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VW: E-Autos mit extrem kurzen Ladezeiten erst „Richtung Anfang des nächsten Jahrzehnts“

15.06.2026 in Aufladen & Tanken, Autoindustrie von Thomas Langenbucher | 24 Kommentare

VW-ID.4-laedt

Bild: VW

Auch Volkswagen plant, Elektroautos mit extrem kurzen Ladezeiten für den Massenmarkt anzubieten. Damit lässt sich das Unternehmen aber noch etwas Zeit, insbesondere im Vergleich mit chinesischen Stromer-Herstellern. Laut Markenvorstand Martin Sander ist dies erst für Anfang der 2030er-Jahre vorgesehen.

„Im Labor können wir das heute schon“, sagte VW-Vertriebschef Martin Sander im Vorangedacht-Podcast von t-online. „Zu einem sehr hohen Preis für eine sehr exklusive Anzahl an Kunden werden wir das sehr bald können.“ Das Ziel des Unternehmens sei es, erschwingliche Fahrzeuge für viele Kunden bereitzustellen. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in fünf Minuten werde daher voraussichtlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Auf die Frage nach einem konkreten Zeitraum sagte Sander: „So Richtung Anfang des nächsten Jahrzehnts, wenn ich mich jetzt festlegen soll.“ Der chinesische Stromer-Riese BYD ist früher dran: Er will seine neue „Flash-Charging“-Technologie schnell auch nach Europa bringen. Mit den besonders schnellen Stromtankstellen sollen sich die Akkupakete neuer E-Autos des Konzerns in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent laden lassen. In neun Minuten soll ein Ladestand von 10 auf 97 Prozent möglich sein. Das gilt zuerst für Modelle der Premiummarke Denza.

Volkswagen beobachtet derzeit Sander zufolge ein sehr starkes Interesse an Elektroautos, insbesondere in Deutschland. „Wir sind fast ein bisschen überrascht von der sehr starken Nachfrage nach Elektrofahrzeugen“, so der Manager. Neben der neuen staatlichen Kaufprämie spiele dabei das Signal der Bundesregierung eine Rolle, dass Elektromobilität wichtig sei.

Laut Sander hat die alternative Technologie nun einen „Tipping Point“ erreicht. Immer mehr Menschen sammelten positive Erfahrungen mit Elektroautos und trügen diese weiter. „Kaum jemand, der mal in einem Elektroauto gefahren ist, will wieder zurück zu einem Verbrenner“, meinte der VW-Manager.

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Via: t-online
Tags: Ladestationen, SchnellladenUnternehmen: VW
Antrieb: Elektroauto

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Thorsten 0711 meint

    16.06.2026 um 06:56

    Ich persönlich finde das Thema Schbellladen für Langstrecke überbewertet. DC lade ich nur auf Langstrecken und da wir froh nach 300 bis 350 km stupider Autobahnfahrt eine Pause einzulegen. Bei der letzen Reise nach Italien waren das 2 auf der Hin- und 3 auf der Rückfahrt. Jeweils 30 bis 40min. ZB der erste Stop der Rückfahrt bei Ionity Terrazzo (BTW komplett überdacht und mit WC) waren 31min von 5 auf 80% SoC mit einem MEB VFL Modell. Biopause, eine Kleinigkeit essen, das ist immer recht kurzweilig.

    Schon ein 800V System der Electric Global Modular Platform wäre für unsere Pausen zu schnell. Für die wenigen Fälle, in denen es möglichst schnell gehen soll, würde sich die Mehrausgabe für ein 800V-System für uns nicht rechnen.

    Antworten
    • hu.ms meint

      16.06.2026 um 13:11

      Für 2 urlaubsfahrten im jahr ist man vermutlich auch nicht die zielgruppe.
      Das sind firmenwagen, handelsvertreter u.a., die 500 und mehr km am tag fahren.

      Antworten
  2. hu.ms meint

    15.06.2026 um 20:18

    Mir würden 100 weitere km in 5 min. nachladen reichen.
    Das wären aber im durchschnitt 240 kwh ladeleistung und die bringen viele schnellader nicht mal.

