Ab diesem Jahr bietet VW mit dem neuen ID. Polo einen vollelektrischen Kleinwagen an, der ab 25.000 Euro kosten soll. Im Vorfeld gab es eine offizielle Vorschau auf die Baureihe mit dem Konzept ID. 2all sowie Bilder getarnter Vorserienfahrzeuge. Kürzlich tauchten im Netz Erlkönigfotos auf, die das Modell nahezu ungetarnt zeigen sollen. Und nun gibt es im Netz offenbar einen gänzlich unverdeckten Blick auf die Serienversion.
Die auf den Bildern zu sehenden Fahrzeuge zeigen, was VW bereits durchsickern ließ: Die neuen Elektroautos der Marke sehen wieder wie klassische Pkw aus. Beim Design orientieren sie sich stark an den Verbrenner-Modellen der Wolfsburger, man geht auf Abstand von der eigenständigen Designsprache der Elektroauto-Familie ID. Auch bei den Namen der rein elektrischen Modelle lehnt sich VW künftig an der Historie an, wie der kommende ID. Polo zeigt.
Wie der Innenraum des ID. Polo aussieht, hat VW bereits preisgegeben. Der neue gesamtheitliche Designansatz mit Einflüssen von Kunden-Feedback werde das Cockpit künftiger Modelle der Elektroauto-Familie ID. prägen, heißt es. Merkmale seien „eine neue Klarheit und Wertigkeit und eine intuitive Steuerung“, für die vertraute VW-Bedienmuster übernommen und weiterentwickelt wurden. Parallel dazu halten durch eine neue Software-Generation neue Funktionen Einzug in den ID. Polo. Den Charme der 80er-Jahre soll eine wählbare Retro-Anzeige ins Fahrzeug bringen.
ID.POLO leak 🚗 #VW #Volkswagen #IDPOLO #GTI pic.twitter.com/NhvVySy5EX
— Jack T. Bernhard (@jacktbernhard) March 24, 2026
Der 4053 Millimeter lange ID. Polo ist das erste von vier neuen Volkswagen-Elektroauto-Modellen im Kleinwagen- und Kompaktsegment, die ab diesem Jahr sukzessive auf den Markt kommen. Mitte Dezember veröffentlichte die Marke erste Details zu ihrem E-Auto-Kleinwagen: Vier Leistungsstufen von 85 kW (116 PS) bis 166 kW (226 PS) sowie zwei Batteriegrößen (37 und 52 kWh netto) und -Chemien (LFP und NMC) für bis zu 450 Kilometer Reichweite werden erhältlich sein. DC-Schnellladen ist je nach Akkuversion mit bis zu 90 oder 130 kW möglich.
Die aktuellen Leaks sollen auch die finale Version der Front der GTI-Variante des ID. Polo zeigen. VW hatte schon im September 2023 mit dem ID. GTI Concept einen Ausblick auf das erste rein elektrische Modell mit dem Zusatz GTI gegeben. Die Serienversion solle „spätestens 2027“ auf die Straßen kommen, hieß es damals. Zunächst startet in diesem Jahr der reguläre ID. Polo, den der Hersteller ab 25.000 Euro anbieten will. Als Erstes werden allerdings wohl die teureren Varianten verkauft.

EVrules meint
Interessant ist, dass die Front stärker abgeklebt (wie im Harlekin Muster / Bezug zum früheren Polo) authentischer oder stimmiger zu wirken scheint, als auf den vermeindlichen Leaks, mit dem grau-weißlichem Zierband.
D.h. weniger Reflexe, weniger Formen, weniger Akzentuierungen wirken optisch ruhiger und harmonischer.
Der Innenraum hingegegen – so wie er bereits vorgestellt wurde – ist hier sehr konsistent.
Was mich bislang jedoch wundert, das Auto soll im April vorgestellt werden – ein Datum gibt es aber wohl noch nicht.
Andi EE meint
Seltsam das Lichtband an der Front, wie das in die Scheinwerfer übergeht und dann darunter bei 2 Karosserie-Farben mit einem weiteren weissen Band ergänzt wird. Kühlung und Air curtains wirken auch etwas uninspiriert. Ich find es hat sich wieder einiges vom Prototyp zur Serie verschlechtert. Sie wollen immer zu viel, statt mit einem reduzierten Design modern auftreten.
Realist meint
Optisch gibt es nichts zu bemängeln, Polo wie man es erwarten konnte.
Extrovertierteres Design findet man bei Cupra.
Der Preis ist für ein in Europa gebautes Modell und die gebotenen Spezifikationen voll im Rahmen, vergleichbare Benziner sind auch nicht Welten günstiger.
