Jaguar hat kürzlich den Namen seines neuen Elektroautos verraten. Die Briten haben alle bisherigen Modelle eingestellt und wollen künftig auf ein kleines Angebot an besonders hochwertigen Vollstromern setzen. Das erste Modell der Neuausrichtung ist ein großer Gran Turismo namens Type 01, auf den Bilder einer getarnten Vorserienversion einen weiteren Ausblick geben.
Prototypen des Type 01 drehten ihre Runden auf dem Kurs von Monaco im Vorfeld des E‑Prix am 16. Mai. Jaguar nimmt schon länger an der rein elektrischen Formel E teil. Die Entwicklung des Type 01 wurde laut der britischen, heute zum indischen Tata-Konzern gehörenden Marke direkt durch im Renneinsatz bewährte Technologie vorangetrieben. Das erfolgreiche, rein elektrische Team habe Expertenwissen, das dabei helfe, „ein Elektrofahrzeug zu verfeinern, das fährt wie kein anderes“.
„Das intuitive Ansprechverhalten des Type 01 wurde mithilfe von Erkenntnissen aus der Allradantriebs‑Steuerungssoftware und den schnell schaltenden, Siliziumkarbid‑basierten Invertern von Jaguar TCS Racing abgestimmt“, heißt es. „So entsteht ein wahrhaft souveräner und zugleich kraftvoller moderner GT.“ Auch die Rekuperation, die Reichweite und die Schnellladefähigkeit des Type 01 profitierten von Technologie, die auf der Rennstrecke entwickelt wurde.
Der Name Type 01 wurde vor dem E‑Prix‑Wochenende enthüllt. Die Namensgebung mit „Type“ ist eng mit Jaguar verbunden und erschien erstmals beim 1951 in Le Mans siegreichen C‑Type. „Auf der Straße stand sie für zwei Charaktere in einem Fahrzeug: ein packendes Fahrerlebnis mit großen Leistungsreserven sowie Raffinesse und Souveränität“, erklärt das Unternehmen. Der E‑Type und der jüngere F‑Type seien Paradebeispiele dafür. Beim Type 01 steht die „0“ für elektrischen Antrieb und null Abgasemissionen, die „1“ soll ihn als ersten Jaguar einer neuen Ära kennzeichnen.
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Jaguar verspricht einen viertürigen luxuriösen GT, der insbesondere auch ein besonders gelungenes Fahrverhalten bieten soll. „Bevor die Ingenieure von Jaguar mit der Neuausrichtung der Marke begannen, erinnerten sie sich an die Wurzeln der Marke. Um die dynamische Essenz eines echten Jaguar zu verstehen, starteten sie die Entwicklung mit Fahrten in ikonischen Modellen der Vergangenheit. Erst auf dieser Grundlage konnte das charakteristische Fahrgefühl in den neu interpretierten viertürigen luxuriösen GT übertragen werden“, so der Traditionshersteller im März.
Intelligentes Torque Vectoring und eine Tri‑Motor‑Architektur mit mehr als 1000 PS (736 kW) und über 1300 Nm Drehmoment werden laut Jaguar dafür sorgen, dass die Leistung jederzeit präzise dort anliegt, wo sie benötigt wird. Die zugrunde liegende Software reagiere innerhalb von Millisekunden und ermögliche „ein besonders direktes und fesselndes Fahrerlebnis“. Eine dynamische Luftfederung in Kombination mit aktiven Doppelventil‑Dämpfern optimiere zusätzlich den Fahrkomfort. Die für Jaguar typische Gelassenheit bleibe dabei jederzeit erhalten. Das neue Modell dürfte deutlich über 100.000 Euro kosten, zwei weitere elektrische Baureihen noch nicht bekannten Formats sind geplant.










Future meint
Vor ein paar Monaten haben sich noch viele hier im Blog über das neue Jaguar-Luxuskonzept geärgert und darin so eine Art wokelinke Verschwörung erkannt. Jetzt sind die Kritiker offenbar alle verstummt. Vielleicht ist das Theme E-Luxussportwagen ja doch noch nicht am Ende. Porsche macht sich ja auch noch Hoffnung, dass China dieses Segment in der guten Zukunft nicht alleine bedienen wird. Es ist doch auch egal, ob das Auto dann in pink oder in schwarz gekauft wird.
eBikerin meint
„etzt sind die Kritiker offenbar alle verstummt. “ Könnte daran liegen, dass man einfach bis jetzt nichts mehr gehört hat?
M. meint
Was ist bitte „woke“ an einem 5,x m langen Schuhkarton mit 1000 PS?
Die Kampagne dazu würde ja selbst Jaguar gerne vergessen.
Future meint
Ich habe die Kritiker des Konzepts auch nie verstanden. Die Einführungskampagne wurde ja nicht nur hier, sondern sogar von Trump und Musk verurteilt. Begriffe wie woke, grün oder links werden dann halt gern gebraucht, um die ganze gespielte Empörung zu verstärken.
M. meint
Du quarkst wieder am Thema vorbei.
Was Musk und Trump davon halten, kann den meisten Menschen egal sein.
Aber an dem Auto ist – im Unterschied zur Kampagne – nichts „woke“.
Das ist einfach eine fette Karre mit überlanger Fronthaube.
Käme das Ding von einem deutschen Hersteller, wäre es hier unisono zerrissen worden. Auch von dir.
Future meint
Ich spreche von Image und öffentlicher Wahrnehmung zur Positionierung des Produkts. Du sprichst von deinem persönlichen Geschmack und von Technologie. Kennst du den Unterschied?
Ich persönlich finde Luxussportwagen auch vollkommen unsinng, egal von welchem Hersteller. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
M. meint
Nein, du redest von deiner Wahrnehmung der öffentlichen Wahrnehmung.
Repräsentative Meinungsumfragen hast du sicher nicht durchgeführt.
Und dir sind Luxusfahrzeuge nicht egal, wenn sie aus Deutschland kommen. Das kannst du immer kritisieren. Zu langen Motorhauben hast du dich in der Vergangenheit gerne mal geäußert, hier tust du das nicht.
Dein „egal“ ist schon reichlich geographie-selektiv.
Elvenpath meint
Nach all den Jahren mit bedeutungslosen 08/15-Modellen gibt es hoffentlich wieder einen echten Jaguar, den man schon von weitem erkennt, mit langer „Motorhaube“ und grandiosem Luxus.
Der Type 01 könnte den Durchbruch für die E-Mobilität auf dem Markt der High-Performance Luxusautomobile sein. Die Zeit ist reif dafür.
eBikerin meint
„Nach all den Jahren mit bedeutungslosen 08/15-Modellen “
Korrekt – als Tata Jaguar übernommen hat ging es nur noch (weiter) bergab.
Futureman meint
Bei dem wahrscheinlichen Preis von über 100.000€ sollte er ja locker die neue Runden-Bestzeit von Xiaomi schlagen. Denn die führen mal wieder auf der Nordschleife als schnellstes Serienfahrzeug. Aber da der Jaguar aus der Formel E inspiriert ist, fährt er bestimmt ein paar Sekunden schneller. Allerdings hat Xiaomi bis dahin schon einige Fahrzeuge verkauft.
eBikerin meint
“ Denn die führen mal wieder auf der Nordschleife als schnellstes Serienfahrzeug.“
Nein tun sie nicht.