Jaguar Land Rover plant eine Anpassung seiner Produktstrategie, die laut einem Medienbericht zu einer Verzögerung der Neugestaltung des Defender führt. Die Neuentwicklung des Geländewagens soll sich um zwei Jahre verspäten und auch den Start einer rein elektrischen Version nach hinten verschieben.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Nachfrage nach vollelektrischen Premiumfahrzeugen schwächelt. Hinzu kommen US-Zölle sowie ein schwacher chinesischer Luxusmarkt. Das zwingt Land Rover dazu, seine Strategie anzupassen. Der aktuelle Defender wurde 2019 eingeführt und gehört zu den ältesten Modellen des als Marke von JLR (Jaguar Land Rover) zum indischen Tata-Konzern gehörenden Herstellers.
Laut Berichten der The Times soll der Nachfolger erst Anfang der 2030er-Jahre erscheinen. JLR lehnte gegenüber Automotive News eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Die Briten betonten jedoch in einer Erklärung, dass für den Defender weiterhin eine starke globale Nachfrage bestehe. Unternehmensdaten zufolge machte der Defender jüngst ein Drittel aller Verkäufe von JLR aus und ist noch vor dem Range Rover Sport der Bestseller im Portfolio.
Der derzeitige Defender basiert auf der D7X-Plattform von JLR, die laut dem Unternehmen keinen rein elektrischen Antrieb aufnehmen kann. Wann der nächste Defender kommen soll und welche Plattform er nutzen wird, verrät man noch nicht. Parallel dazu entwickelt JLR einen kleineren Defender mit Elektro- und Hybridantrieben auf der neuen Electrified Modular Architecture (EMA).
Die EMA wird auch für den rein elektrischen Range Rover GT genutzt. Die Plattform war ursprünglich als reine E-Auto-Basis gedacht, wird nun aber zusätzlich Vollhybride unterstützen. Der kleinere Defender gehört zu den geplanten Neuerscheinungen nach den rein elektrischen Modellen Range Rover GT und Jaguar Type 01 sowie entsprechenden Ausführungen der Modelle Range Rover und Range Rover Sport.


Futureman meint
Bei einem so starken Wachstum bei neuen Hersteller, bleibt halt kaum noch ein Markt für „alte Hasen“. Daher hat sich die Chefetage wohl gedacht, lieber jetzt kein Geld in neue Modelle stecken, schnell noch alles Geld abziehen und dann ab 2030 die Tür zuziehen.