Der BMW M Concept Neue Klasse feiert seine Weltpremiere bei den 24 Stunden von Le Mans. Die Studie präsentiert die neue Designsprache von BMW M und soll laut den Bayern ein Zeichen für die vollelektrische Zukunft der besonders sportlichen BMW-Tochter setzen. Im künftigen BMW-M-Produktportfolio sollen charakterstarkes Design, Höchstleistung und innovative Materialien zusammengeführt werden.
Das Konzeptfahrzeug verbinde historische Bezüge mit Motorsport-Elementen und sei als High-Performance-Automobil gestaltet, heißt es. „Die neue BMW M Designsprache bildet die expressive Speerspitze der Neuen Klasse – entschlossen und zielgerichtet“, sagt Oliver Heilmer, Leiter Design BMW Kompaktklasse, Neue Klasse und BMW M. „Bei BMW M folgt die Form konsequent der Funktion. Jedes Detail dient der Performance. Für mich ist dieses Projekt besonders, weil es den BMW M Charakter in eine neue Ära führt.“
Das Exterieur wird von kräftigen Proportionen, präzisen Linien und einer muskulösen Schulterpartie mit weit ausgestellten Radhäusern geprägt. M-spezifische Designmaßnahmen sollen die Aerodynamik verbessern, darunter neu interpretierte M-Aero-Außenspiegel. Ein Luftauslass in der V-förmigen Fronthaube unterstützt die Kühlung des elektrischen Antriebs.
Die Front zeichnet sich durch eine nach vorn gerichtete Sharknose, eine Lichtsignatur mit Tiefeneffekt sowie eine Einheit aus Scheinwerfern und Niere aus. Neue M Yellow Lights bilden künftig ein Erkennungszeichen von BMW M und greifen Elemente von GT-Rennfahrzeugen sowie dem BMW M Hybrid V8 auf. Ergänzt wird die Front durch eine Frontschürze im Trimaran-Stil und dreidimensionale Track Lights.
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Auch am Heck bestimmen Track Lights und die Trimaran-Gestaltung das Erscheinungsbild. Die Leuchten rahmen ein Trimaran-Element oberhalb des freischwebenden Diffusors ein. Ein Ducktail-Spoiler verbessert die Aerodynamik, erhöht den Abtrieb an der Hinterachse und setzt einen zusätzlichen Akzent im Heckdesign.
Im Exterieur und Interieur kommen Naturfaser-Elemente zum Einsatz, unter anderem am Frontsplitter, im Luftauslass der Motorhaube und im Diffusor. Die Naturfaser wird zudem in der Dachgrafik mit M-Branding verwendet. Ergänzt wird das Erscheinungsbild durch die Lackfarbe Monza Red metallic und rot-blau codierte Zentralverschlussräder.
„Der Innenraum des BMW M Concept Neue Klasse ist reduziert und konsequent auf das Fahrerlebnis in einem vollelektrischen BMW M der nächsten Generation ausgerichtet“, erklären die Entwickler. Vier neu entwickelte Schalensitze mit Naturfaser-Verbundwerkstoffen sollen sicheren Halt bieten. Schwarzes Nubukleder kommt erstmals bei BMW M zum Einsatz und findet sich am Lenkrad, an den Türverkleidungen und am Überrollbügel.
„Auch in der neuen, vollelektrischen Ära setzen wir die M-typische Tradition fort, sowohl Technologie-Innovationen als auch prägende Designmerkmale unmittelbar aus dem Motorsport in die Serienfertigung zu transferieren“, sagt Franciscus van Meel, Vorsitzender der Geschäftsführung der BMW M GmbH.
Für den Antrieb setzt der BMW M Concept Neue Klasse auf vier Elektromotoren. Die speziell für batteriebetriebene M-Modelle entwickelte Technik basiert auf der Gen6-Technologie der Elektroauto-Plattform Neue Klasse und wird durch den Hochleistungsrechner namens Heart of Joy gesteuert. „Durch die integrierte, radindividuelle Steuerung von Antrieb und Bremsanlage eröffnet der BMW M eDrive neue Potenziale für Fahrdynamik und Fahrsicherheit“, heißt es. „Er ermöglicht hohe Rekuperationsleistung, optimale Traktion bis in den Grenzbereich und ein besonders direktes Ansprechverhalten.“
Die 800-Volt-Technologie und die Hochvoltbatterie mit einem Energiegehalt von „mehr als 100 kWh“ sollen die Voraussetzungen für hohe Langstreckentauglichkeit schaffen. Eine M-spezifisch optimierte Variante der Gen6-Rundzellen biete besonders hohe Leistung bei der Energieabgabe an die Elektromotoren und beim Laden, erklären die Entwickler. Das Gehäuse der Hochvoltbatterie ist als Strukturbauteil fest mit Vorder- und Hinterachse verbunden und soll so zusätzlich zur Fahrdynamik beitragen.
