Der schwedische Elektroautobauer Polestar hat im März ein Konzept für einen Roadster präsentiert. Später wurde dann bekannt gegeben, dass es auf Basis des Polestar O₂ eine Serienversion mit dem Namen Polestar 6 geben wird. Mit dem Elektro-Roadster will die Volvo-Schwester mit Sportwagen wie dem Porsche 911 um Kunden ringen.
„Wir führen einen dynamischen Vergleich mit einem Porsche durch“, sagte Polestar-Manager Edward Trinh laut dem Portal Drive auf einer Veranstaltung im australischen Melbourne, auf der das Konzept des Elektro-Roadsters vorgestellt wurde. Der bisher nur als Verbrenner erhältliche 911 wie auch Porsches Elektro-Sportlimousine Taycan seien „die Arten von Autos, die wir im Auge haben. Wir glauben, dass sie die Benchmarks in der Branche für die Fahrzeugdynamik sind“.
Das in Schweden ansässige Forschungs- und Entwicklungsteam von Polestar arbeite „unglaublich ernsthaft“ daran, dass der Polestar 6 eine optimale Fahrdynamik bietet. „Im Gespräch mit dem Forschungs- und Entwicklungsteam erfuhren wir vom Leiter der Fahrzeugdynamik für dieses Fahrzeug, dass sie sich mit ausgeklügelten Aufhängungssystemen beschäftigen“, so Trinh.

Der Roadster müsse gut auf der Straße liegen, betonte der Manager und verwies auf die fahrdynamischen Ursprünge der Marke. Polestar hat seine Wurzeln im Motorsport, später wurde es dann die Performance-Sparte von Volvo. Seit 2017 wird Polestar als Automarke mit komplett eigenen Modellen positioniert.
Der Polestar 6 soll 2026 auf den Markt kommen. Die auf 500 Exemplare limitierte Startedition war bereits nach kurzer Zeit vergriffen. Nach dem Bau der ersten 500 Fahrzeuge soll die Produktion abhängig der Nachfrage hochgefahren werden. Das als Studie Polestar O₂ vorgestellte Hardtop-Cabriolet basiert auf Polestars neuer Plattform aus geklebtem Aluminium mit 800-Volt-Elektroarchitektur. Das Unternehmen peilt eine Leistung von bis zu 650 kW (884 PS) und 900 Nm an. Das Serienfahrzeug soll einen Allradantrieb mit zwei Motoren erhalten und damit von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden sowie weiter bis 250 km/h fahren.
Mit der Aufnahme des Polestar 6 in das Programm plant Polestar, innerhalb von fünf Jahren vier neue Elektroautos einzuführen. Vor dem elektrischen Roadster sollen neben der Limousine Polestar 5 das sportliche SUV Polestar 3 und das mittelgroße SUV-Coupé Polestar 4 starten. Derzeit besteht das Portfolio aus der Mittelklasselimousine Polestar 2 und dem auslaufenden Hybrid-Coupe Polestar 1.
Tommi meint
Aber jetzt mal Klartext: Kein Nokia-Handynutzer kauf stattdessen ein Apple iPhone. Punkt.
Ein Unternehmen tut gut daran, das Umfeld zu beobachten.
David meint
Aber jetzt mal Klartext: Kein Porschefahrer kauft stattdessen einen Polestar. Punkt.
Und dann kommt der Wagen in vier Jahren. Da kann viel passieren. Z.B. höchstwahrscheinlich, dass der Boxster GT4 ePerformance bis dahin auf dem Markt ist. Das kostet dann auch einige Kunden, die auf einen elektrischen Sportwagen schielen, aber noch keinen Porsche hatten.