    Antworten
  3. Jörg meint

    15.06.2026 um 18:32

    E-Autos mit extrem kurzen Ladezeiten erst „Richtung Anfang des nächsten Jahrzehnts“
    Aber ein beleuchtetes Logo kann ich heute schon kaufen! Das bringt doch bestimmt auch schon mal was.

    Antworten
  4. Skodafahrer meint

    15.06.2026 um 17:58

    Es wird wohl erst noch ein Zwischenschritt mit Ladezeiten von 10-15 Minuten mit 800 V kommen. Wobei die Frage ist, erst bei neuen Modellen? Oder zuerst ein Update auf 800 V mit den bestehenden Karosserien, wie es z.B. Mercedes bei dem EQS gemacht hat.
    Die nächste Halbierung kommt dann nochmals einige Jahre später.

    Antworten
  5. hu.ms meint

    15.06.2026 um 15:39

    Es gibt noch viele autofahrer, die problemlos und akkuschonend zuhause oder am AP ohne zeitmehraufwand AC- laden könnten. Wenn die beim nächsten auto-wechsel ein BEV nehmen gibts genug potential für die VW-group.
    Denn nur ein kleiner teil – ich schätze mal rd. 10% – fahren öfters als 4 mal p.a. mehr als 300km an einem tag. Insofern ladegeschwindigkeit unerheblich.

    Antworten
    • M. meint

      16.06.2026 um 00:53

      Selbst WENN man mal 400 km fährt, heißt das nicht, dass man das am Stück fährt.
      Normalerweise hat man ein Zwischenziel, und fährt dann wieder zurück.
      Falls man am Zwischenziel laden kann, während man das tut, weswegen man hingefahren ist, reicht ein 60 kWh Akku auch noch für 500 km.

      Antworten
  6. Paule meint

    15.06.2026 um 15:25

    Massenproduktion im Konzern soll mit den PowerCo Einheitszellen-Ziegelsteinen ja erst so richtig starten. Bei kompakten Modellen mit LFP-Akku liegt die maximale Ladeleistung bei rund 90 bis 105 kW. Neuere Kompaktwagen (NMC) und zukünftige Volumenmodelle laden von 10 % auf 80 % in unter 25 Minuten. Zahlen sind asu aktuellen VW-Veröffentlichungen.

    Oder anders geasgt: Volle Zustimmung, „Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in fünf Minuten werde daher voraussichtlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.“

    Wem nützt eine Veröffentlichung, dass man jetzt nichts schnelles bauen kann, es aber will, und irgendwann kann?

    Den Kunden würde es schon genügen, sie gehen ins Autohaus, bestellen sich ein Auto und es steht nach 6 Wochen auf dem Hof, weil der Hersteller die Produktionskapazitäten entsprechend geplant und gebaut hat.

    Man kann aber auch alternativ Platz im Autohaus schaffen und sich sofort verfügbare Asiaten hinstellen. Verkauft ist verkauft.

    Antworten
    • hu.ms meint

      15.06.2026 um 20:14

      Und was haben lange lieferzeiten mit dem artikel zu ladezeiten zu tun ?
      Schon wieder themaverfehlung – Paule !

      Antworten
      • Peter meint

        16.06.2026 um 16:25

        Ich denke, der Artikel hat recht viel mit den Lieferzeiten zu tun. Wahrscheinlich war man von der Nachfrage nicht „überrascht“, sondern eher „irritiert“. Denn die Margenstarken Verbrenner werden seltener geordert, dafür mehr BEV mit geringerer Marge. Da verunsichert man lieber nochmal einen Teil der BEV-Zielgruppe mit der Ankündigung: „wird kommen, aber später“, oder anders: „lieber jetzt kein BEV kaufen“.

        Mal davon ab, dass für superschnelles Laden auch eine Infrastruktur >600kW existieren muss.

