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Milence sichert sich 120 Millionen Euro für Ausbau der E-Lkw-Ladeinfrastruktur in Europa

06.05.2026 in Aufladen & Tanken, Transport von Thomas Langenbucher | Kommentieren

Milence-E-Lkw-Schnellladestation

Bild: Milence

Milence, das Joint Venture von Daimler Truck, der zu Volkswagen gehörenden Traton Group und der Volvo Group, hat eine Finanzierungsvereinbarung in Höhe von 120 Millionen Euro unterzeichnet. Damit will man den Ausbau seines wachsenden Netzwerks von Hochleistungs-Ladestationen für elektrische Lkw in ganz Europa weiter vorantreiben.

Die Finanzierung wurde von einem Konsortium von Partnern bereitgestellt. Der erstmalige Zugang zum breiteren Kapitalmarkt im Rahmen der Finanzierung stelle einen wichtigen Meilenstein für Milence dar und ergänze die anfängliche Eigenkapitalinvestition von 500 Millionen Euro von den Gründungsunternehmen, so das Unternehmen. Die Erlöse aus der Finanzierung würden für die zentrale Mission verwendet. Man wolle den emissionsfreien Straßengüterverkehr vorantreiben, die starke Marktdynamik unterstützen und Investitionen in eine skalierbare, wirtschaftlich tragfähige öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw beschleunigen.

Milence hat eigenen Angaben nach bereits „erhebliche“ Fortschritte bei seiner Mission gemacht und betreibt derzeit 34 Ladeparks in acht europäischen Ländern. Weitere 16 Standorte befinden sich in verschiedenen Entwicklungsstadien, wobei bis Ende 2028 insgesamt 90 in Betrieb sein sollen. Diese wachsende Präsenz bilde eine gute Grundlage für den elektrischen Fernverkehr und positioniere das Unternehmen als führenden Akteur in der Branche, heißt es.

„Milence wird den Ausbau der Hubs in den kommenden Jahren weiter vorantreiben“

In ganz Europa schreitet der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur rasch voran, mit mittlerweile fast 1800 für Lkw-geeigneten Ladepunkten entlang wichtiger Frachtkorridore. „Milence wird den Ausbau der Hubs in den kommenden Jahren weiter vorantreiben, die Dekarbonisierung des Straßentransports unterstützen und zu den europäischen Klimazielen beitragen“, so das Unternehmen.

„Die Sicherung dieser 120-Millionen-Euro-Fazilität ist ein wichtiger Schritt zur Skalierung unseres Netzwerks in ganz Europa und spiegelt die starke Dynamik auf dem Markt wider“, sagt Anja van Niersen, CEO von Milence. „Der elektrische Straßengüterverkehr ist nicht nur zentral für die Dekarbonisierung des Verkehrs, sondern auch eine wichtige Säule der Energiewende und Unabhängigkeit Europas. Sie verringert die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen und stärkt gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Die Technologie ist bereit, der Business Case zeichnet sich ab, und mit anhaltender Dynamik und politischer Unterstützung können wir diesen Wandel in ganz Europa skalieren.“

Milence konzentriere sich darauf, Flottenbetreibern zuverlässige und qualitativ hochwertige Ladeerlebnisse zu bieten und so dazu beizutragen, zentrale Hindernisse für die Einführung von Elektrofahrzeugen im Schwerlastsegment zu beseitigen. Das Netzwerk des Unternehmens unterstütze sowohl den Fern- als auch den Regionalverkehr mit strategisch an wichtigen Verkehrsrouten gelegenen Hubs. Diese seien mit fortschrittlicher, auf schwere Nutzfahrzeuge zugeschnittener Ladetechnologie ausgestattet. Durch die führende Rolle bei der Einführung der Megawatt-Ladesystem-Technologie (MCS) an drei großen Hubs und der Weiterentwicklung des ersten MCS-Korridors sei man dem Markt voraus und stelle sicher, dass die richtige Infrastruktur vorhanden ist, wenn die Nachfrage steigt.

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Via: Milence
Tags: Ladestationen, Lkw, SchnellladenUnternehmen: Milence
Antrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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