• Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
ecomento-de-Logo-383×79

ecomento.de

Elektroauto: Alle Modelle & News

  • Aktuelles
    • Autoindustrie
    • Neues zu Modellen
    • Elektrotransporter
    • Aufladen & Tanken
    • Studien & Umfragen
    • Politik
    • Technik & Innovation
    • Umwelt
    • Mehr
      • Hybridfahrzeuge
      • Wasserstofffahrzeuge
      • Service
      • Modern Mobility
      • Autonomes Fahren
      • Bilder
      • Videos
  • Elektroauto
    • Elektroauto-Übersicht
    • Elektroauto-Kaufprämie
    • Neue Elektroautos
    • Elektroautos in Planung
    • Elektroauto laden
    • Über Elektroautos
  • Newsletter
  • Suche
  • Über
    • Über ecomento.de
    • Impressum
    • Newsletter
    • X (früher Twitter)
    • LinkedIn
    • Facebook
    • Werben
    • Datenschutz

Deutschland und Frankreich wollen offenbar „Verbrenner-Aus“ weiter lockern

07.10.2026 in Autoindustrie, Politik von Thomas Langenbucher | Kommentieren

BMW-M350-xDrive

Bild: BMW (Symbolbild)

Deutschland und Frankreich wollen die geplante Lockerung der europäischen CO₂-Flottengrenzwerte für neue Pkw offenbar noch ausweiten. Nach übereinstimmenden Medienberichten haben sich Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in den Grundzügen auf eine gemeinsame Position verständigt. Frankreich soll demnach bereit sein, weitergehende Zugeständnisse bei den CO₂-Vorgaben mitzutragen. Deutschland würde im Gegenzug strengere europäische Herkunftsanforderungen für die Automobilindustrie unterstützen. Details der Vereinbarung werden nach den Berichten noch verhandelt.

Die Ausgangslage hat sich bereits Ende 2025 verändert. Die EU-Kommission schlug damals vor, das für 2035 geltende Ziel einer 100-prozentigen CO₂-Minderung gegenüber 2021 auf 90 Prozent weniger Auspuffemissionen zu reduzieren. Die verbleibenden Emissionen sollen nach dem Kommissionsentwurf über Gutschriften für CO₂-armen, in der EU produzierten Stahl sowie für nachhaltige erneuerbare Kraftstoffe kompensiert werden.

Damit könnten neben batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen auch Plug-in-Hybride, sogenannte Range-Extender-Elektrofahrzeuge, Mildhybride und reine Verbrenner über 2035 hinaus eine Rolle bei Neuzulassungen spielen. Die geltende Verordnung sieht derzeit weiterhin 0 g CO₂/km beziehungsweise eine Reduktion um 100 Prozent ab 2035 vor.

Die nun berichtete deutsch-französische Position soll über diesen Kommissionsvorschlag hinausgehen. Nach Angaben des Handelsblatts wollen Berlin und Paris eine weitere Lockerung um zehn Prozentpunkte ermöglichen, ohne dass dieser zusätzliche Anteil vollständig kompensiert werden müsste. In Verbindung mit den bereits vorgesehenen Kompensationsmöglichkeiten könnte das effektive Minderungsniveau damit rechnerisch auf mindestens 80 Prozent sinken.

Auch das Zwischenziel für 2030 soll Teil der Diskussion sein. Der Kommissionsvorschlag hält bei Pkw grundsätzlich an einer CO₂-Minderung um 55 Prozent gegenüber 2021 fest, will Herstellern aber ermöglichen, die Zielerreichung über die Jahre 2030 bis 2032 zu mitteln. Deutschland und Frankreich sollen diesen Zeitraum nach den aktuellen Berichten auf die Jahre 2028 bis 2032 erweitern wollen.

Der politische Kompromiss umfasst zugleich industriepolitische Vorgaben. Frankreich fordert seit längerem, europäische Förderinstrumente und regulatorische Vorteile stärker an Produktion innerhalb Europas zu koppeln. Deutschland hatte breiter gefasste Regeln bevorzugt, die auch bestimmte Handelspartner einbeziehen könnten. Nach den aktuellen Berichten soll Berlin nun strengere „Made in Europe“-Vorgaben unterstützen.

„Lockerung nur im Rahmen einer fairen Paketlösung“

Zu Berichten über eine deutsch-französische Verständigung zur Abschwächung der EU-Flottengrenzwerte erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW): „Europa braucht eine starke Automobilindustrie – und zugleich verlässliche Leitplanken für den Hochlauf der Elektromobilität. Eine Entlastung der Fahrzeughersteller darf nicht dazu führen, dass Investitionen in das Ladeangebot, Elektrotechnik und neue Geschäftsmodelle nachträglich entwertet werden. Im Gegenteil: Wer einen erfolgreichen Standort Europa haben will, muss auf eine faire Paketlösung setzen.“

Die Energie- und Ladebranche habe im Vertrauen auf die europäischen Rahmenbedingungen massiv investiert, die europäischen Zielvorgaben würden in Deutschland um fast 250 Prozent übererfüllt. „Wer jetzt die Flottengrenzwerte verwässert, muss sicherstellen, dass Elektromobilität nicht ausgebremst wird“, fordert der BDEW. „Eine faire europäische Paketlösung erfordert: Eine klare Orientierung für die Elektromobilität, wirksame Anreizen für elektrische Unternehmensflotten, steuerliche Flankierung von E-Fahrzeugen und weniger Bürokratie beim Ausbau des Ladeangebotes. So sieht eine erfolgreiche Industriepolitik für den Standort Europa aus.“

Newsletter

Via: Handelsblatt (kostenpflichtig)
Tags: Emissionen, EU, Nachhaltigkeit, Verbrenner-VerbotAntrieb: Elektroauto

VW startet Vorverkauf des ID. Polo GTI

E-Mobilität in Deutschland: Markt- und Absatztrends in den ersten 9 Monaten 2026

Auch interessant

EU-Batterieregeln: Autoindustrie verlangt längere Fristen

Audi-Q8-e-tron-Batterie

DUH kritisiert: Fast 80 Prozent der Stadtbusse fahren noch mit Diesel

Mercedes-Benz-eCitaro-mit-NMCC4-Batterie

Abstimmung über „Verbrenner-Aus“ im EU-Parlament wird verschoben

Mercedes-G-Klasse

Angebot an Elektroautos in der EU wächst 2026 deutlich

VW-ID.-Polo-

Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

Leser-Interaktionen

Ihre Meinung Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, erforderliche Felder sind markiert *. Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Regeln & -Nutzungsbedingungen.Mit dem Absenden Ihres Kommentars bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert haben.

Seitenspalte

Newsletter

Elektroauto-News - täglich oder wöchentlich:

Kostenlos abonnieren

Suche

Anzeige

Elektroauto-Übersicht · Newsletter · Impressum · Datenschutz · Datenschutzeinstellungen · Werben

Copyright © 2026 ecomento.de