        Antworten
  7. South meint

    15.06.2026 um 14:17

    Mja, in der BRD gehts immer um Extreme. Bei einem neuen aktuellen Modell von VW muss man sich heute mit einer Ladezeit von 25-30 Minuten begnügen, um nicht zusagen, da wir man damit abgespeist. Auf der anderen Seite redet man von 5 Minuten in knapp fünf Jahren, da gibts aber ne Menge dazwischen und da hört man aktuell…. nix…man wird ja sehen was die Konkurrenz da liefert… sehr viele werden auch mit 15 Min. und 800V leben können.
    Wie auch immer, die Zukunft beim eAuto liegt nicht an der Größe des Accu, sondern beim Schnellladen. Für die komplette Marktdurchdringung muss ein eAuto sehr schnell laden können und man natürlich auch nen entsprechenden Lader in komfortabel in Reichweite haben, wo man eben hinfährst zu akzeptablen Preisen. Das ist alles kein Science Fiction mehr, sondern nur noch eine Frage der Zeit, von Plus Minus Anfang der 30er Jahre. Der Verbrenner, und da sollte sich keiner von den Aufweichdiskussionen täuschen lassen, ist schon lange technisch abgeschlagen, auch wenn heute noch viele davon zugelassen werden.
    Und den wichtigsten Grund ignoriert die Branche gerne, natürlich auch VW. Die Kunden wechseln mittlerweile offen und gerne aus wirtschaftlichen Gründen. Die Krise hat das nur beschleunigt…. eAutos sind sicher, nur noch eine Frage, wer noch am Tisch sitzen wird…

    Antworten
  8. Future meint

    15.06.2026 um 14:09

    So lässt sich der Manager sich tatsächlich zitieren: „Wir sind fast ein bisschen überrascht von der sehr starken Nachfrage nach Elektrofahrzeugen“. Er ist bestimmt so »überrascht«, dass er in diesem Jahr vielleicht nur noch 80 Prozent Verbrenner verkaufen muss. Damit es endlich weniger Verbrenner bei VW werden, muss sich der Konzern also noch mehr anstrengen, damit er auch außerhalb von Europa seine Elektroautos verkauft bekommt. Und VW muss die Kosten wohl so sehr senken, dass die Elektroautos endlich so hohe Margen wie die Verbrenner bringen. Dann wird VW endlich grüner. Wir sollten zuversichtlich sein an so einem historischen Tag, obwohl das Öl wieder billiger wird.

    Antworten
  9. MK meint

    15.06.2026 um 13:11

    Ich hoffe doch, dass sich VW hier nicht verrennt.
    Mein Elroq mit max. 135 kW Ladeleistung reicht mir vollkommen aus und ich hoffe doch, dass man in Zukunft nicht schnellere Ladeleistungen kaufen muss, nur um dann innerhalb seiner Pause nochmal das Auto umparken zu müssen. Das wäre für mich ein echter Rückschritt…

    Antworten
  10. David meint

    15.06.2026 um 13:09

    Ist ne ehrliche Aussage. Man muss aber auch sagen, aktuell mit den 24-26 Minuten von 10 auf 80 % und vor allen Dingen der schnellen Ladefähigkeit bis 95 % hat VW hier eine sehr akzeptable Zwischenlösung bei der MEB. Damit kommt man auch als Kunde gut zurecht. Selbst wenn man nicht die 800 V Plattform aus dem Konzern nutzt. VW kann es sich auch leisten, so etwas zu sagen. Sie sind der Platzhirsch und bestimmen, was im BEV-Geschäft läuft.

    Antworten
    • M3P_2024 meint

      15.06.2026 um 21:16

      Ziemlich arrogant, wenn der Konzern so denken würde. Wie heissts so schön:

      Wer glaubt gut zu sein, hat aufgehört besser zu werden….

      Die Zeiten sind auch bei VW längst vorbei wo man sich sowas leisten kann.