Für die Serienversion M i3 wird eine deutlich stärkere Version oberhalb des regulären, von zwei Motoren bewegten BMW-Allradmodells i3 50 xDrive mit 345 kW/469 PS erwartet. Im Gespräch sind bis zu rund 736 kW/1000 PS. Konkrete technische Daten wie auch Angaben zum Preis bleiben abzuwarten.
















MrBlueEyes meint
Sieht Klasse aus… da ist noch echtes Design und eine Designidee erkennbar… im Gegensatz zur aktuellen C-Klasse… da empfehle ich die Kritik dazu von Bembli auf YT… sein Fazit zur C-Klasse: „It´s a cool product, but not a cool car.“
Ok, das Heck beim i3 M ist in der Studie etwas „überzeichnet“ vielleicht, aber das wird sicher noch entschärft… der Rest ist top… wie ein einziger gespannter Muskel…
jm2c
McGybrush meint
Ich würde das Heck von der VDX besser finden. Selbst im nicht M Serienmodel würde ich die Heckleuchten der Studie haben wollen.
Jeff Healey meint
Die BMW-Niere ist völlig verunglückt.
Das könnte alles sein, ein „billig-Camaro-irgendwas“ aus USA oder ein x-beliebiges chinesisches Sportfahrzeug, aber ich erkenne dort keinen BMW, sorry. Ein Einerlei-Design ohne Wiedererkennungswert.
McGybrush meint
So scheiden sich die Geister. Bei den Concept sind sie immer Schick finde ich. Nur beim iX3 Serie sind die Lichter leider wieder 2D statt 3D. Da siehts sehr langweilig aus.
Justin Case meint
Gerade im Vergleich zu Luce und AMG ein geradezu gelungenes Design. Hoffentlich hat BMW das Gewicht im Griff.
EVrules meint
Prolligkeit ist keine Präsenz, eine gebrochene Formensprache ist keine Dynamik und eine Trimaran-artige Front und Heckschürze lassen die intendierte „Dynamik“ fragil und gestellt wirken.
Wenn wir zunehmend dazu übergehen, so ein schwaches, prätentiöses Design zu goutieren, wird unser Unvermögen deutlich den Wert der Ästhetik zu erkennen.
CJuser meint
Ich bin ja mal gespannt, wie sich das M Performance Modell i3 M60 xDrive dazwischen positionieren wird.
Hansdampf meint
Gelbe Frontscheinwerfer sind in Deutschland aber verboten. Jetzt nach 30 Jahren nachdem Französische Autos die hatten plötzlich erlaubt?
Zumindest sind sie bei Regen und Nebel und auch für den Gegenverkehr angenehmer und besser.
McGybrush meint
Der jetzige M4/M5 fährt doch auch exakt so mit gelben Standlicht rum.
Obwohl Deine Aussage ja an sich korrekt ist und diesem Licht nicht wiederspricht. Das was hier Gelb leuchtet ist das Standlicht. Und das darf so Leuchten. Nicht das Abblend/Tagfahrlich/Fernlicht.
Also Gelb darf es im Stand, Abblendlicht und Fernlicht. leuchten. Aber als extra dunkleres Standlicht.
Wechselt aber auf ein 4x helleres weiss wenn sie als reines Tagfahrlicht an ist ohne Standlicht, ohne Abblendlicht und ohne Fernlicht. Also nur das.
Von daher kann der EXAKT so kommen mit Zulassung das es das so ja jetzt schon beim M oder M Competiton schon gibt.
Jan meint
Gelb ist nur das Tagfahrlicht, so wie es unter anderem beim M3/M5 CS der Fall ist.
David meint
Stabiler Ritt! Gefällt mir wirklich gut. Sieht sehr muskulös aus und hat Präsenz. Ich bin ganz gespannt, ob man nicht doch den einen oder anderen M-Piloten ins Elektrolager holen wird. An der Leistung wird nicht scheitern, die wird safe über der des Verbrenners liegen. So baut man heute eine sportliche Limousine.
brainDotExe meint
Die Front ist sehr gefällig, beim Heck gibt meiner Meinung nach noch etwas Verbesserungspotential.
Alles in allem aber eine gelungene Studie.
Ich bin auf das Serienmodell gespannt, könnte in 4-6 Jahren mein nächster Daily werden.
TomTom meint
Ah
Es waren noch kleine Rückleuchten vom Landrover Defender übrig die man verbauen konnte.
Wie das wohl bei anderen Farben als Rot aussehen wird…