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Bundesverkehrsministerium fördert weitere 1500 E-Busse

22.05.2026 in Politik, Transport von Thomas Langenbucher | 2 Kommentare

Mercedes-Wasserstoff-Elektrobus

Bild: Daimler Truck (Symbolbild)

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) setzt die Förderung von Bussen mit klimafreundlichen Antrieben fort und plant, die Beschaffung von weiteren mindestens 1500 Elektrobussen zu unterstützen. Die neue „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ wurde diesen Monat im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der zugehörige neue Förderaufruf startete kürzlich.

Verkehrsminister Patrick Schnieder: „Wir haben bereits rund 1,5 Milliarden Euro in mehr als 5.300 klimafreundliche Busse investiert. Diesen erfolgreichen Weg führen wir konsequent fort: Allein mit dem im Jahr 2026 verfügbaren Haushaltsvolumen wollen wir weitere 1.500 E-Busse flächendeckend in den Einsatz bringen. Das stärkt den öffentlichen Nahverkehr, den Markthochlauf innovativer Antriebstechnologien und ebnet den Weg zur klimafreundlichen Mobilität.“

Mit der neuen Förderrichtlinie unterstützt das BMV auch weiterhin Verkehrsunternehmen und Anwender der Busbranche bei der Umstellung ihrer Flotten auf emissionsfreie Busse mit Batterie- oder Brennstoffzellenantrieb. Ziel ist es laut der Behörde, den Hochlauf klimafreundlicher Busse zu beschleunigen, die Marktdurchdringung zu erhöhen und auch im Segment der Überland-, Fern- und Reisebusse Marktanreize zu setzen. Die Förderung leiste damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Personenverkehr und unterstütze die nationalen Klimaschutzziele.

Der neue Förderaufruf basiert auf dem Bundeshaushalt 2026, der erneut Mittel für alternative Antriebe im Personenverkehr vorsieht. Bereits auf der Fachkonferenz „klimafreundliche Busse“ des BMV im Februar 2026 hatte Bundesverkehrsminister Schnieder die Neuauflage der Förderung angekündigt.

Förderung von Batterie-, Brennstoffzellen-Bussen

Konkret gefördert werden die Anschaffung oder Umrüstung von Bussen mit alternativen Antrieben im Personenverkehr sowie die hierfür erforderliche Lade- und Tankinfrastruktur: Batteriebusse (inklusive Batterie-Oberleitungsbusse), Brennstoffzellenbusse (inklusive Batteriebusse mit Brennstoffzelle als Range Extender) und die Umrüstung konventioneller Busse auf Batterie oder Brennstoffzellenantrieb.

Für einen effizienten und wirkungsvollen Einsatz der Fördermittel verteilte man diese, unter Berücksichtigung der Elektrifizierungsgrade und Einsatzkontexte, technologiespezifisch auf verschiedene Förderbereiche, erklärt das Verkehrsministerium. Neben einem „Aktivierungsprogramm“, das dem bisherigen Förderverfahren folgt, wird erstmals ein „Skalierungsprogramm“ eingeführt. Dieses richtet sich an Unternehmen, die bereits einen nennenswerten Anteil ihrer Busflotte elektrifiziert haben und den weiteren Fahrzeughochlauf planen.

Innerhalb der Fördersäulen erfolgt die Auswahl der Projekte in einem wettbewerblichen Verfahren, unter Berücksichtigung des Umweltbeitrages und der Effizienz des Fördermitteleinsatzes. Ergänzend werden die Umsetzungsperspektive und das Einsatz- und Energiekonzept zur Bewertung herangezogen.

Seit Einführung der ersten Richtlinie im Jahr 2021 wurde den Angaben zufolge die Beschaffung von mehr als 5300 Bussen bei etwa 330 Verkehrsunternehmen bewilligt, davon sind mehr als 2300 Fahrzeuge bereits im Einsatz. Über ihre Nutzungsdauer vermeiden diese Busse potenziell über vier Millionen Tonnen CO₂.

Die Umsetzung der Förderung erfolgt durch die NOW GmbH und den Projektträger Jülich (PtJ). Teile der bisherigen Förderung wurden im Rahmen des Deutschen Aufbau und Resilienzplans (DARP) über die europäische Aufbau und Resilienzfazilität (ARF) kofinanziert.

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Via: BMV
Tags: Elektrobus, Förderung, UmrüstenAntrieb: Elektro-Nutzfahrzeuge, Wasserstofffahrzeuge

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Gernot meint

    24.05.2026 um 07:56

    Nicht fördern. Einfach die Neuzulassung von Verbrennerbussen für den ÖPNV ab 2028 verbieten.

    Entweder kommen dann die deutschen Hersteller endlich zu Potte, skalieren die Produktion hoch und senken ihre teils bizarren Aufpreise für Elektrobusse oder BYD (produziert Elektrobusse in der EU) und Co. machen das Geschäft.

    Ich kann die Zwangslage vieler Stadtbusbetreiber verstehen: Mercedes, MAN und Co. berechnen geisteskranke Aufpreise für Elektrobusse (wir alle können überschlägig berechnen, was die Batterie kostet). Dann rechnen sich deren E-Busse für Stadtwerke usw. nicht. Es ist politisch aber gewollt, dass die Bus-Aufträge der öffentlichen Hand bei deutschen Anbietern und nicht bei chinesischen Anbietern landen. Und am Ende werden dann wieder Verbrenner-Busse bestellt.

    Antworten
  2. MK meint

    22.05.2026 um 11:51

    An dem Artikel zeigt sich doch wieder ein Problem: Die Lieferfähigkeit der Hersteller.
    Wenn mehr als die Hälfte der teils schon vor 5 Jahren geförderten Busse bisher nicht ausgeliefert sind, ist das ein Problem. Bei uns in Marburg erwartet man diesen Sommer einen 12m-eCitaro, den man vor über 2 Jahren bestellt hat.

    Antworten

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