Nio hat Ende vergangenen Jahres erstmals Geld verdient. Weltweit lieferte der chinesische Elektroautohersteller in den letzten drei Monaten fast 125.000 Fahrzeuge aus. In Deutschland ist das 2014 gegründete und sechs Jahre später auch hier gestartete Unternehmen noch nicht sehr erfolgreich, im Januar gab es ein besonders schlechtes Ergebnis.
Im ersten Monat des neuen Jahres wurde nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes lediglich ein neues Fahrzeug von Nio hierzulande zugelassen. 2025 waren der Behörde zufolge insgesamt 325 neue Elektroautos zugelassen worden, wobei der Jahresstart mit 18 Anmeldungen ebenfalls enttäuschend war. 2004 hatte sich dagegen die Zahl der Neuzulassungen noch auf insgesamt 398 belaufen.
Nio bietet hierzulande aktuell die Limousinen ET7 und ET5, den Kombi ET5 Touring sowie die SUV EL8, EL7 und EL6 an
Deutschlandweit waren im Januar 193.981 Autos verschiedener Hersteller neu zugelassen worden. Davon waren 42.692 Elektroautos, was einem Wachstum von 23,8 Prozent dieser Antriebsart entspricht.
Während Nio in Deutschland noch enttäuschend abschneidet, läuft es insgesamt für das Unternehmen nicht so schlecht: Für das Abschlussquartal meldeten die Chinesen kürzlich erstmals einen operativen Gewinn. Demnach fiel zwischen Oktober und Ende Dezember ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen 700 Millionen und 1,2 Milliarden Yuan (rund 85 bis 145 Mio. Euro) an.
Den Umschwung führt Nio vor allem auf einen starken Anstieg der Auslieferungen, einen besseren Produktmix mit höheren Margen und einen fortgesetzten Sparkurs zurück. Im vierten Quartal lieferte das Unternehmen weltweit 124.807 Fahrzeuge aus – ein Plus von mehr als 70 Prozent auf Jahressicht.
Im Gesamtjahr 2025 steigerte Nio seine Auslieferungen um 47 Prozent auf 326.028 Elektroautos. Darunter befanden sich neben Modellen der Kernmarke auch Elektroautos der jungen Marke Onvo mit Fokus auf erschwingliche Familienautos sowie der neuen Kleinwagenmarke Firefly. 38 Prozent aller im gesamten letzten Jahr ausgelieferten 326.028 Stromer des Unternehmens sind im vierten Quartal auf die Straße gekommen.


Future meint
Nio hatte ja gerade ein erstes profitables Quartal abgeschlossen. Das könnte man abfeiern. Stattdessen fokussiert man sich jetzt darauf, dass die Deutschen keine Nios kaufen wollen. Aber okay, die Leute mögen solche Meldungen. Ich erinnere mich auch noch daran, als im Januar 2025 in China lediglich 9 Volkswagen ID.7 verkauft wurden. Die Meldung wurde hier auch hochgejubelt. So ist das halt mit den kleinen Herstellern – die müssen halt noch wachsen. Gebt ihnen doch noch ein bisschen Zeit.
Die Wahrheit meint
Nicht nur NIO geht es schlecht.
Der Markt in Deutschland ist diktatorisch vergiftet.
Das meistverkaufte BEV in Europa von Jan. – Dez. 2025 ist sehr aufschlussreich:
TESLA Model Y abermals mit Abstand auf Platz 1
Diesen Monat kommt noch die Entscheidung der niederländischen RDW für die FSD Freigabe. Die Tests sind allesamt super verlaufen, wie ich selbst erfahren durfte.
Mercedes ist aus Level 3 ausgestiegen.
VW werkelt auch an zugekauften Systemen, wo vor 2027 sicherlich nix kommt.
Daran alleine sieht man die Vorteile von TESLA. Selbst entwickeln und selbst bauen hat entscheidende Vorteile. Das merken die Kunden und Platz 1 ist wiederholt für TESLA verdient.
Karl Mayruth meint
Entfernt. Bitte verfassen Sie konstruktive Kommentare. Danke, die Redaktion.