      Antworten
  11. Futureman meint

    15.06.2026 um 12:49

    VW ist schon immer bekannt dafür, neue Technik viel (sehr viel) später als andere Hersteller auf den Markt zu bringen. Bisher haben sie dann meist vom Verkaufsvolumen wieder aufgeholt. Die Frage ist allerdings, ob alle Kunden, die sich in der Zwischenzeit bei anderen Herstellern ein modernes E-Auto gekauft haben, danach zu VW zurück kommen?

    Antworten
  12. Jeff Healey meint

    15.06.2026 um 12:13

    „Kaum jemand, der mal in einem Elektroauto gefahren ist, will wieder zurück zu einem Verbrenner“, meinte der VW-Manager.

    Ja, „same here“…
    Zweitwagen elektrisch: Check.
    Hauptfahrzeug elektrisch: In Arbeit.
    Anderer Punkt: Schnellere Ladezeiten erst zum Anfang des kommenden Jahrzehnts ist eine enttäuschende Aussage des VW-Mannes.

    Antworten
  13. Anonym meint

    15.06.2026 um 11:56

    Ach in 5-7 Jahren ein ID.Golf oder ID.Tiguan mit einer Ladezeit von 10-80% in 5Minuten, selbst in 10 sind doch sehr gute Aussichten.

    Antworten
  14. Manu meint

    15.06.2026 um 11:43

    Wenn man diese angeblich hohe Exklusive Kosten in die Hand nimmt und auf die Masse verteilt verkauft man mehr Elektro Autos als die Konkurrenz „schon bald“. Aber nein, man will sich jede Investition vorab bezahlen lassen, dann machen es eben die Chinesen „schon bald“

    Antworten
  15. M3P_2024 meint

    15.06.2026 um 11:21

    „Wir sind fast ein bisschen überrascht von der sehr starken Nachfrage nach Elektrofahrzeugen“

    Ach nee bitte komm schon….

    Antworten
  16. GuteFrage meint

    15.06.2026 um 10:39

    Feine Sache, wenn das nun so gut mit den E-Autos geht dann können wir den Verkauf von Stinkern ja bis 2035 verbieten.

    Antworten
    • hu.ms meint

      15.06.2026 um 15:33

      Veebieten ist der falsche weg. Sh. gebäudeheizungen. Fossile verbrennung – egal wo – muss einfach teuer werden für alle neuanschaffungen an autos und heizungen.
      Dann fühlt sich keiner bevormundet und das ziel wird trotzdem erreicht.
      Stichwort: wie sag ichs meinem kinde….
      Alles psychologie !

      Antworten
      • MK meint

        16.06.2026 um 10:58

        @hu.ms:
        Gebe ich Ihnen grundsätzlich recht.
        Um bei Ihrem Beispiel Heizungen zu bleiben ist es aber doch auch so, dass manche Leute so böse es klingt gar nicht in der Lage sind, langfristig zu denken: Auch wenn alle Medien melden, dass die neue „Biotreppe“ mit verpflichtender, stufenweiser ansteigender Beimischung „grünen“ Gases die Gasheizung zur absoluten Kostenfalle machen werden (den Aspekt, dass ein Gasnetz, an dem nur jedes 5. Haus angeschlossen ist fast genauso teuer zu betreiben sein dürfte wie eines an dem jedes Haus angeschlossen ist, was zu einer weiteren Verteuerung führen wird, mal außen vor gelassen), werden einzelne Leute weiter Gasheizungen kaufen. Und im schlimmsten Fall gibt es dann grade eine Regierung, die diese Menschen auch noch mit Steuernachlässen dafür belohnt…so wie jetzt ja auch der Rabatt auf die Energiesteuer einseitig nur für Benzin und Diesel, nicht aber auf z.B. Solarstrom gewährt worden ist…da muss weiterhin die Steuer in voller Höhe bezahlt werden.

        Antworten
  17. Ben meint

    15.06.2026 um 09:56

    Schönes Bild aus unserem Werk Mosel, am Schnelllader im Werk vorn am Tor West 🥰

    Antworten

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