Ferrari gibt stückchenweise Informationen zu seinem ersten Elektroauto preis. Nach der Technik und dem Namen („Luce“) wurde kürzlich eine Vorschau auf das Interieur mit Fokus auf physischen Bedienelementen gegeben. Was noch fehlt, ist insbesondere, in welchem Format das Modell daherkommt und wie es genau aussieht. Die Verantwortlichen verrieten nun ein bisschen mehr zur Optik.
Der Luce wird laut Designer Jonathan Ive – bekannt als früherer Apple-Designchef -„groß“ in seinen Proportionen sein und ein ebenso radikales Außendesign wie sein Innenraum aufweisen. Das sagte er im Gespräch mit Autocar – und gab zu, dass er „nervös“ sei, das neue E-Auto der Welt zu präsentieren.
Die Italiener wollen das Modell im Mai komplett enthüllen. Gezeichnet wurde es vom Designhaus LoveFrom, das von Ive nach seinem Abgang bei Apple und dem australischen Designer Marc Newson gegründet wurde. Erwartet wird ein viertüriger, viersitziger Grat Turismo mit einer ähnlichen Fahrhöhe wie das Ferrari-Verbrenner-SUV Purosangue. Offizielle Informationen gibt es zum Äußeren aber bisher nicht.
Im Gespräch mit Autocar hielt sich Ive weiter bedeckt, erklärte jedoch, dass es „keine Diskrepanz“ zwischen Außen- und Innenausstattung gebe. Newson fügte hinzu, dass sowohl der Innenraum als auch die Karosserie „gleichzeitig … alles auf einmal“ entworfen worden seien, was laut Ive das Gesamtpaket des Autos „kohärent und einzigartig“ mache. Die ersten Bilder des Interieurs zeigen eine Art minimalistischen Retro-Ansatz, der sich von der Designsprache der bisherigen Modelle der Marke grundlegend unterscheidet.
Ive betonte, dass das Elektroauto „immer noch eindeutig ein Ferrari“ sein werde, merkte aber an: „Es ist eine andere Ausdrucksform, die auf einigen Überzeugungen hinsichtlich Einfachheit und der innewohnenden Schönheit von Dingen basiert.“ Beim Luce sei ein zentrales Ziel gewesen, ein einheitliches Design zu schaffen.
Als er über die Aufgabe sprach, Ferraris erstes vollelektrisches Auto zu entwerfen, sagte Newson, dass dies „einzigartige Herausforderungen“, aber auch viel „Freiheit“ mit sich gebracht habe. „Einer der großartigen und glücklichen Aspekte ist, dass es sich um ein Elektrofahrzeug handelt, den ersten elektrischen Ferrari, nicht wahr? Das hat uns ein Maß an Freiheit verschafft, das wir sonst vielleicht nicht gehabt hätten: buchstäbliche physische Freiheit oder kreative Freiheit … auf vielen Ebenen.“

IDFan meint
Ich bin nicht so gespannt, weil es garantiert kein flaches Sportauto wird. Das hätte man dann deutlicher geteasered. Das wird etwas im SUV-Crossover-Kleid.
BEV meint
ich muss ganz ehrlich sagen, ich mag Apple Produkte, aber ich kann mit dem Design nicht viel anfagnen, das ist mir zu sehr Retror und dann ein „altes iPad“ hinterm Lenkrad, das Rundinstrumente anzeigt, das passt für mich einfach nicht, da sieht das aktuelle Porsche Display tausendmal interessanter aus.
ob ein Ferrari ohne Verbrenner überhaupt funktioniert ist die andere Frage
Future meint
Das müsste dann ja Jonys erstes Autodesign werden. Die Fans von Ive werden sicherlich gespannt darauf warten. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass auch die Ferrari Fans schon lange auf ein Elektroauto warten. Bei Jony ist es aus meiner Sicht besonders interessant, was er mit OpenAI vorhat, denn dabei könnte dann das Produkt herauskommen, was nach dem Smartphone kommt.
eBikerin meint
„was er mit OpenAI vorhat, denn dabei könnte dann das Produkt herauskommen, was nach dem Smartphone kommt.“
Häää? Wie passen eine Device auf dem eine Software (Smartphone) läuft mit einer Software alleine zusammen? Irgendwo muss die KI ja drauf laufen, also wie kann es ein produkt sein welches „nach“ dem Smartphone komme?
Future meint
Das ist eine der großen Fragen, was nach dem Smartphone kommt. Es gibt eine Wette darauf, dass das Smartphone der Zukunft nur noch mit KI läuft und dann keinerlei andere Apps von irgendwelchen anderen Unternehmen mehr braucht. Auch deshalb sind die Ki-Konzerne doch so hoch bewertet – das Geschäftsmodell mit dem KI-Smartphone wäre interessant.
M. meint
Es gibt sicher genügend Schafe, die da mitgehen würden, und die verdienen es auch nicht anders.
Tim Leiser meint
Ich kann mir mittlerweile sehr gut vorstellen, dass die ki Blase mit einem lauten Knall platzen wird. Der Grund ist ganz einfach: Open Source
Paule meint
Du meinst so wie die Microsoft Produkte die sich nicht mehr verkaufen lassen, weil es die alle auch als Open Source Lösungen gibt?
Noch werden die Umsätze im Business gemacht, und die holen sich sowas nicht auf ihren Server. Einmal einen zusammengebasteltes Bild, und das nächste Memo untersagt die Nutzung.
Tinto meint
Future nennt ihn liebevoll Jony, als ob er ihn persönlich kennen würde. Feuchte Träume eines Superfans. Bestimmt hat er auch für Elon so einen süßen Kosenamen, Loni vielleicht? :-)
Future meint
Natürlich ist es immer angenehmer, wenn man freundlich miteinander ist. Aber gibt es denn auch noch etwas Inhaltliches zum Thema oder kommt da eher nichts mehr?
Tinto meint
Geduld Futi, ich arbeite daran. Bussi, dein Tinti ;-)
Future meint
Genauso habe ich mir das vorgestellt ;-)