Mary Schmitt meint
Märchenstunde, wie bei Onkel Musk. Fakt ist: Tesla hat in Europa 2026 bisher nur 7.818 Zulassungen zubuche stehen, ein neues Low und das würde so fortgeschrieben fünfstellig enden. Was auch immer Tesla in den Niederlanden oder Spanien vorstellt – es ist kein Level 4 System. Es ist kein Level 3 System. Es ist Level 2.
P.S.: Die in den Niederlanden haben Internet, sie haben Marc Rober und Bearded Tesla Guy gesehen. Die haben also ein gute Ahnung, wo Tesla gerade steht. Etwa da, wo Yugo bei dem Thema steht.
Steffen meint
Au Mann, wenn man nur zwei Modelle hat…das relativiert doch alles.
Jörg2 meint
„Mercedes ist aus Level 3 ausgestiegen“
Ich halte diese Levelstempel für lässlich. Besser finde ich, die tatsächlichen Produkteigenschaften sauber zu beschreiben. Wenn ich mich recht entsinne, war das bei Mercedes: ausgewählte Autobahnabschnitte, nur rechte Spur, nur bis 90km/h(?), nur bei schönem Wetter, nur als Folgefahrzeug… habe ich etwas vergessen?
Bei Mercedes haben die Kunden entschieden: P/L weit außerhalb der Erwartung und weit weg, von einem Level3-Fahrzeug, welches die Fahreigenschaften in den üblichen Anwendungssituationen halbwegs hinbekommt.
Daniel meint
Die Beschränkungen lagen aber weniger an Mercedes als an den Vorgaben der EU.
Dirk meint
Das klingt wie eine Mitarbeiterzulassung „schnell, wir müssen irgendwas machen, sonst löst NIO uns hier in D auf“.
Angesichts auch 2025 könnte man daraus folgern, dass da entweder noch eine Menge innbetriebliche Subvention fliessen müssen oder irgendwer zieht in Kürze die Notleine.
Kaum ein Kunde gibt sein gutes Geld für eine Marke aus, die naheliegend in Kürze wieder vom Markt verschwindet – wer macht dann Service und Ersatzteile? Wiederverkauf = Verschrottung?
Mary Schmitt meint
M.u.h.a.h.a.h.a! Das hatte ich vor dem Wochenende erwähnt. Und bekam von Salatsauce und dem zweiten Jörg gleich als Antwort, Nio würde jetzt die Welt erobern. Darum gings aber nicht – abgesehen davon, dass es zu bezweifeln ist – wie alles, was die beiden meinen. In Europa und besonders in Deutschland wird es langsam schwierig. Das ist mein Thema. Sie haben in Deutschland eine eigene Orga. Was macht denn der Mitarbeitende, der für die Bestellungen zuständig ist? Sudoku? Ein einziger Firefly, also der Kleinwagen, ist 2026 neu zugelassen worden. Das wars! Zum Vergleich: Acht Rolls Royce Spectre. Auf jeden Fall sind mit dieser Meldung die Beiträge der beiden „Experten“ schlecht gealtert.
Ben meint
Kann ja nicht jeder Firma, wie dein Arbeitgeber VW, 70% azf sich selbst zulassen.
Mary Schmitt meint
Dein Wutgeheule über den Erfolg von VW ist so süß. Du selber bist gescheitert und projizierst dein Versagen auf VW. Nur läuft es da gerade richtig gut. Und das weißt du eigentlich auch! Das ärgert dich ja…
Die Wahrheit meint
Wutgeheule -:)
Das meistverkaufte BEV in Europa von Jan. – Dez. 2025 ist sehr aufschlussreich:
TESLA Model Y abermals mit Abstand auf Platz 1
Mary Schmitt meint
Das ist ja eines von Teslas Problemen, dass ihr Schicksal von nur einem Modell abhängt. Das Model Y hatte 2024 Zulassungen in Höhe von 217.380. Grünheide hatte in gleichem Zeitraum 211.235 Fahrzeuge gebaut hat. Also konnte man den EU-Raum aus Grünheide bedienen. 2025 waren es nur noch 153.510. Ein Absturz. Plötzlich kann man 65.000 Fahrzeuge nicht mehr loswerden. Und der Absturz geht 2026 weiter, der Januar war mit 6.206 Model Y in ganz Europa ein klatschender Schlag ins Gesicht von Musk.
