietet 0,5 m³ zusätzliches Stauvolumen, die Breite zwischen den Radkästen beträgt 1230 Millimeter. Je nach Antrieb liegt die maximale Zuladung bei bis zu 700 Kilogramm mit Heckantrieb beziehungsweise 606 Kilogramm mit Allradantrieb. Serienmäßig sind ein Holzboden und eine zweite Schiebetür an Bord, deren um 19 Zentimeter vergrößerte Breite ermöglicht das Einladen einer Europalette durch die Schiebetür. Der Cargo LWB ist als Zwei- oder Dreisitzer sowie mit einer manuell verstellbaren Lendenwirbelstütze erhältlich.
Die LWB-Version verfügt über eine 86-kWh-Batterie, während für den Normalradstand 79 kWh geboten werden. Mit Heckantrieb beträgt die Systemleistung 210 kW beziehungsweise 286 PS, mit 4Motion steigt sie auf 250 kW/340 PS. Die maximale gebremste Anhängelast beträgt bei 8 und 12 Prozent Steigung jeweils 1800 Kilogramm. Neben der großen Heckklappe sind optional Heckflügeltüren erhältlich.
Der verlängerte ID. Buzz Cargo erhält die neueste ID. Software aus dem Werk in Hannover. Der optionale „Travel Assist“ reagiert erstmals auch auf Ampeln und bremst das Fahrzeug an einer roten Ampel automatisch bis zum Stillstand ab. Neu ist außerdem das One-Pedal-Driving, bei dem der ID. Buzz Cargo über die Regulierung des Fahrpedals stark verzögert und bis zum Stillstand rekuperiert.
Mit Vehicle-to-Load (V2L) können elektrische Geräte direkt aus der Fahrzeugbatterie mit Strom versorgt werden, etwa externe Werkzeuge wie Kreissägen. Über den PowerSocket-Adapter am Mode-3-Anschluss sind 3,0 kW Dauerleistung und 3,6 kW Spitzenleistung möglich. Der Adapter wird mit Schuko-Stecker oder als CEE-230-Volt-Version angeboten.
Hinzu kommt das Infotainmentsystem „Innovision“ mit neuem App-Store. Darüber lassen sich Funktionen und Services digital freischalten oder erweitern. Angeboten werden unter anderem Apps aus den Bereichen Audio, Video-Streaming, Parking, Charging und Gaming. Ein Multifunktionslenkrad mit neu konzipierten Drucktasten soll die Bedienung wichtiger Fahrzeug-, Cockpit- und Infotainment-Funktionen erleichtern.








South meint
Naja, alt, kein 800V, natürlich können viele Handwerker in der Firma auch Schnarchladen, aber es gibt halt auch viele Einsatzzwecke, wo man das braucht und ein Gewerbetreibender steht
ganz sicher nicht stoisch, geduldig wartend gerne sinnlos länger an nem Lader…
M. meint
Handwerksbetriebe werden sich selten auch nur für 5 Minuten Ladepause erwärmen können, außer in der Mittagspause, und dann sind auch 30 Minuten egal.
Aber ich denke, der Mehrzahl wird eher arbeiten als Weltreisen zu unternehmen. Es kommt wohl selten vor, dass man als Handwerksbetrieb 300 km fährt, um eine Heizung einzubauen oder ein Dach zu decken. Jemand muss ja die Reisezeit der Mitarbeiter bezahlen, und für den wird das kein Geschäft mehr.
Werner Mauss meint
Das gute scheint die Lendenwirbelstütze zu sein, natürlich gegen Aufpreis. Da fällt der veraltete und leicht nachgebesserte Rest zum Premiumpreis garnicht mehr auf. Ein Verkaufsschlager aus dem Markenhochhaus.
MainTower meint
Sieht leider nicht mehr so stimmig aus mit dem langen Radstand, aber erhöht natürlich den Nutzwert.
hu.ms meint
Für campingausbau (hubdach) mit 2,45m immer noch relativ kurz hinten.
wenigstens der 86er akku und 210kw RWD.
eBikerin meint
Der California ist hinten genauso lang und der wird ja gerne gekauft.
M. meint
Kann man dafür nicht einen Transit Hochdach als Basis nehmen?
Klar, schön ist der nicht, aber schon praktisch. V2L gibt es dort auch.
MK meint
@hu.ms:
Selbst die „lange“ Version ist unter 5 m lang (und damit kürzer als z.B. ein ID.7), die „normale“ Version ist kürzer als Skoda Enyaq, Tesla Model Y und Co.
Letztlich bietet VW ja den „Transporter“ vollelektrisch an und der ID.Buzz ist eher das elektrische Pendant zum Caddy (den es dafür eben nicht vollelektrisch gibt) oder in der Personenvariante zu den mittlerweile auch als Verbrenner eingestellten Sharan und Touran.
Anonym meint
Beide sind 4,96m lang :)
Tesla-Fan meint
Darf ich fragen warum ich einen id.buzz ausbauen sollte, wo ich beim Kia PV5 Cargo als Basis bei ähnlichen Aussenabmessung 15cm mehr Innenhöhe bekomme? Das sind Welten, wenn man unter 2m Fahrzeughöhe bleiben möchte.
Noch dazu für 2/3 des Preises wie der Buzz. Drehkonsolen und Aufstelldach gibt es jetzt auch von Reimo für den PV5.
Da muss man schon sehr VW-Fan sein.