Einziger Kritikpunkt vorab ist aus meiner Sicht die Position der Ladeklappe.
Da braucht man unter Umständen viel Kabel oder Rangierarbeit, damit das immer passt, weil sie relativ weit in der Flanke sitzt.
Je nach Ladesäule oder Wallbox könnte das umständlich werden.
Frank Lustig meint
Eben nicht! Als Laternenparker und jemand, der ausschließlich öffentlich laden kann, bin ich seit nunmehr fünf Jahren vollelektrisch unterwegs. Und daher weiß ich, dass vorne rechts für die allermeisten Nutzer der absolut beste Ort für die Ladeklappe ist!
1.) Laden an der 11kW-Ladesäule auf der Straße: man MUSS in Deutschland stets in Fahrtrichtung parken. Viele Autos haben den Ladeanschluss hinten rechts, daher ist der vordere Ladeplatz meist als erstes belegt. Mit der Ladeklappe vorne rechts kann ich so den hinteren nutzen, der ist eh oft frei.
2.) Schnellladen an EnBW oder anderen: vorwärts ranfahren, klappt bestens mit der Ladeklappe vorne rechts!
3.) Am TESLA Supercharger: Vorne rechts = hinten links! Klappt also besser als mit hinten rechts oder vorne links!
Mag sein, dass Eigenheimbesitzer mit Garage da ein Problem mit haben. Aber das ist die Minderheit der breiten Masse und wird in Zukunft immer weniger!
hu.ms meint
„für die allermeisten nutzer“ ?
Aktuell stehen die meisten BEV in einer garage / carport auf einem privatgrundstück.
hu.ms meint
Was bei den bisherigen ID nicht gut ankam (scheibenheber-schalter, slider am lenkrad und unter touch-bildschirm, keine haptischen schalter und drehregler) wurde abgestellt und die innenanmutung wesentlich verbessert. Trifft einfach mehr die anforderungen der meisten kaufinteressenten und kommt beim ID.3 NEO auch.
Und man kann beim händler wieder den preis verhandeln, da er wieder händler und nicht mehr agent ist.
Thomas Claus meint
Der ID Polo wird sicherlich seine Käufer finden. Ich finde 25k für 37 kWh jedoch zu viel.
hu.ms meint
Das was der größere akku mehr kostet gibts fast rabatt. Agenturmodell ist weg.
hu.ms meint
Nach rückkehr vom agentur-modell zum händler-vertrieb kann man ja wieder rabatte verhandeln. Die ca. 3k für den grösseren akku dabei herauszuholen sollte möglich sein.
Aztasu meint
Es dürften am Ende minimal mehr als 37kWh netto sein, aber da geht es um die Zahl hinter dem Komma. Das ist tatsächlich sehr wenig und ich halte das auch nicht für voll alltagstauglich und zukunftsfähig da man ja noch mit mindestens 10% Degradation über z.B. 10 Jahre Nutzung rechnen muss. Bei 37,2kWh netto und 10% Degradation bleiben da ja nur 33,5kWh übrig, das sind im Mischbetrieb reale 200km Reichweite und auf der Autobahn 130km. Das mag für einige Ausreichen aber im Grunde wird ein Auto mit dermaßen kleinem Akku zum schnellen Konsumgut welches dann verschrottet werden muss. Ist halt wie bei den Smartphones, die billigsten Einstiegs-Smartphones halten niemals 10 Jahre, teure Flagship-Smartphones mit starkem Prozessor und großem Akku schon. Der Nutzen für die Umwelt und den Konsumenten über den gesamten Lebenszyklus des Produktes ist bei der teureren Variante wohl besser.
Konzentriere dich doch deshalb einfach auf die Variante mit 52kWh netto Akku. Diese Variante ist rundum super und voll alltagstauglich. Preislich als junger Gebrauchtwagen mit gerade mal 1-2 Jahren gibt es die für den Preis der Einstiegsvariante.
hu.ms meint
Als zweitwagen zur arbeit, einkaufen, hobby reichts locker.
Für einen erstwagen ist es zeitaufwändig.
Aber der grosse akku kostet ja nur ca. 3.000 € mehr.
Aztasu meint
Preisunterschied dürften 5000€ sein.
