Der BMW iX5 Hydrogen erreicht eine weitere Entwicklungsstufe auf dem Weg zur Serienproduktion. Aktuelle Prototypen des Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektroautos absolvieren laut dem Hersteller ein umfassendes Erprobungsprogramm, während im Wasserstoff-Kompetenzzentrum München die nächste Prototypenbauphase des Brennstoffzellensystems der dritten Generation beginnt. Im BMW-Group-Werk Steyr laufen zugleich die Vorbereitungen für die Industrialisierung und die künftige Serienfertigung dieses Systems.
Bei den Erprobungen stehe das Zusammenspiel des gesamten Antriebssystems unter unterschiedlichen Umwelt- und Betriebsbedingungen im Mittelpunkt, erklärt BMW in einer aktuellen Mitteilung. Geprüft und optimiert werden demnach unter anderem Brennstoffzellensystem, Elektromotor, Hochvoltbatterie, Wasserstoffspeicher und die Steuerung des Gesamtsystems.
Die Hochvoltbatterie und der „Energy Master“ als zentrale Steuereinheit des Hochvoltsystems sollen eine höhere Rekuperationsleistung ermöglichen und damit die Effizienz des Gesamtsystems steigern. Gleichzeitig zielt die Entwicklung auf Fahrleistungen auf dem Niveau des rein elektrischen iX5 sowie auf eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in unter fünf Sekunden.
„Ein echter BMW – mit Freude am Fahren“
„Unser Anspruch an den BMW iX5 Hydrogen ist klar: ein echter BMW – mit Freude am Fahren“, sagt Josef Hochreiter, Leiter Wasserstofffahrzeuge der BMW Group. „Dafür ist ein perfekt abgestimmtes Gesamtsystem entscheidend. Die aktuelle Erprobung zeigt, wie erfolgreich Brennstoffzellensystem, Hochvoltbatterie und elektrischer Antrieb bereits zusammenspielen und wie konsequent wir die Technologie in Richtung Serie entwickeln.“
In München konzentriert sich die neue Bauphase des Brennstoffzellensystems auf die Finalisierung und Absicherung der Prüfmethodik sowie die weitere Vorbereitung der Industrialisierung. Die vorherige Prototypenphase befasste sich mit der Baubarkeit der Komponenten und der grundlegenden Befähigung der Lieferanten. In Steyr wurden den Angaben zufolge bereits erste Prüfstände und Produktionsanlagen aufgebaut sowie Mitarbeitende schrittweise geschult.
Der iX5 Hydrogen soll als erstes wasserstoffbetriebenes Serienmodell der BMW Group auf den Markt kommen. Der neue X5 soll künftig mit batterieelektrischem Antrieb, Plug-in-Hybrid, Benzin-, Diesel- und Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie angeboten werden. Bei letzterem Antrieb sieht BMW den Vorteil vor allem im lokal emissionsfreien Fahren und in der kurzen Betankungszeit.
In der Brennstoffzelle reagiert Wasserstoff aus den Tanks in einer elektrochemischen Reaktion mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Dabei entsteht elektrischer Strom, der den Elektromotor antreibt und das Fahrzeug mit Energie versorgt. Im iX5 Hydrogen kommt die dritte Generation des Brennstoffzellensystems zum Einsatz, die BMW gemeinsam mit Toyota entwickelt.
Für den iX5 Hydrogen werden eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern nach WLTP-Norm und eine Betankungszeit von weniger als fünf Minuten angestrebt. Die Entwicklung des Antriebsstrangs und des Tanksystems wird über das Projekt „HyPowerDrive“ im Rahmen des IPCEI Hy2Move gefördert. Der Bund stellt dafür 191 Millionen Euro bereit, das Bundesland Bayern beteiligt sich mit insgesamt 82 Millionen Euro.

EVrules meint
Wenn der übliche iX5 einfach mal mehr Reichweite hat, als der tote Gaul mit Wasserstoff.
BMW – du überraschst immer wieder mit absurden Antrieben.