Mit der neuen 3er-Reihe erweitert BMW die Mittelklasse-Baureihe erstmals um vollelektrische Varianten auf Basis der E-Auto-Plattform „Neuen Klasse“. Nach dem Start der „First Edition“ im Sommer stehen künftig zwei reguläre Versionen des BMW i3 zur Wahl. Parallel umfasst das Programm neue 3er-Modelle mit Ottomotoren und 48-Volt-Mild-Hybrid-Technologie. Im Laufe des kommenden Jahres soll ein Plug-in-Hybrid hinzukommen. BMW bezeichnet diese Antriebsvielfalt als Ausdruck der Technologieoffenheit des Konzerns.
Der vollelektrische, 4760 Millimeter lange i3 nutzt die sechste Generation von BMWs eDrive-Technologie. Dazu gehören neue Hochvoltbatterien mit Rundzellen, Elektromotoren, 800-Volt-Technologie und bidirektionale Ladefunktionalität. Gegenüber der vorherigen Generation soll der Gen6-Antrieb mehr Reichweite und schnelleres Laden ermöglichen. Beide zum Marktstart angebotenen i3-Versionen verfügen jeweils über eine E-Maschine an Vorder- und Hinterachse.
Das stärkere der beiden zunächst angebotenen Modelle ist der ab 65.900 Euro kostende i3 50 xDrive mit 345 kW beziehungsweise 469 PS und 645 Nm Drehmoment. Er beschleunigt in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, erreicht Tempo 200 und besitzt einen 108,7-kWh-Hochvoltspeicher. Die maximale Reichweite beträgt bis zu 912 Kilometer nach WLTP-Norm. Mit einer Gleichstrom-Ladeleistung (DC) von bis zu 400 kW kann das Elektroauto an einem Schnelllader innerhalb von zehn Minuten Energie für bis zu 423 Kilometer nachladen. Der Energieverbrauch wird angegeben mit 18,0 – 13,4 kWh/100 km.
Der i3 40 xDrive für mindestens 59.900 Euro kommt auf eine Systemleistung von 275 kW/374 PS. Tempo 100 ist bei dieser Version aus dem Stand in 5,4 Sekunden erreicht, bei 200 km/h ist Schluss. Die Batterie besitzt eine Kapazität von 82,8 kWh, die maximale WLTP-Reichweite wird mit 710 Kilometern angegeben. Dieses Modell hat einen offiziellen Stromverbrauch von 17,9 – 14,3 kWh/100 km.
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Für nächstes Jahr kündigt BMW außerdem den i3 M60 xDrive als vollelektrisches „M Performance Modell“ an. Damit soll das Portfolio künftig unabhängig von der Antriebsart ein breites Leistungsspektrum von der Einstiegsvariante bis zum Sportmodell abdecken.
Eine zentrale Rolle für die Fahrdynamik des Elektro-i3 spielt der Hochleistungscomputer „Heart of Joy“. Er arbeitet nach Angaben von BMW zehnmal schneller als bisherige Systeme und wurde speziell für die sechste Generation der vollelektrischen Antriebsarchitektur der Neuen Klasse entwickelt. Der dazugehörige „Driving Stack“ bündelt erstmals sämtliche Antriebs- und Fahrdynamikfunktionen in einem Steuergerät. Auch die 3er-Modelle mit Verbrennungsmotor erhalten einen eigenen Driving Stack, wobei BMW je nach Antriebsart unterschiedliche Fahrerlebnisse vorsieht.
Optisch treten Elektro- und Verbrennermodelle weitgehend einheitlich auf. Der BMW i3 und das Schwestermodell mit Verbrennungsmotor unterscheiden sich nach Angaben des Herstellers lediglich in Details, die dem jeweiligen Antriebskonzept Rechnung tragen. Die neue Generation der mittelgroßen Premiumlimousine zeigt ein 2,5-Box-Design mit langem Radstand, kurzen Überhängen, markanten Flächen und flächenbündigen Türgriffen. Niere und Doppelscheinwerfer werden an der Front als gemeinsame Lichtsignatur neu interpretiert.
Im Innenraum setzt BMW auf das neue Anzeige- und Bediensystem „Panoramic iDrive“. Es besteht aus „BMW Panoramic Vision“, dem optionalen „BMW 3D Head-Up Display“, einem 17,9 Zoll großen Zentral-Display und dem Multifunktionslenkrad. Als Softwareplattform dient das „BMW Operating System X“, das auf dem „Android Open Source Project“ basiert und auf Updates sowie Upgrades ausgelegt ist. Der „BMW Intelligent Personal Assistant“ soll durch die Integration der Amazon-Alexa+-KI-Technologie einen erweiterten Funktionsumfang erhalten.
Auch die Assistenzsysteme werden für die gesamte neue 3er-Reihe ausgebaut. Serienmäßige und optionale Systeme umfassen unter anderem SAE-Level-2-Fahrerassistenzfunktionen und aktive Sicherheitsfunktionen. Der Autobahnassistent ermöglicht in 21 Ländern freihändiges Fahren mit bis zu 130 km/h. Ab 2027 sollen zudem neue Funktionen für navigationsgeführtes, teilautomatisiertes Fahren im urbanen Raum verfügbar sein.
Der erste international angebotene vollelektrische 3er entsteht im BMW-Group-Werk München, dem Stammwerk des bayerischen Konzerns. Mit dem i3 starte der Standort 2026 in eine neue Ära, heißt es. Ein Jahr später soll in München die Umstellung des Produktionsportfolios auf ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge der Neuen Klasse erfolgen. Der neue 3er mit Verbrennungsmotor wird im BMW-Werk Dingolfing hergestellt, dem größten europäischen Fertigungsstandort der BMW Group.



















ID.alist meint
Wenn ich das mir anschaue, ein i3 40 touring ohne xDrive wäre schon einen Gedanken wert. Mal sehen was BMW noch an Varianten anbieten will.
MrBlueEyes meint
Warum man den i3 50 xDrive nur 200 Km/h rennen lässt, ist mir ein Rätsel… der iX3 mit dem gleichen Setup läuft 210… 🤷♂️
Ach ja, bin nun endlich glücklicher iX3 50 xDrive Fahrer 🥳
Mega Auto und alle Erwartungen an Effizienz sind erfüllt… reale Reichweite locker 550 Km und das bei „normaler Verbrenner Fahrweise“ ohne speziell Rücksicht auf den Verbrauch zu nehmen… und das eben bei einem MidSize-SUV, das nie vergessen…