Zwischen Einstiegsvariante kommt ja noch eine Variante mit mehr Motorleistung aber immer noch dem kleinen Akku. Der große Akku hat dann nicht nur mehr Akkukapazität sondern automatisch nochmals mehr Leistung. 5000€ Preisunterschied sind realistisch, darunter niemals. Diese 5000€ Preisunterschied wird halt nach einem Jahr als Jahreswagen wieder abgezogen und dadurch landet man dann beim Preis des Einstiegsmodells, hat aber viel mehr Auto. Und das nach nur einem Jahr Nutzung. Die kleine Akkuvariante kann man getrost vergessen, die kann man einfach nicht für Privatkunden empfehlen, das ist was für Lieferdienste und Pflegedienste und die werden noch einige wenige Prozent Rabatt zusätzlich bekommen.
hu.ms meint
… und wie schon geschrieben als zweitwagen !
18 % der HH haben einen – riesen potoential. Bisher von stellantis, mini & co. kaum ausgeschöpft. Warum kommt wohl von audi doch wieder ein kleiner ?
Lanzu meint
Dafür ist der kleine Akku LFP. Der kann potentiell längere Haltbarkeit zeigen.
EVrules meint
Die Haltbarkeit, bzw. Lebensdauer ist bereits bei NMC Zellen bei oder über der Lebensdauer der Zelle. Das zeigen die Analysen der bestehenden BEV und SOH-Analysen, je moderner die Fahrzeuge (und Zellen) sind, desto geringer die SOH Reduktion (bei gleichen/vergleichbarer Zyklen/Alterung).
A-P meint
@Atzasu:
Der Smartphone-Vergleich passt hier nicht. Durch die LFP-Technik und das aktive Thermomanagement im MEB+ ist die Degradation minimal.10 % Degradation sind bei modernen LFP-Zellen in 10 Jahren sehr pessimistisch gerechnet. Da diese Zellen tausende Zyklen vertragen, überlebt der Akku vermutlich das restliche Auto. Wer keine 400 km am Stück auf der Autobahn braucht, bekommt hier ein extrem robustes Fahrzeug, das gerade wegen der einfachen Zellchemie eben kein kurzlebiges Konsumgut ist.
Frank Lustig meint
Das ist Unsinn, da nur der kleine Akku ein LFP-Akku ist, der größere leider NMC. Für mich absolut k.o., ich kaufe nur noch LFP-Akkus. Ein Blick auf die ganzen Brände und aktuellen Rückrufe belegt das eigentlich ganz anschaulich.
Und ein LFP-Akku hat bei weitem (!) nicht die Degradation eines NMC-Akkus. VW macht hier mal wieder schwere Fehler …
BTW meint
Unser Kona electric mit 39 kWh kostete 2023 37.700€.
Da das eine Verbrennerbasis ist, ist das Platzangebot trotz gut 15 cm mehr Länge nicht besser, eher im Gegenteil.
Die Sitze sind offenbar eher für zierliche Personen gedacht, der Kofferraum ist kleiner als bei dem 2004er Fabia, den wir vorher hatten.
Insofern ist der Polo für uns eine ernsthafte Überlegung als Nachfolger.
Als Zweitwagen für die tägliche Pendelstrecke von 140 km reichen die Kapazitäten völlig aus, wir haben kein Problem damit, im Winter täglich die Wallbox einzustöpseln.
hu.ms meint
Ernsthaft ?
Mein ID.3 Pro = 58 kwh (WP, metallic, Alu, technikpaket) kostete 2020 Nov. 37.600 € minus 6.000 förderung.
Egon_meier meint
„ich finde 25k für 37 kWh jedoch zu viel.“
man muss immer daran denken, dass das dann ein LiFePo-akku ist, den man ohne Degradationssorgen immer von 100 bis 0% fahren kann. Das ist deutlich mehr als bei den kleinen früheren Akkus, die bei diesem Verhalten schnell an SoH nachließen.
David meint
Das sind keine Leaks. Sondern Bilder von der Händlervorführung. Da hatte man allerdings vorher alle Handys eingesammelt. Dieses „Leak“ kommt daher garantiert von der VW Presseabteilung. Aber Carscoops freut sich trotzdem. Eine kleine Hilfe für die in England beheimatete Car Spotting Industrie. Das Auto sieht jedenfalls gut aus.
David meint
Ich war dabei!
Als Ordner.
Efahrer meint
Das war aber nicht abgesprochen, selbst wenn es aus der Presseabteilung kommt.
MrBlueEyes meint
Die Bilder gab es tatsächlich schon vor einigen Tagen bei Auto-Motor-Sport zu sehen…
Sehr gefällige Optik meines Erachtens… keine Überraschungen… keine Experimente… Volkswagen halt, im positiven Sinne…
Tinto meint
Kraftvoll kompaktes Design, ohne Schnickschnack. Zeitlos modern. Das kann VW wie kaum eine andere Marke.
Mir gefällt der ID.Polo sehr gut.