Der neue elektrische Kleinbus ID. Buzz schickt sich laut VW an, der erhoffte Erfolg zu werden. Zum Start gibt es das auch als Kastenwagen erhältliche Modell exklusiv mit 150 kW (204 PS) starkem Heckantrieb und 420 Kilometer Reichweite. Später sollen erschwinglichere mit weniger, aber auch kostspieligere Varianten mit mehr Leistung und Akkukapazität folgen. Zwei davon wurden kürzlich bekräftigt.
Bei einer Präsentation vor Investoren von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) wurde ein Teaser der GTX-Version des ID. Buzz präsentiert. Gezeigt wurde allerdings nur das Lenkrad, konkreter zu dem Modell wurde der Hersteller nicht.
VWs neue Submarke GTX steht für die sportlichen Topmodelle der Elektroauto-Familie ID. Künftig soll es für jede ID.-Baureihe ein GTX-Modell geben. Im vergangenen Jahr wurden mit dem ID.4 GTX und ID.5 GTX die ersten Modelle vorgestellt. Deren zweimotorigen Allradantrieb mit 220 kW (299 PS) und weitere spezielle Ausstattungsmerkmale innen und außen dürfte auch der ID. Buzz GTX erhalten.

Wann die sportlich ausgelegte Version des ID. Buzz starten wird, ist noch offen. Das gilt auch für die geplanten Ausführungen mit langem Radstand und größerer Länge, die VW vor den Investoren ebenfalls anteaserte. In den USA soll der ID. Buzz ab 2024 nur in der Langversion mit sieben Sitzen angeboten werden, während die europäischen Kunden ab 2023 die Wahl bei der Länge bekommen. Auch eine Sechssitzer-Konfiguration ist vorgesehen.
Neben weiteren Antriebs-, Batterie- und Karosserie-Ausführungen plant VW Versionen des ID. Buzz für spezielle Einsatzzwecke. So sieht die Marke mit dem ID. California den elektrischen Ausbau ihrer Camper-Modellreihe vor. Es könnte außerdem eine Pick-up-Variante geben. Mit dem Prototyp ID. Buzz AD will VW zudem beim autonomen Fahren neue Wege bestreiten.
Anti-Brumm meint
Wer ist die Zielgruppe „sportlicher“ Kleiderschränke? Wie soll man – selbst mit tiefliegendem Akkupack – mit diesem hochgebauten Fahrzeug um die Kurven heizen?
Ähnlich sinnbefreit wie ein tiefergelegtes SUV-Coupé.
Ich verstehe das Konzept einfach nicht.
M. meint
Das Konzept habe verstehe ich schon nicht mehr, seitdem es „Sports Utility Vehicle“ gibt – elektrische aller Marken inklusive.
Beim Buzz kann man immerhin sagen: so komplett übermotorisiert ist der auch mit 299 PS nicht. Je nach Anhängelast passt das schon noch, vor allem passt der Allradantrieb.
Das ist schon eine andere Liga als SUV mit 700 PS und mehr.
Robert meint
Es gibt Leute, die haben kein Interesse am „um die Kurven heizen“.
THeRacer meint
… das primäre Kaufkriterium für mich wäre die V2x-Fähigkeit, also mindestens V2L und V2H als Stromspeicher, auch für den Notfall. Wäre prima, wenn das nicht erst beim California realisiert wird.
hu.ms meint
Jede nacht 5 oder 8 kwh entnahme – bei Wärmepumpe noch viel mehr – und tagsüber wieder laden führt zu wesentlich mehr ladezyklen. Da kann die akku-garantie von 8 jahren / 160k km nicht gehalten werden.
Sebastian meint
Industriestandard sind ca. 2000-3000 Ladezyklen. (Vollzyklen) Danach ist die Batterie aber nicht kaputt, sondern erst bei 80 % SoH.
V2H sehe ich hier überhaupt nicht als Kriterium, dass der Akku nennenswert eher die o.g. 80% SoC unterschreitet. Schon gar nicht, wenn man nicht komplett voll lädt bzw. leer entlädt.
M. meint
8 kWh wären gut 10% Ladehub. Und das vermutlich auch noch mit niedrigen C-Raten.
Das stresst den Akku weniger als 30 km schnelle Autobahnfahrt.
Marcel meint
Hoffentlich kommen hinten variable Einzelsitze auf Schienen mit integriertem Gurt.
Mit den aktuellen fixen Sitzen und Gurten an der Karosserie (Fahrtrichtung und Sitzort fix) kommt der Buzz nicht in die Liga des Multivan hinein sondern bleibt ein Minivan.
David meint
Interessant ist nur, wann der große Radstand geliefert wird und welche Akkugröße maximal möglich ist. Das interessiert die gutsituierten Menschen, die als Besteller infrage kommen. Und ich kann VW nur raten, die maximale mögliche Akkukapazität anzubieten. Bezahlen werden sie die Leute können. Und es ist total fahrlässig, mit einer Campingversion zu warten. Die musste eigentlich als Erstes kommen, weil dort die höchste Wertschöpfung betrieben werden kann. Keiner der Kunden wird Angst haben, wenn das Auto mit 111 kWh und schönen Details 100.000 € kosten wird.
Tesla-Fan meint
Der Meister schert seine Schafe, sagt David.
David meint
Das meint ja, wenn Du systematisch über den Tisch gezogen wirst. Also nicht nur für viel Geld ne knartschende Plastikkiste ohne Instrumente kriegst, sondern auch im Service zuviel zahlst, Bodyshops haben z.B. extra Preise, höhere natürlich, und wenn dir der Strom zum fahren superteuer verkauft wird.
Beim Buzz hast du ein Auto mit Alleinstellungsmerkmal, eben einen Bus, heißt viel Platz plus Image plus Design. Das ist viel Geld wert. Du hast einen Gegenwert. Und am Strom bereichert sich VW wirklich nicht, die Tarife sind superfair. Das wissen Teslafahrer, die vergleichen und dort Stromkunden sind.
Aber schön, dass dich meine plakativen Sätze beeindrucken.
hu.ms meint
Interessant wäre gewesen, ob in die langversion 14 oder 16 MEB-akkupacks a 6.9 kwh brutto kommen.
Draggy meint
Warum nicht 20? Wäre für einen Transporter/Camper eher angemessen. Ich wäre sogar für 24 und damit 150KWh netto
Cupra meint
Solche Forderungen sidn quark. Zuerst muss das erst mal überhaupt unters Auto passen, wass es nicht wird (ich denke 111 wird wohl das maximum sein und selbst da habe ich noch Zweifel) und zweitens will man ja nicht noch mehr gewicht durch die Gegen fahren. Das geht ja dann wieder auf Effizients und auch wieder Preis.
Und die Forderung vom Camper kann ich verstehen, aber geht halt schlecht, denn zuerst brauch man eine Basis um überhaupt einen Camper bauen zu können.
M. meint
Das wäre mit den aktuellen Akkupacks eindeutig zu schwer. Mehr als 111 kWh wird sicher nicht kommen, bevor es Akkus mit deutlich höherer Speicherdichte gibt.