MK2 meint
Bei 400 Mitarbeitern in Deutschland, dürften 100% der Neuzulassungen auf Nio selbst laufen.
M. meint
Bei den paar Autos geht das sogar noch viel leichter.
Jörg2 meint
Marie
„und dem zweiten Jörg gleich als Antwort, Nio würde jetzt die Welt erobern.“
Könntest Du hierfür ein Zitat von mir bringen? ICH habe solches nicht behauptet.
Jörg2 meint
Marie
Was ist? Kurze Beine?
Jörg2 meint
Offenbar sehr kurze Beine und frei von Rückgrat.
Gelbe Haare, orangefarbene Gesicht.
eBikerin meint
Wer ist Salatsause?
M. meint
Wahrscheinlich meint er/sie damit „Gurke“, der/die/das seitdem unter „Paule“, und aktuell unter „T.“ schreibt – jedenfalls, bis die Vergesslichkeit zu einem neuen Nick zwingt.
eBikerin meint
Ach so er Solaris, Opel usw. Mit Salatsause hab ich da halt nix anfangen können ;-)
Future meint
Meinst du »Solariseur«? Der ist doch seit 2 Jahren schon abgetaucht. Saludos cordiales in seine Chiringuito …
M. meint
Ich denke, nicht mal du glaubst, was du erzählst.
Der hat ein paar Nick-Änderungen hinter sich, um genau den Eindruck zu erwecken, aber er kommt einfach nicht aus seiner Haut.
ID.alist meint
Bis Samstag hatten alle NIOs die ich gesehen habe N-IO xxxE Kennzeichen. Am Samstag habe ich den ersten NIO ohne NIO im Kennzeichen gesehen.
Ben meint
Kennz man ja, nen haufen WOB ID.7 und in/um Zwickau nen haufen WOB ID.3/4 auch von den Werkern aber jetzt gabs nen Mitarbeiterangebot 0,7% Leasing auf Verbrenner und 0,8 auf BEV.
Mary Schmitt meint
Gut, dass es für dich nicht gilt. Allerdings geht es hier um den Untergang von Nio in Deutschland und nicht um die Absatzkanäle des hiesigen Marktführer bei den BEV.
M. meint
Hier ist weit und breit kein VW-Werk, die Autos sieht man trotzdem.
Wo wollen die ganzen „Werksangehörigen“ denn hin, und warum wohnen die jetzt in meiner Nachbarschaft?
Besser-BEV-Wisser meint
Mit M und MUC fahren auch welche rum. Kann aber an deren Designzentrum in Ismaning liegen. Deren Mitarbeiter werden ja wohl kaum VW ID7 leasen dürfen…
Futureman meint
Wenn es so weitergeht, wird es wohl der letzte Gewinn gewesen sein. Ob sich langfristig die teuren Batterieabos noch am Markt halten können, bleibt fraglich.
ap500 meint
Im Februar dann zwei und somit einen fantastische Steigerung in etwa so wie bei allen anderen Eautos :)
M. meint
Und im März dann 4?
Das „Problem“ von Exponentialrechnungen sollte dir eigentlich geläufig sein.
Mary Schmitt meint
Glaube mir: Nio hat so einige Probleme, aber exponentielles Wachstum ist nicht dabei.
M. meint
Das „Problem“ haben ja insgesamt wenige, und weniger, als es selbst dachten. ;-)
Aber lies doch mal den Beitrag von ap500. Der stellt diese Rechnung ja auf, verkennt aber, wohin sowas führt (wenn man durchhält).
Mary Schmitt meint
Ich glaube, Meihk wollte nur sagen: Aus diesem Stoff sind die 100% Steigerungen in Verkaufszahlen.
M. meint
Bei
01/2025: 18
01/2026: 1
sehe ich keine Steigerung. Da gibt es nichts, was eine Rechnung lohnt.
Die Steigerungen finden irgendwo anders statt. Vermutlich in China, aber vielleicht auch in Russland. Das ist von China aus ja auch gar kein Problem.
Problematisch wird es nur, wenn deutsche Autos in China auftauchen, chinesische sind den üblichen Kritikern aber dort willkommen und ein Beleg für überlegene Technik.