ACC (Automotive Cells Company) hat auf dem Pariser Autosalon 2026 seine fünfmillionste in Frankreich produzierte Lithium-Ionen-Batteriezelle präsentiert. Der Akku stammt aus der Gigafactory in Billy-Berclau/Douvrin in der Region Hauts-de-France. Die bisherige Produktion entspricht Batterien für nahezu 40.000 Elektrofahrzeuge.
Innerhalb von zwei Jahren hat ACC seine industrielle Fertigung deutlich ausgebaut. Die Batteriezellen und Module kommen inzwischen in acht E-Auto-Modellen mit großer Reichweite des Stellantis-Konzerns zum Einsatz, darunter Peugeot E-3008 und E-5008, Jeep Compass, Lancia Gamma, DS N° 7 und N° 8, Citroën C5 Aircross und Opel Grandland. ACC beliefert Stellantis entsprechend den vereinbarten Produktionsplänen.
Der erste Produktionsblock der Gigafactory arbeitet den Angaben zufolge an sieben Tagen pro Woche im Fünfschichtbetrieb nach dem 5×8-Modell, während sich die Ausschussquoten kontinuierlich den Zielwerten annähern. Allein im September erreichte die Modulproduktion nahezu das gesamte Produktionsvolumen des Jahres 2025. Der Produktionshochlauf wird fortgesetzt, 2027 soll ein zweiter Fertigungsblock mit einer Kapazität von 12,9 Gigawattstunden die Produktion für E-Fahrzeuge der Mercedes-Gruppe aufnehmen.
ACC sieht die europäische Batterieproduktion als wichtigen Bestandteil der strategischen Versorgungssicherheit, des Erhalts industrieller Arbeitsplätze und technologischer Kompetenzen sowie der europäischen Souveränität. Angesichts geopolitischer Spannungen, steigender Energiepreise, wirtschaftlicher Unsicherheit und klimapolitischer Anforderungen fordert das Unternehmen eine rasche Einführung des Industrial Accelerator Act (IAA). Dieser soll die Nachfrage nach in Europa hergestellten Batterien unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Produktion stärken.
ACC-Chef Allan Swan, der das Unternehmen seit Mai 2026 leitet, bezeichnet die Fertigung von fünf Millionen Batteriezellen in Frankreich als wichtigen Meilenstein und verweist zugleich auf die anhaltenden Herausforderungen bei der Wettbewerbsfähigkeit. Das 2020 gegründete Unternehmen wird von Stellantis, Mercedes-Benz und Saft, einer Tochtergesellschaft von TotalEnergies, getragen und beschäftigt 2500 Menschen an französischen Standorten in Nouvelle-Aquitaine und Hauts-de-France. ACC will außerdem Batterietechnologien der nächsten Generation mit hoher Leistungsfähigkeit, größerer praxisgerechter Reichweite und kürzeren Ladezeiten entwickeln.

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