Die Produktion von Elektroantrieben am BMW-Werk in Steyr wird ausgeweitet. In der ersten Juliwoche wurde die Fertigung auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt, wodurch die Produktionskapazität auf über 4 000 Einheiten pro Woche steigt.
Dieser Ausbau der Kapazitäten ist Teil des Hochlaufs für die Elektroautos der „Neuen Klasse“ von BMW, die seit diesem Jahr mit der neuen Batterie-Generation des Mittelklasse-SUV X3 namens iX3 eingeführt wird. Die Steigerung der E-Motoranfertigung gilt als wesentlicher Schritt für die nächste Generation vollelektrischer Fahrzeuge. Für den Standort in München ist Ende des Jahres der Produktionsstart des elektrischen 3er (i3) als zweitem Neue-Klasse-Modell geplant.
Seit dem Serienstart am 1. August 2025 wurden in Steyr bereits 8500 E-Motoren produziert, berichtet die Automobilwoche. BMW plant demnach, die jährliche Produktion im laufenden Jahr auf „weit über 100.000 Einheiten“ zu steigern. Im österreichischen Werk werden derzeit Elektromotoren der 6. Generation (Gen6) in unterschiedlichen technologischen Varianten und Ausbaustufen gefertigt. Diese basieren auf einem flexiblen Baukastensystem, um verschiedene Antriebskonzepte abzudecken.
Der Standort in Österreich übernimmt eine zentrale Rolle bei der Versorgung der BMW-Werke außerhalb Chinas mit Elektroantrieben für die Modelle der Neuen Klasse. „Der Start der zweiten Schicht ist ein wichtiger Meilenstein für unser Werk. Wir setzen unseren Hochlauf konsequent fort“, zitiert die Automobilwoche Harald Gottsche, der die Leitung des Werks Steyr sowie die weltweite Antriebsproduktion verantwortet.
Parallel zum Anlauf der zweiten Schicht auf der Montagelinie 5, läuft seit April auch die zweite Produktionslinie für E-Antriebe (Linie 6) im Serienbetrieb. „Die Produktionskapazität wächst somit stetig weiter an. Bereits im ersten Halbjahr ist deshalb auch in den Bereichen Rotor- und Stator-Fertigung der Zweischichtbetrieb angelaufen“, berichtet BMW. „Diese Kernkomponenten werden im Werk Steyr gefertigt und direkt für die Endmontage der E-Antriebe eingesetzt. Die hohe Fertigungstiefe sowie das umfassende Produktions-Knowhow am Standort bilden die Grundlage für den erfolgreichen Hochlauf.“









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